Wir starten im Weiler Pri Cerkvi, wo über eine Hängebrücke wir ans rechte Ufer der Soča gehen. Etwa 100 m flussabwärts, gleich nach der Podolski Bachmündung, betreten wir einen unmarkierten Steg und das Abenteuer beginnt. Der Steg führt über eine Felsstufe vorbei am Mund des Podolski Wasserfalls und steil in den Wald. Nach gut einer Stunde erreichen wir eine Stegverzweigung, links zur Stara utro, rechts Richtung Ušje. Wir gehen rechts weiter, queren den Bach und bald verschwindet der Steg einfach. Wir suchen eine Weile, rechts und links, diskutieren und finden seine bescheidenen Reste mit verblassten gelben Punkten und Steinmännchen. Wir wissen, dass wir die richtige Richtung nicht verlieren dürfen, daher suchen wir aufmerksam Steinmännchen und gehen steil bergan durch den Wald. Wir kommen zu einer Sicherung, die ein fallender Stein zerrissen hat, aber sicher über die Rinne zur Lichtung, von der Trenta tief unter uns aus Vogelperspektive erscheint. Von hier keine Spur mehr vom Steg, nur Steinmännchen zeigen den Weg. Wir suchen sie, gehen von einem zum nächsten und kommen langsam zum Ušje voran. Oberhalb der Waldgrenze, wo Zwergkiefern die Bäume ablösen, folgt eine angenehme Überraschung, ein gut gehauener Steg durch die Zwergkiefern. Ohne das stelle ich mir nicht vor, wie wir durch die undurchdringlichen Flächen von Grün weitergekommen wären. Nach Ušje kommen wir mehr oder weniger bequem und die Aussicht ist wirklich schön. Auf dem Weg zum Plešivec wird das Zwergkieferngestrüpp wieder dichter und man muss sich durchkämpfen. Dabei bestäubt uns Blütenstaub, da die Zwergkiefern gerade blühen. Unter dem Ostgrat des Plešivec entscheiden wir uns für direkten Aufstieg entlang desselben und mit etwas Klettern erreichen wir den Vorgipfel. Wieder etwas Durchkämpfen durch Zwergkiefern und oben am Plešivec. Ich weiß nicht, warum der Gipfel Plešivec heißt, aber er ist ganz gut mit Zwergkiefern bewachsen. Abstieg, etwas auf eigene Faust, zur Stara utro, Steg finden und zurück zum Ausgangspunkt.