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Forenliste / Slowenien / Karawanken / Visoki (Kurji) vrh

Visoki (Kurji) vrh

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Parkeljc19. 05. 2011 15:15:10
Heute bin ich von "Šteng" zum Hohen (Hühner-)Gipfel aufgebrochen. Der Weg ist anfangs wirklich steil, nach etwa einer Stunde Wanderung lässt die Steilheit nach und es zieht sich eine ganze Weile ganz langsam hin. Ich hatte die Wegbeschreibung ausgedruckt dabei, habe den Weg aber trotzdem verfehlt, bin nämlich auf den "schöneren" und sichtbareren gegangen, der mich ordentlich in die Irre geführt hat und ich bin eine Stunde später oben angekommen und auch noch "um den Hintern rum in die Tasche". Hätte ich den Abzweig zum Vretov vrh am Grat gesehen, wäre ich sehr bald oben gewesen, so aber habe ich unzählige kleinere Gräben gekreuzt, sogar eine Felsbank, wo noch ein Rest Seil bleibt, das von der Bank abwärts durch eine sehr steile und erosionsgeplagte Rinne führt, Richtung Tal des Hladnik-Bachs. Ich landete auf einer Lichtung, wo eine neuere Blockhütte steht, in der Nähe darunter auch zwei ältere Ruinen, da kein sichtbarer Weg, haue ich direkt bergauf und komme auf dem Sattel bzw. Grat zwischen Mojstrovica und Hohem Hühnergipfel an. Eigentlich habe ich fast einen vollen Kreis um HHG gemacht. Am Grat erreiche ich den Gipfel in wenigen Minuten. Schöne Ausblicke überall. Da mich interessierte, wo ich den Weg verfehlt habe, bin ich vom Gipfel zum Vretov vrh abgestiegen, der Weg ist gut sichtbar und ziemlich steil, auf dem Sattel unter Vretov vrh verschwindet er plötzlich, aber ich war orientierungssicher, dass der Aufstiegweg in der Nähe ist und er war es, nur keine sichtbare Verbindung zwischen beiden. Nach ein paar Dutzend Metern ohne Weg steige ich zum ursprünglichen Pfad ab. Damit habe ich massiv Zeit gespart, da ich nicht mehr einige steile Wildbachrinnen und die Felsbank mit Seil queren musste.
Wie einige es beschreiben, ist der Weg wirklich orientierungsaufwendig, mal sieht man ihn, mal nicht, dann wieder schon,.. Auch wahr, dass er bei Nässe rutschgefährlich ist, da man die meiste Zeit quer unter dem Grat bzw. unter Wänden geht.
Trotzdem, dass ich stellenweise den Weg gesucht und zum Ausgangspunkt zurückgekehrt bin, habe ich unter drei Stunden zum Gipfel gebraucht. Hoffe, ich habe niemanden verschreckt. velik nasmeh
Visoki (Kurji) vrh unmarkierter Ausgangspunkt1
Visoki (Kurji) vrh Vierwegekreuzung - gerade bergauf, oder auch rechts2
Visoki (Kurji) vrh Blick ins Tal3
Visoki (Kurji) vrh von Vrtaška bis Jalovec4
Visoki (Kurji) vrh Jalovec & Co5
Visoki (Kurji) vrh von Vošca bis zur Bela peč6
Visoki (Kurji) vrh entlang des Weges (Bašca?)7
Visoki (Kurji) vrh zum Graten8
Visoki (Kurji) vrh Firbec9
Visoki (Kurji) vrh Blick ins Tal vom Grat Richtung Kranjska Gora10
Visoki (Kurji) vrh von Kepa bis Mežakla11
Visoki (Kurji) vrh Kresišče und Mojstrovica12
Visoki (Kurji) vrh zwei Besucher auf Truppi hinter den Weißen Wänden13
Visoki (Kurji) vrh Julische Alpen vom Gipfel VKV14
Visoki (Kurji) vrh Wendung..15
Visoki (Kurji) vrh und Gruß zum Abschied16
Visoki (Kurji) vrh Rückblick, von VKV bis Mojstrovica17
Visoki (Kurji) vrh Kepa, DM Kepa, Gubno und Visoki Kurjek18
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JusAvgustin19. 05. 2011 15:25:45
Schöne Tour, das ist das Wesen des Weglosen! Suche nach den bequemsten Übergängen und folgen der "unsichtbaren Spur"mežikanje
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ljubitelj gora7. 11. 2013 17:47:40
Kurz nach 9:00 Uhr beginne ich mit dem Wandern, Auto 1,5 km von der Straße vor dem Bergsturz stehen lassen, dort beginnt auch der steile Jagdpfad, unterwegs Abzweigungen aber ich halte mich am Grat. Besuche mehrere Gipfel ab Visoki Kurji vrh, Mojstrovica und weitere Zwischengipfel bis Kresišče. Dort Abstieg Richtung Kepa und vom Sattel zurück zum Ausgangspunkt über Waldweg. Die Straße ist meiner Meinung nach zu gefährlich zum Fahren.
hier beginnt es nur 1,5 km von der Straße1
hier links bergauf2
wich ein wenig zurück, dann beobachtete3
auf einem Gipfel4
und auf dem anderen Gipfel5
Visoki Kurji Gipfel6
Triglav7
Jalovec8
bis Kresišče gehe ich9
Stol10
Mojstrovica11
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Kresišče13
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Jalovec16
über diesen Pfad gehe ich noch17
hier hinüber18
und schon ziemlich tief auf dem Rückweg zum Ausgangspunkt19
jemand ist heute hier vorbeigegangen20
bei der Jagd21
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ljubitelj gora7. 11. 2013 19:46:40
Zu Parkeljc musst du den richtigen Anstieg finden, sonst landest du wirklich im Gestrüpp, umgestürzten Schutt, obwohl ständig ein sichtbarer Jagdpfad da ist, der sich hier und da ein bisschen verliert. Ich hielt mich mehr am Grat, höher ging ich mehr links dann wieder rechts, vorbei am Quell, dann rechts querend und dort auf Vetrov vrh gestiegen, der im Gestrüpp liegt, sogar von allen 4 Seiten ging's hoch. Dann etwas abgestiegen und zum nächsten Gipfel Vršič fortgesetzt, dann dem Grat bis Visoki Kurji vrh von da zur Mojstrovica und weiter am Grat bis vor die Absturzstufe, wo ich links eine Spur entdecke. Noch auf Tišlerica hoch und weiter nach Kresišče von Osten. Rückweg am Grenzgrat Richtung Kepa, hoch runter, führt mich schließlich zum Sattel, dort Abstieg am südlichen Pfadchen zur Hauptwaldstraße. Dann noch ca. 5 km Waldweg oberhalb Beli potok bis zur Jagdhütte, wo das Auto stand.

