Berge.info
Berge.info
Anmeldung
Anmeldung
Benutzername:
Passwort:
Anmeldung
Noch nicht registriert? Registrierung.
Passwort vergessen?
      
Forenliste / Slowenien / Steiner Alpen / Unter dem Čmaževski Turn

Unter dem Čmaževski Turn

Drucken
Volk25. 09. 2008 22:43:56
Gestern Nachmittag nach der Arbeit überkam mich ''Lust auf einen Spaziergang''. Wohin...
Ich fahre zur Žagana peč nach Konec. Auf dem Jägerpfad steige ich zum steilen Graben unter der Hütte auf. Auf der ersten exponierten Querung direkt davor übermannt mich die Sehnsucht nach Einsamkeit...
Rechts entdecke ich einen bescheidenen Pfad.
Dieser endet auf dem breiten Hang unter beiden Türmen. Ich klettere direkt unter die Wand des Kalški, getrennt vom Čmaževski durch eine steile Kerbe (Graben) mit einem noch steileren Felsabbruch. Fein. Ich finde zwei mögliche Übergänge. Zweites Mal. Neugier treibt mich weiter, die ganze Zeit quer unter den Wänden. Meist folge ich Wildpfaden. Die Welt ist ursprünglich wild. Zahlreiche Überhänge, tiefe (auch exponierte) Gräben, zum ersten Mal gesehene Wände... Alles läuft super. Wetter hält, beim ''Start'' sah es sehr sauer aus. Auf dem Aussichtsplateau stoppt mich das Gelände endgültig, ich muss steil durch das Gestrüpp in leichteres Gelände absteigen. Noch eine kurze Querung, etwas Gekraxel und... springe ich aus dem Gestrüpp auf den markierten Weg (Kokrsko sedlo). Abstieg zum Lkw-Spaziergang, zum Auto schaffe ich gerade noch einen Pfiff. nasmeh
Auf der Brana schien inzwischen die Sonne...

Alles gut. mežikanje
Unter dem Čmaževski Turn 'Steile' Wand des Kalški-Turms ...1
Unter dem Čmaževski Turn Felsiger Sprung nicht ohne Fliegen ...2
Unter dem Čmaževski Turn Einstiegssteigung unter dem Sprung ist vorbildlich. Zweitens ...3
Unter dem Čmaževski Turn Erkunde auch mal einen Graben ...4
Unter dem Čmaževski Turn Nicht ideal ...5
Unter dem Čmaževski Turn Viharnik. Weit abseits des Weges ...6
Unter dem Čmaževski Turn Mit der Zeit eine ganz schöne Stečina ...7
Unter dem Čmaževski Turn Ist das da unten der alte Weg? ...8
Unter dem Čmaževski Turn Zum Kogl hin ...9
Unter dem Čmaževski Turn Unter den Wänden ...10
Unter dem Čmaževski Turn Von hier steige ich zu den Markierungen ab ...11
(+1)gefällt mir
klavdipo26. 09. 2008 12:30:19
Gast, nach der Beschreibung, bist du vielleicht Spleza??mežikanje
gefällt mir
Volk26. 09. 2008 21:31:14
Gar nicht 'ihr', klavdipo.mežikanje
gefällt mir
klavdipo27. 09. 2008 08:40:43
Ups!!velik nasmeh
gefällt mir
j.21. 05. 2022 23:57:31
Um kein neues Thema zu eröffnen, habe ich hier gepostet.
Gestern (Freitag, 20. Mai) über den Jagdweg über Čmaževka, zum Čmaževski turn und weiter zum Kalški turn, dann vorbei an der Jagdhütte bis Žagana peč.

Zuerst habe ich ein bisschen in der Čmaževka-Graben herumgestochert, dann rechts, über den Nachbargraben und unter der Seilbahn bis zum markierten Weg zum Kokrsko sedlo. In ca. 1170 m nähert sich der Weg der Graben links stark. Abstieg ins Grabenbottom war etwas lästig, Ausstieg auf der anderen Seite nicht, da ich im Gras neben zwei Haken auch ein verrostetes Geflecht entdeckte und es gerne nutzte.

