| peter231. 08. 2015 21:57:19 |
Der isolierte Grat der Vette Scabre wird von drei ausgeprägteren Gipfeln gebildet. Wir haben uns für den höchsten, westlichen entschieden. Die Beschreibung im Planinski vestnik 12/2014 hat uns für den Besuch dieser wirklich isolierten Berge begeistert. Das Auto haben wir beim Rabeljsko jezero geparkt, dort wo das Geschütz ausgestellt ist; über die Straße ist eine Verleihstelle für Windsurf-Bretter. Nur 20 m östlich dieses Parkplatzes beginnt der Weg, der uns steil entlang des rauschenden Baches führt. Irgendwo in Höhe etwas über 1300 m kommen wir zur Wasserfassung, wo wir den Bach überquert haben (rutschig). Die Fortsetzung im Wald war schwieriger, den Weg haben wir mehrmals verloren, aber dann wieder gefunden. Als wir über die Waldgrenze kamen, befanden wir uns in einer idyllischen Kar. Über der Kar thront der Grat Vette Scabre. Aus der Kar sieht man gut den felsigen Bauch, an dem Wege zu den Gipfeln führen. Die Rinne links von diesem Bauch führt zum niedrigeren Gipfel, die rechte Rinne zum höchsten. Wir haben uns für den höheren Gipfel entschieden. Die Rinne, durch die wir gegangen sind, war ziemlich eingestürzt. Höher haben wir einige wirklich alte Haken in der Fels gefunden, unter dem Gipfel sind wir rechts abgebogen und auf grasiges und mit Latschen überwuchertes Gelände gekrabbelt. Zum Gratgipfel sind es nur noch ein paar Minuten. Oben nehmen wir natürlich Zeit für den Ausblick zu den Kanin-Bergen und der Hohen Weißen Spitze. Wir schauen uns auch die Fortsetzung zum Gipfel an, der nicht so weit ist, aber überall mit dichtem Latschen bewachsen. Es gibt Spuren von etwas, das man Weg nennen könnte, aber Latschen haben diesen Weg fast überall überwuchert. Zum Gipfel gibt es einige kleinere Hügel, dazwischen Felskerben. Dieser Kampf mit dem Latschen hat uns ganz schön Zeit gekostet, aber oben waren wir wirklich froh über die schönen Ausblicke. Zurück auf demselben Weg zur idyllischen Kar, dann haben wir den Weg gefunden, der zur Scharte – Forc. delle Cenge führt, also zur Scharte zwischen Vette Scabre und Visoka polica. Genau aufs Joch sind wir nicht gegangen, haben uns aber viel Zeit genommen zum Genießen am Bach in der wunderbaren Kar unter diesem Joch. Zurück sind wir auf Weg 656 gegangen, der nach Rablj führt, und irgendwo in 1330 m Höhe abgebogen auf den Weg, auf dem wir morgens aufgestiegen sind, und zurück zum Rabeljsko jezero. Der Bereich, den wir besucht haben, ist wirklich einsam, wild und schön. Wahrscheinlich ist die Chance größer, einen Lottogewinn zu landen, als hier noch jemanden zu treffen. Eigentlich ist es ganz richtig, dass die Wege zu diesen Gipfeln nicht markiert sind. Bilder: http://www.petersfoto.si oder: http://www.petersfoto.si/thumbnails.php?album=datebrowse&date=2015-08-31
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