Bilder:
https://plus.google.com/photos/114400986607884783562/albums/5943562921173167089
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ljubitelj gora9. 11. 2013 14:00:55
Noch ein Video vom Visoki Kurji vrh:
http://www.youtube.com/watch?v=1_4qLBU39BE
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Edina19. 10. 2014 22:03:11
Gestern von Koča za Lepim vrhom zum Sattel Velika trata und über östliche Hänge der Tišlerica zum Sattel zwischen ihr und Mojstrovica. Von da zum Grat und über Mojstrovica zum Visoki Kurji vrh. Erst auf dem Gipfel wärmt uns die Sonne und wir bekommen Ausblicke. Rückkehr ins Belca-Tal vorbei am Vretov vrh; wegen falscher Richtung ziemlich anstrengend.

Die Straße ins Belca-Tal ist wegen Bergsturz noch immer gesperrt. Schild steht gleich am Anfang der Abzweigung von der Hauptstraße und so hat sich dort eine Art Parkplatz gebildet, der dringend mindestens einen Müllbehälter bräuchte, weil Leute Müll herumwerfen. Ich habe eine Tüte davon und einen großen Karton aufgesammelt, konnte sie aber nicht mitnehmen. Vielleicht liest jemand, der weiß wen man benachrichtigen muss, das und unternimmt etwas.