Auf der anderen Seite begann ein Pfadchen, das aber bald verschwand. Kein Problem, links und bergauf halten. Langsam näherte ich mich der hohen Felsbarriere, zu der ich über einen bewaldeten Kegel kam. Fortgesetzt zwischen zwei markanten Felsen unter der Wand. Eine Spur (vielleicht war es mal ein Pfadchen, aber ganz sicher bin ich nicht) führte fast horizontal links unter der Wand bis zum Graben mit ziemlich frischem Steinschlag. Etwas weiter war schon die Nordwand des Čmaževski turns sichtbar. Weiter über den Graben, dann durch Übergänge über Schutt bis zum Graben unter dem Turn.

Der Graben führte steil rechts neben der Wand bergauf. Musste ganz schön kraxeln, Schwierigkeit irgendwo zwischen I und II Grad. Ca. sechzig Meter dieser Wand aus fester grauer Fels. Kompakte, genussvolle Fels wurde oben durch dünne Schichten rutschigen Schotters auf felsigem Untergrund ersetzt. Und davon wollte kein Ende nehmen. Ein besonderer Leckerbissen, erdiger, feuchter und bröckelnder Kamin wartete etwas höher. Wäre nichts Besonderes gewesen, wenn nicht ein großer, erdverschmierter Stein herausgekullert wäre.

Gerne querte ich rechts auf steiles Gras unter dem zugewachsenen Rand, über den ich einen Übergang erahnte. Links, am Ende des Grabens, durch den ich gekommen war, hinter einer riesigen Platte sah ich eine Art Ecke, rötlich. Zur Sicherheit probierte ich zuerst dort und zu meiner großen Freude sah ich vor der Platte eine freundlich zerklüftete Wand, die direkt bergauf führte. Nur wenige Meter schönes Kraxeln und ich war am Sattel beim Čmaževski turn. Und am Kreuzungspunkt dreier Pfadchen. Eins führte links hoch zum Turngipfel, das zweite rechts Richtung Kalška gora, das dritte südlich zum Kalški turn.

Natürlich entschied ich mich für das erste. Nur wenige Dutzend Meter und ich stand oben. Die letzten Meter verschwand das Pfadchen sowieso, zum alleroberen Gipfel, auf dem ein zotteliger, schuttbedeckter Busch wächst, musste man durchs Geäst durchbrechen. War nicht ganz sicher, ob es der richtige Gipfel war. Östlich davon zog sich ca. 100 m ziemlich exponierter und schwer zugänglicher Grats. Der endete mit einem zugewachsenen Gipfel über Žagana peč, der der echte Čmaževski turn sein könnte, aber mir schien er ein paar Meter niedriger.

Das Pfadchen zum Kalški turn war gut nachverfolgbar. Zuerst schaute ich ein bisschen links, ob irgendwo abbiegen zum östlichen Gipfel des Čmaževski möglich wäre, aber nichts Vernünftiges zeigte sich. Nächstes Mal.

Am zugewachsenen Sattel beim Kalški turn schien mir, als ob der Weg zu weit runter zur Jagdweg von Kalc führt, also direkt über den Schutt. Nach ca. halber Stunde Keulen, weiser (und schwächer... velik nasmeh) aufgehört und rechts runter zum weniger bewachsenen Südhang des Turns gelenkt. Von da zur Spitze nur wenige Dutzend Meter Kraxeln von einer grasig-schuttigen Bank zur nächsten, am Ende noch ein paar Meter über den zugewachsenen Kamin zum Gipfel.

Abgestiegen über denselben Kamin und Bänke, etwas tiefer bald auf ein Pfadchen gestoßen, hundert Meter weiter auf den Jagdweg von Kalc. Bei der Jagdhütte kurz geruht, Schnürsenkel angezogen und zum Auto bei Žagana peč abgestiegen. Bei ca. 1000 m ü. NN auf einem Baum eine ungewöhnliche Tafel mit Markierung entdeckt, die letzten 100 m Weg fast komplett zugewachsen mit weißen Blümchen.

