Den Weg über das Pohorje mit Kindern empfehle ich in Richtung von Slovenj Gradec nach Maribor, da man abends meist ins Tal kommt und von Maribor bessere Verbindungen in die Heimat gibt als von Slovenj Gradec. Es stimmt, dass man bei exzellenter Kondition die Tour auch an einem Tag schaffen kann, aber wenn ihr unterwegs genießen wollt und nicht nur hetzt, nehmt euch 3 Tage.
1. Tag (Freitag)
Dieser wird am anstrengendsten sein wegen der Überwindung der größten Höhenunterschiede. Busfahrt nach Slovenj Gradec, moderater Anstieg zum Kremžarjev vrh, der zum Gipfel zunimmt. Vom Kremžarjev vrh zur Partizanka bei Kopa folgt der anstrengendste Teil des Weges, da der Pfad durch den Wald zuerst steil absteigt zum tiefsten Punkt, dann steil ansteigt fast bis Kopa. Da ihr Rucksäcke mit reichlich Gepäck habt (mindestens Windjacke, etwas Kleidung und Wasser), werdet ihr auf diesem Abschnitt am häufigsten rasten. Aber ihr werdet in diesem Bereich mit Blick auf ein endloses Meer violetter Heidebusch belohnt. Von Kopa zum höchsten Punkt des Pohorje - Črni vrh, reist ihr durch ein endloses Meer von Blaubeeren und Preiselbeeren, die gerade im Sommer reifen, und bald seid ihr bei der Ribniška koča, wo ich die erste Übernachtung empfehle.
2. Tag (Samstag)
Nach einem stärkenden Frühstück geht es auf weniger anstrengendem Weg nach Rogla, Pesek und Klopni vrh. Unterwegs könnt ihr die wunderschönen Ribniško- und Lovrenška-Seen besichtigen. Am Klopni vrh empfehle ich die zweite Übernachtung, da ihr hier wirklich ausruhen könnt an einem ruhigen Ort. Pesek liegt zu nah an Rogla und dorthin fahren Leute oft abends mit Autos zum Feiern, wenn müde Wanderer mit Kindern Ruhe wollen.
3. Tag (Sonntag)
Vom Klopni vrh führt der Weg jetzt zum Pohorje-Urwald und Šumik-Wasserfall, von dort ohne große An- und Abstiege nach Areh und Ruška koča. Von dort zur Mariborska koča, letzter Halt vor Bellevue am Mariborsko Pohorje. Wenn euch Dunkelheit und Müdigkeit noch nicht eingeholt haben, folgt von hier der Abstieg nach Poštela und Spodnje Radvanje in Maribor. Andernfalls wird euch niemand übel nehmen, wenn ihr mit der Bahn ins Tal fahrt. Wenn ihr einfallsreich wart, habt ihr es selbst gemacht oder einen Bekannten gebeten, euer Auto unter der Bahn zu parken, mit dem ihr am Ende des Weges heimfahren könnt, sonst ist auch der Bus gut.
Zum Schluss ist es nicht überflüssig zu erwähnen, vor der Tour Alpenvereinskarten zu besorgen, sowohl für Rabatte bei Übernachtungen als auch für Versicherung bei unglücklichem Ereignis. Ebenso nicht überflüssig eine Pohorje-Karte, da einen Moment Unaufmerksamkeit euch schnell weit vom geplanten Weg abbringen kann.
Gute Wanderung!