Mehr über die Wanderung von einem Tal ins andere am Link

http://stezeinsledi.blogspot.com/2014/10/meglen-vzpon-in-strm-spust.html
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Janez Seliškar22. 10. 2015 18:16:09
Anstieg beginnt am Srednji vrh, genauer bei Bauernhof Vavčar. Weglos zum Grat, bzw. zum ersten Gipfel Vavčarski Vršič. Steige gut sichtbar eine Weile, dann verschwindet sie weiß nicht wo. Wir umgehen auf nördlichen steilen Hängen, die stellenweise vereist sind. Warmes Sonne lockt zum Sattel im Grat. Von hier ist der Pfad, der mehr oder weniger am Grat verläuft, gut sichtbar. Am Abzweig links und bald sind wir "Pri zajli". Die Seilversicherung ist neu, aber nicht ganz montiert. Durchgang dennoch kein Problem. An Nordhängen gelangen wir zu Schneeflecken, die uns bis Planina Bašca begleiten. Steig oberhalb der Alm verliert sich bald im steilen Gras, am Grat finden wir sie wieder. Rechts abbiegen und auf weißem Teppich zum Gipfel. Abstieg zurück zum Sattel und weiter auf gut sichtbarem Pfad zum Sattel zwischen Tišlerica und Grajščica. Hier links abbiegen und über Pfad und später steile Forststraße zur Jagdhütte za Lepim vrhom. Zurück nach Srednji vrh auf der Straße.
Steiles wegloses Gelände oberhalb der Vavčar-Kmetija1
Aussicht vom Grat ist ausgezeichnet2
Auf dem Grat zum Wegekreuz3
Orientierungspunkt Pri zajli4
Planina Bašca5
Über steile Wiesen zum Bavh-Grat6
Vom Gipfel entlang dem Grat nach Norden7
Abstieg zur Jagdhütte8
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Janez Seliškar1. 01. 2016 10:41:37
Start vor dem Felssturz auf der Straße durch Belce-Schlucht. Steil bergauf auf Jagdsteig zum ersten Abzweig. Weiter auf schwach sichtbarem Pfadchen gerade am Grat. Auf mehr oder weniger sichtbarem Pfad zur Tränke mit Trog. Weiter leicht links und bergauf zum Vretov vrh, ausgezeichneter Aussichtspunkt. Dann Querung vereiste, teils verschneite NO-Hänge des Gipfels zum Sattel, wo Steig wieder gut sichtbar. Am nächsten Sattel rechts zum tollen Aussichtspunkt Vršič. Ab zum Sattel und Gratpfad durch Grün zum Gipfel. Abstieg am SW-Grat, aber bald rechts weglos zur Planina Bašca. Links weiter über Übergang "Pri zajli" zur Pfadgabel. Links abbiegen und zum Sattel unter Fajferca weiter. Dann auf mehr oder weniger ausgetretenem Pfad unter Vretov vrh. Rechts unter Gipfel weiter und zurück zur Tränke. Ab zur Straße auf bekannten Pfadchen. Ohne Orientierungssinn schwer, Pfadfortsetzung an manchen Stellen zu finden.
Anfang des Pfades1
Durch einen Nebelstreifen2
Der Blick auf Martulj'k ist wunderschön3
Tränke, wichtige Wegkreuzung4
Der Gipfel ist ein ausgezeichneter Aussichtspunkt5
Am Silvestertag6
Alm Bašca7
Richtung Fajferca8
Skulptur am Pfad9
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BananaBronson26. 11. 2018 22:50:47
Gestern wollten wir von Vavčar zum Hohen Gipfel, aber der Schnee hat das Gratqueren so gewürzt, dass wir zu wenig in der Hose hatten. Stattdessen haben wir uns über den unteren Weg zur Alm Bašca durchgekämpft, und auch dort war das Überqueren der tiefsten Rinne nicht ganz harmlos.

https://www.mojstr.si/2018/11/v-divjini-nad-hladnikom.html
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BananaBronson2. 12. 2019 14:38:40
Zum 1. November sind wir wieder zum Hohen Gipfel von Vavčar aufgebrochen. Diesmal erfolgreich, den Kreis haben wir mit Mojstrovica gewürzt. Angesichts des Wetters ist der Bericht über (ideale) Verhältnisse schon irrelevant, aber trotzdem:

https://www.mojstr.si/2019/11/visoki-vrh-ob-letu-osorej.html
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Bojan_A20. 06. 2020 20:59:47
Belca-Hoher Hühnergipfel- Schwarzer Gipfel-Jepca- Belca:

https://bojanambrozic.com/2020/06/20/visoki-kurji-vrh/
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suhy31. 10. 2021 11:23:14
Gestern planten wir, den Visoki Kurji vrh anzugehen und hofften, vom Abzweig der Hauptstraße hoch in die Höhen auf der neu gebauten Forststraße ziehen zu können. Aber kein Brot aus dem Mehl, denn eine Sperre mit Warnung, dass der Durchgang wegen Minenräumung strikt verboten ist, hielt uns schon gleich unerbittlich auf. Was nun, 700m ü. NN und 1128m unter dem Ziel und stellen die verhängnisvolle Frage? Etwa müssen wir diese Mengen Höhenmeter abarbeiten? Wir kratzen uns kurz hinter den Ohren und erkennen leise, dass nichts anderes als zu Fuß geht, da uns die Flügel noch nicht gewachsen sind. Da wir nicht auf selbstgebranntem Schnaps dahergeschwommen sind, beißen wir mutig in die unfreundliche Steilheit über uns, durchzogen von einer Menge mehr oder weniger nachverfolgbarer Wege und Pfade, bei denen man oft nicht weiß, ob tierischen Ursprungs oder menschlich. Reichlich mit Papier- und elektronischen Karten versorgt erkennen wir schnell, dass diese Wege sehr unterschiedlich eingezeichnet sind. Aber vergangene Erfahrungen haben uns gut gelehrt, dass Wege auf Karten in der Natur oft fehlen oder umgekehrt. Als Top-Pfader und Großmeisterin des Verlaufen-Offtrail schafft sie mit Navi-Support im Dickicht zu erkennen, wo einst menschlicher Fuß oder Tierhuf trat und durchzubrechen zum Gipfel (siehe unsere Spur). Dort merkt man schnell, keine Zeit mehr für Angriff auf Mojstrovica, Tišlerica und Grajščica. Um die Tour doch etwas aufzupeppen, nehmen wir vom Gipfel entlang des Grats Richtung Vavčer (Rez)-Grat, hoffend, dass Gratwege wegen ihres Reizes und weiten Blicks immer mit irgendeinem mehr oder weniger erneuerten Pfad geschmückt sind, aber schon nach ca. 200m, als wir hoffnungslos im "wogenden Meer" üppigen Latschen untergehen, kommt Vernunft. Etwas verärgert, dass wir den Offtrail nicht erfolgreich hinkriegen konnten, wiederholen wir zum Gipfel. Auf grasigen Hängen über Alm Bašca erkunden wir Pfadfragmente, auf denen wir zur Jagdhütte (?) mit Buch absteigen. Hier stellt sich erneut die Dilemmata, wo und wie elegant zum Auto zurück, vor allem nicht im pechschwarzen Dunkel suchen müssen. Unter vielen Optionen plädiert der männliche Teil für Direttissima vom Vavčer-Grat (Abzweig 1550m) über Strmi graben und Abstieg unter Vretov vrh zum Start, der weibliche schwärmt für Gratvariante über Raz zur Vavčar-Hof über Gozd Martuljek, dann Forststraße zurück. Da Männlein kehrt, Weibchen dreht, wählen wir die feminine Variante. Im Dämmerlicht erreichen wir den Hof, begrüßt von Hundegebell - glücklicherweise hinter Elektrozaun -, im Finstern mit Kopflampen marschieren wir noch 5km, die letzte Hälfte asphaltiert, denn definitiv kein Enthusiasmus mehr für nächtliche Offtrail-Forschungen. Trotzdem alles genossen mit Fülle aufgezeichneter Highlights Ž&M.nasmeh
unser Weg1
über Martuljek2
Špik3
über Martuljek4
Herbst5
VKV6
Kepa7
Kepa8
Kepa und Bergsteigergruppe9
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Vajnež mit Stol11
Bašca12
Bašca13
über dem Vavčer-Grat14
einsam über dem Tal15
auf einsamen Pfaden16
unter den Klippen17
Alter18
Dunkelheit über dem Špik19
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n3jc23. 03. 2023 21:16:30
Gestern zum Vretov vrh über Variante am Teich im Wald vorbei und quer mit sanftem Anstieg zum Rücken, wo ich rechts abbiege und zum Quell/Brunnen komme. Die sitzenden trockenen Gräser unterwegs waren viel angenehmer als das lebendige Grün, das man hier im Sommer aufsaugen kann. In höheren Lagen sind die weniger sonnigen Waldteile noch immer schneebedeckt.