Die Tour ist anspruchsvoll, hauptsächlich wegslos mit etwas Klettern. Nur für gut erfahrene und angemessen ausgerüstete geeignet. Etwas mehr Details auf Modrini neba.. Viel Erfolg!

p.s. Pastirica, danke für all die Hilfe und Hinweise!
Über diesen Sprung in der Čmaževka-Grapa ging es nicht. Vielleicht nächstes Mal.1
Brana: Kegel im Spiel von Sonne und Schatten.2
Ausstieg aus der Rinne am Weg zum Kokrsko sedlo. Zwei Haken und kaum sichtbares Stahlseil.3
Die Stečina ist stellenweise gut sichtbar.4
Hier geht man hindurch.5
Direkt unter der Wand verläuft die Stečina. Dahinter die Nordwand des Čmaževski turn.6
Rinne mit Absturz.7
Das muss überklettert werden. Es sah gut aus.8
Detail in guter Skala.9
Blick zurück.10
Sprung um Sprung. Krümelig.11
Einstürziger, erdiger Kamin. Der Fels ist noch da.12
Rote Felsen am Platten versprachen bröckeligen Ausstieg, es war aber schönes Klettern.13
Ausstieg aus der Rinne.14
Auf dem Pfadchen vor diesem bedeckten Stamm war ich.15
Steig auf den Čmaževski turn.16
Blick vom westlichen Gipfel des Čmaževski turn auf den östlichen Gipfel.17
Alle vier Čmaževski turni.18
Štruca und Skuta näher.19
Mokrica und Kompotela, die schneebedeckten Streifen sind die Rinne Jermenci.20
Turska gora, Brana, Planjava.21
Vršaci über Konc.22
Interessantes Schild.23
Blumen haben den Pfad überwuchert.24
Spur.25
(+2)gefällt mir
andi222. 05. 2022 05:30:16
Schöne Gegenden und tolle systematische Erkundungen! Ich weiß, dass du die Beschreibung gelesen hast, aber Volk ein Jahr später hat einen etwas niedrigeren Balkon besucht/abgestiegen unter dem zerbrochenen Grat hinunter in den Graben zwischen den Türmen. Natürlich in einer leicht anderen Variante. Dieser Čmaževski Turn ist offensichtlich so ein Gipfel zum Abstieg zum Balkon https://www.gore-ljudje.si/arhiv/cmazevski-in-kalski-turn Sicher und weiter genießen! Danke für den Blog mit Ideen. lp
(+1)gefällt mir
palček plezalček22. 05. 2022 08:42:24
Zauberhafte Ecken über Konec - herrlich. nasmeh
(+1)gefällt mir
j.22. 05. 2022 10:10:53
Vielen Dank an beide, das sind wirklich magische Ecken! Ich gebe zu, Stanets Blog habe ich jetzt nicht gefunden, erinnere mich aber, dass ich ihn vor Jahren gelesen habe. Grund ist simpel: Auf der Karte pespoti.si steht "Čemaževski" und ich habe mich bei der Suche nach Übergängen dort herum an diesem Namen gehalten. Und den Namen mit der Endung "ški" auch in diesen meinen Eintrag geschrieben. Jetzt habe ich es korrigiert, ich glaube Volk mehr nasmeh.

andi2: habe dir ZS geschickt
(+1)gefällt mir
j.21. 03. 2024 23:27:49
Gestern von Žagana peč vorbei an der Jägerhütte zum Kalški Turn und zurück. Wetter wie geschaffen, in Kamniška Bistrica kein Auto auf den Parkplätzen. Der Beginn des Jägerpfadchens hinter Žagana peč war anders als an Sommertagen, wo es im Unterwuchs versteckt ist, klar sichtbar und einladend lockend. Ein Wildbach wenige Dutzend Meter weiter hat etwas Verwüstung angerichtet, aber nichts Erschütterndes. Die felsige Querung ohne Besonderheiten, als der Pfad rechts in den steilen Graben abbiegt, gab es auf dem Weg etwas lästig feuchten Boden, bedeckt mit ebenso nassem Laub. Bis zur Rückkehr war alles schon trocken.

Erste Schneeflecken begannen zehn Minuten über der Jägerhütte, durchgehender Schnee etwas weiter, vor der Mulde unter dem Turn. Dort verschwanden auch die ein oder zwei Tage alten Fußspuren, die ich schon tiefer unten bemerkt hatte. Zu meiner großen Überraschung sah ich später beim Übergang in die Mulde Skispuren, die offensichtlich dem Eigentümer der Spuren gehörten. Die Hänge unter dem Kalški Grat im Kontext des Skitourenfahrens dieser Tage stehen nicht gerade oben auf den beliebten öffentlichen Posts. Wahrscheinlich auch deswegen, weil der Aufstieg nicht zu den bequemsten gehört, mein Vorgänger hat die Skier mindestens zwei Stunden getragen. Spuren von Skifahren in Gegenrichtung habe ich auch nicht gesehen, daher hatte die Fantasie freie Bahn. Wo zum Teufel ist der Unbekannte hingegangen?

