| viharnik19. 07. 2014 10:05:11 |
Nach göttlichen Schwingungen einer außergewöhnlichen Guru-Puja bin ich von vor Genua in das weniger bekannte, etwas touristisch verborgene Pfeldertal aufgebrochen. Der Ort liegt im äußersten SO-Teil der Ötztaler Alpen, wo im größeren Dorf Moos an der Hauptstraße über Timmelsjoch nach Obergurgl eine Bergstraße in dieses malerische Tal abzweigt. Die Siedlung Pfelders-Plan liegt auf 1624m und ist deutlich größer als z.B. Venta. Die Hotelhäuser sind sehr schön, ebenso die Umgebung, die die Einheimischen eifrig pflegen. Essen hier ausgezeichnet typisch Tiroler mit hausgemachten Fleischgerichten und auch Gemüse, Salaten, Desserts, Kuchen mit Nüssen und Marmelade usw. Natur wunderbar, sehr ruhig, mit vielen Wasserfällen, Lärchen und schönen Ecken lebendiger Almen. Eine Touristenangebot ist auch Kutschfahrt mit Pferden talaufwärts bis Lazinser Hof, Reiten, MTB-Touren etc. Im Winter leert sich Pfelders nicht, neue Gondel Karjochbahn 2502m mit zwei unteren Schleppliften ermöglicht 900 Hm tolle Abfahrten am NW-Hang des Sefiarspitze 2846m. Hier auch einige lange Täler für tolle Frühlings-Skitouren, dann sicher. Im Winter stark lawinengefährdet, Schnee diesen Winter nur 8m in Pfelders, höher ca. 12m, mussten Schnee aus dem Tal abtransportieren. APP-Hausbesitzerin sagte interessant, dass auch Slowenen im Winter kommen. Hier kann man sich wirklich super erholen, höchste Gipfel greifbar und durch SO-WO-Lage ohne Schlünde und übermäßige Firnfelder für Bergsteiger mit Erfahrung zugänglich. Weg zur lawinengeschlagenen Stettiner Hütte führt am Boden des langen malerischen Pfeldertals bis zum Gletscherhang. Von dort in vielen Serpentinen zur oberen Stufe, dann über zwei längere Querfirnfelder zur Hütte auf 2875m. Hausberg Hohe Wilde verursachte riesige Lawine, die 2013/14 die Hälfte der Stettiner abriss. Sanierung 3 Jahre mit enormen finanziellen Mitteln. Personal nach der Katastrophe noch voll engagiert mit Küchenservice, Übernachtung momentan nicht möglich. Schnee auf der Tour extrem rutschig, Wirt riet von Hohe Wilde über steilen Einstiegsrinnsal ab, was ich selbst voraussah. Gerade dann Steinabbruch auf dem Berg, daher Tour auf niedrigeren sicheren Grafspitze umgeleitet. Wirt sagt, auch dort Vorsicht beim Aufstieg. Auf Hohe Wilde und Hohe Weiß zwei tödliche Unfälle im Winter. Am See mit Steigeisen und Pickel ausgerüstet, Traverse der schneerinnenzerfressenen Bergflanke. Im Hang Zickzack mit vollen Tritzen, da volle Südfirn keine sichere direkte Gang mit Vorderzacken erlaubte. Höher noch steiler, Firn dünner, unten labile Schuttmauer kissengroß. Bei Oberflächenbruch zu riskant zum Rutschen, daher oben in guter Firndicke Querung zum zuerst steinigen Grat mit dazwischen schwierigem Übergang Gratkante Felsplatte und Eis zum gratigen Firnende. Aus der Hütte wahrscheinlich mit Fernglas beobachtet, riefen auf Schlüsselstelle op, op, op!. Berg Grafspitze gehört schon zur Texelgruppe und setzt sich in einsturziger säulenartiger ungangbarer Grat fort, ca. 50m höher als Vorgipfel, wo ich ankam. Tour zur Stettiner Hütte von Pfelders 4h 30min, mit Zwischengipfeln braucht sehr zähen Bergsteiger für Tagesanstieg. Rückweg schöner Stopp bei Lazinser Hof im tollen Hangumfeld des Tals . Übernachtet in Appartment Wiesental bei Familie Ennermoser, Pfelders 28 (35eur mit Frühstück/Tag). http://www.pension-wiesental.it/
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