| lijaneja5. 08. 2018 16:17:41 |
Die Rokavi sind immer eine Herausforderung für mich und ich besuche sie regelmäßig, gestern hat sich mein Wunsch erfüllt mit dem Anstieg aus dem schönen Kar namens Kotel. Einige Tage habe ich die Wettervorhersagen beobachtet und Samstag sollte der richtige Tag sein, ohne Nachmittagsgewitter, leichter Nebel sollte sich mehr im Mittelgebirge halten. Schon der morgendliche Blick aus Vrata auf den Triglav mit Haube war gar nicht vielversprechend. Aber der Parkgebühreneinnehmer hat meinen Adrenalinspiegel gehoben, da er schon um sechs mit Kleingeld Probleme hatte und uns zum unteren Parkplatz schickte. Auf dem Rückweg war die Wiese zwischen Šlajmerjev dom und Aljažev dom voll mit Blech. Verkehrte Welt. Wir, die früh mit Rucksäcken in die Berge eilen, können paar hundert Meter mehr Laufen ertragen als die Vormittagskaffeetrinker, die fast bis zur Theke fahren. Horden von Wanderern rasten direkt durchs Vrata-Tal, ich rechts hinter Šlajmer und in der Morgenstille nur ca. zehn Leute bis zum Biwak überholt. Dort zum ersten Mal Klamotten gewechselt und bemerkt, dass Nebel schon über Dolkova špica. Unter dem Schuttkegel der Škrlatica wegen dichter Nebel und Kälte Kopfband, Handschuhe und lange Hose anziehen müssen, erste Besucher kamen schon von oben zurück und schimpften auf Wetterberater. Mir unangenehm nur deswegen, wie ich im Nebel, falls er anhält, den Einstieg vom Schutt zur Rokav-Scharte finde. Am Beginn des Kletterteils Ausstellung von Wanderstöcken, meine ans Rucksack gebunden, da ich sie im steilen Schutt dringend brauche. Seit meinem letzten Besuch hängen einige Drahtseile rum, eines hoch oben neu gespannt, sehr willkommen, da ich dort öfter geradeaus statt links hoch bin. Bei Erreichen der Schulter absteigen ins Kotel, Flasche Flüssigkeit im Schnee lassen und in die Steilheit stechen. Im Schnee wäre es ein Witz, aber Schotter lässt kein vertikales Vorankommen zu. Unter die Wand kommen, Nebel hält noch an und irgendwie Einstieg zur Scharte finden. Nach ca. 50 m Steigung (größtes Problem Rolsteine), das Sattel erreichen. Zum Rokavgipfel noch ca. 70 m Höhenmeter, routiniert in guten zehn Minuten erledigt. Nebel hat sich inzwischen (außer auf Škrlatica) langsam gelichtet und Genuss auf dem Gipfel perfekt. Oben neue Stempelkassette mit Buch, letzter Eintrag 7.7. Richtig froh, dass ich nicht früher von zu Hause gestartet bin, sonst nix mit Aussicht. Abstieg zum Sattel nicht anspruchsvoll, für weniger routinierte Bergsteiger vier ausgerüstete Standplätze. Wegen genannter Rolsteine anspruchsvoller Abstieg zum Schutt, an Schlüsselpunkten zwei Haken bemerkt. 110 m Rumoren im Schutt zum Kotelboden und 190 m Aufstieg zur Schulter war die Sonne schon etwas zuviel. Als ich so nah war, bin ich noch zur Königin rüber. Wieder bringt mich auf die Palme, dass das fast neue leere Summitbuch in der neuen schönen selbstschließenden Kassette total durchnässt ist. Abschaum, Bergsportlerisch!!!
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