In der Mulde bog ich rechts ab, weg vom Pfad und den Skispuren, der halb umgewandelte Südschnee brach lästig durch. Die ansonsten kurze Steigung zum Gipfel des Turns war voller Fallen in Form von zugeschüttetem Gesträuch. Zehn Meter vor dem bequemen, kuppeligen Gipfel brach ich bis zur Hüfte ein. Mit Mühe zog ich die Beine aus dem Griff der verflochtenen Äste.

Oben Blicke in den richtigen Winter. So vertraute Mokrica, Kompotela, Jermanov Turn, Kalški Grat und Kalška gora, alles verschneit und zum Greifen nah. Am anderen Himmel glänzten die Hauptsehenswürdigkeiten der Kamnik-Savinja-Alpen. Grintovec, Dolgi hrbet, Štruca, Skuta, Rinke, Turska gora, Kotliči, Brana... Und etwas weiter hinten Planjava. Dort unten warme Wand des Kogla, Žmavčarji, und Repov kot mit Špicami... Alle gelegentlich schüchtern mehr oder weniger in weiße Nebel gehüllt, die launisch hierhin und dorthin zogen. Der Anblick überwältigte mich und raubte dem Starren jede Lust und Kraft, dass mein Blick und Gedanken woanders wandern könnten... Es war elf Uhr. Auf der höchsten Pyramide erregte ein schwarzer Punkt meine Aufmerksamkeit, wo nur Schnee sein sollte. Nach einer oder zwei Minuten teilte sich der Punkt in zwei Punkte, dann vereinte er sich wieder zu einem. Direkt unter dem Gipfel ließ der Nebel den Vorhang fallen und weder Punkte noch Pyramide waren mehr zu sehen.

Abstieg vom Turn nichts Besonderes, außer dem Gipfelhang, wo bei möglichem Durchbruch ins verschneite Gesträuch Gleichgewichtsverlust drohte und damit direkter Sturz auf den Kopf. Deshalb langsamer. Der Jägerpfad im oberen Teil pure Freude, tiefer unten muss man etwas vorsichtiger sein. Besonders am Ende des Grabens vor der Querung, wo der Pfad scharf links abbiegt, geradeaus verlockend eine ziemlich begangene Variante lockt, die sich wahrscheinlich unvorhersehbar im steilen Wald bei Hlev endet.

Etwas detaillierter auf Modrini neba.
Verlockender Anfang des Jagdpfads gleich hinter der Žagana peč.1
Morgendliche Turska gora, Brana und dahinter Planjava.2
Bei der Jagdhütte wird bald der Frühling erwachen. Hinten Kompotela.3
Mokrica und Kompotela. Die schmale Greda links unter dem Fenster ist gut sichtbar.4
Jermanov turn.5
Skispuren im Kessel unter dem Kalški turn.6
Die Kalce, im Sommer kaum begehbar, sind reichlich mit Schnee bedeckt.7
Übergang zwischen Kalški greben und Jermanov turn.8
Beide Gipfel des Čmaževski-Turms sind ganz nah.9
Die höchste Pyramide. Etwas unter dem Gipfel sah ich einen kleinen Punkt, der sich gelegentlich teilte.10
Nebel verhüllen Turska gora...11
... sowie Skuta und Rinka.12
Auch Brana bleibt nicht verschont.13
Für einen Moment öffnet sich ein weiterer Blick auf Grintovec.14
Der Wildweg ist richtig fröhlich. Aber nur im oberen Teil.15
(+3)gefällt mir
Um einen Kommentar zu veröffentlichen, müssen Sie sich anmelden:
Benutzername:
Passwort:
Anmelden
Falls Sie noch keinen Benutzernamen haben, müssen Sie sich zuerst registrieren.
         
Copyright © 2026 Berge.info, Nutzungsbedingungen, Datenschutz und Cookies