| viharnik23. 06. 2014 16:00:44 |
Schon wieder musste man ein bisschen in die Pedale treten. Für Dobrač war ich etwas zu spät, deswegen hab ich wahrscheinlich eine noch schönere Tour gleich auf heimischem Boden nach Bohinj gemacht. Die Tour fang ich beim Grohar-Denkmal vor der Kirche in Sp. Sorica auf 800m an. Dachte schon, ich bin näher an Soriški pl., aber auf dem Weg hat sich rausgestellt, dass bis Bohinj-Sattel noch knapp 8km steiler Anstieg und 500 Höhenmeter sind, wenn du ungewärmt in den Berg gehst dann noch zusätzlicher Fiasco. Wegen Kondition war's nicht schlimm und schön ausgeruht bin ich oben angekommen. Da schließt sich uns noch ein Kumpel mit Specialka an, der aus Škofja Loka gestartet hat. Der hat die Tour erst beim Anstieg auf Pokljuka über Bled nach Hause abgeschlossen, die Frau hat ihm schon reingehauen, dass er fürs Abendessen schon zu Hause sein muss . Für runter hatten wir ganze 13 km Kamikaze-Abfahrt zur Verfügung, wo es stellenweise bis 75km/h ging  . Plötzlich waren wir in Boh. Bistrica auf echtem Gorenjskem. Nach Bohinj auf flachem bei 35km/h bin ich im Moment angekommen, deswegen hab ich die angenehme Strecke noch bis Savica verlängert. In Ukanc echte stille Idylle mit Rauschen kalten Windes und steilem Absturz von Pršivec. Touristen haben an dem Tag gewimmelt, viele aus England, Niederlande, Deutschland, Kroatien, Italien, Schweiz, ein paar Polen und Tschechen. Ich halt an der Brücke bei Savica und treff einen Ljubljaner, der Bohinj schon lange Jahre besucht. Sagt, dass Bohinjci immer noch nicht mit Ausländern umgehen können, Kassierer wissen nicht mal zu grüßen, vorher beten sie schon die Rechnung dem Touristen vor. Dann in Bohinj noch jede Menge ungenutzter touristischer Angebote, wie Fliegenfischen (wenn Fische drin wären) auf Zg. Savica, besser gepflegte Radwege, Öffnung verfallener Hotels, nicht mal den Laden in Ukanc, der schon immer da war, können sie für Sommersaison für Camp-Bedarf herrichten. Könnten auch Stände für Käse aus Zadnji Vogl oder Fužinske Planine, Fleischleckerbissen einführen, im einzigen Camp über TNP wenigstens Parzellenausgleich erlauben, da Tourist alles zahlt und endlich Tourismusentwicklung unterstützt, usw . Gott sei Dank ist hier wenigstens die Natur, die irgendwie beiträgt, dass Gäste in gewisser Zahl noch kommen. Nur Privatleute machen sich hier immer bewusster, dass man im Tourismus ständig investieren, verbessern muss und nicht nur kassieren. Camp mit neuen Besitzern (gleiche wie Ski Vogel) etwas saniert und Preise in reale Rahmen gebracht (jetzt 10eur/Nacht, nach Juli etwas mehr), Wasser hat jetzt 15°C nur für Kerle. Bohinj ist wirklich sehr schön und obwohl ich dort ganze 3h war, war's schwer wieder zurück. Anstieg über Bohinjsko sedlo war ganz schön Brocken mit 13km Anstieg und 800 Hm. Tour ist eine der schönsten bei uns und mit etwas Kondition normal machbar in einem Tag. Noch ein paar Daten zur Strecke: 80km, 1450 Hm, Durchschn. Geschwindigkeit 17,2km/h, Gesamt-Fahrzeit 4h36min.
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