Beim Rückweg beschloss ich, die Barakarjeva spica zu erkunden und stieg ihren Grat ostwärts ab, sodass links der Vrsni graben und der Vrsic-Jurckova-pec-Grat lagen. Der Grat war ziemlich steil und ich stieg weit hinab, einst gab es hier einen Pfad, es gab sogar Spuren von Pflege, aber alles roch stark nach Verwahrlosung. Als ich zunehmend zweifelte, ob etwas daraus wird, verwandelte sich der zweifelhafte Trampelpfad plötzlich in einen konkreten Pfad, der rechts vom Grat abzweigte. Freude aber kurzlebig, denn nach ein paar Dutzend Metern hinter dem attraktiven bequemen Bogen um die Wand stand ich vor einer Querung, die die mit dickem Laub bedeckte Waldsteilung mit starker Neigung schnitt. Abrutschen könnte langen Rodel bedeuten... Hab nicht weiter gemacht und Rätsel bleibt, ob es einer jener Pfade war, die erst viel versprechen und dann irgendwo verschwinden...

Umgedreht und gleichen Weg zurück - zuerst weit bergauf die klebrige Steilheit am Barakarjeva-spica-Grat, dann am Brunnen vorbei zurück ins Tal auf dem Morgenpfad.

Zecken in diesen Gegenden sind massenhaft und dieses Jahr schon aktiv und haben wir nach der Tour vom Hund abgesammelt. mrk pogled
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suhy15. 10. 2023 21:31:42
Verbrecher kehren zum Tatort zurück, sagt ein altes Sprichwort. Na, Verbrecher sind wir nicht gerade, aber wir kehren gerne zu ungewöhnlichen, abenteuerlichen, geheimnisvollen Orten zurück, kurzum besonderen und anziehenden. Und nach zwei Jahren greifen wir samstags wieder den Visoki Kurji vrh an. Ausgestattet mit eigener Autorenspur im Garmin, ca. 1km von Belca von der Straße beißen wir selbstsicher in die Steilheit und nach unter 3 Std sitzen wir schon auf sonniger und für die Jahreszeit ungewöhnlich warmer Spitze. Wenn wir mit Getränk und Essen die Seele binden, nehmen wir vom Grat zur Mojstrovica steile Wiesen zur Jagdhütte auf Pl. Bašca, dann Steig zum Rez-Grat (manche nennen ihn Vavčarski greben). Auf dem Sattel ca. 230m vom Rez-Gipfel (1412m) entdecken wir eine Spur abwärts ins Tal. Die würde den Weg kürzen, denken wir, kein ganzer Grat und vorbei Hof Vavčar mit grässlichen Hunden zum Auto. Obwohl keine Spur solcher Talspur in Papier- oder virtuellen Karten, trotz dichter Latschen die konkret Steilheit versprechen, wagen wir das Glück. Und nach ca. 40Hm Abstieg leider nicht gefunden. Weg endet kläglich in Trampelpfaden, Sprüngen, Felsen und Wänden, lieber zurück zum Grat als Herumirren in Wildnis, wo kein Menschenfuß trat. Keine Blamage, dass GRS sich mit unvernünftigen Abenteurern rumschlagen muss oder gar unsere "Berühmtheit" in der Schwarzen Chronik besungen wird.

Gedreht wie Brezeln schlüpfen wir Vavčar-Hunden auf Abkürzung aus und anders als vor zwei Jahren, als wir im pechschwarzen Dunkel am Karrenweg zum Komunala Kranjska Gora Werk stapften, gehen wir Steig bei 1000m der zu Belca über Beli, Kladnikov und Strmi graben windet. Um späte Stunde, nach 17, doch etwas Sorge, ob bei diesem Jahr Fluten in Slowenien alle drei Gräben passierbar. Glück den Tapferen, Riskierer gewinnt, glaube an dich und folge deinem Pfad, wo Wille ist, ist Weg, … und los. Bis Beli graben bequemer Karrenweg, Überkreuzung einfach, voraus ordentlicher Steig leicht folgbar. Kladnikov graben auch gangbar, vor Strmi graben bei fast 1200m verschwindet Weg ganz in steilen Matten, aber in maPZS, Mapy.cz u.a. digitalen Karten präzise genug eingezeichnet, um mit Navi zu folgen. Als wir im Dunkel auch Strmi graben durchbrechen, der durch wildes Gelände etwas anspruchsvoller, fällt Stein vom Herzen, da zum Auto nur ca. 700m Luftlinie, auf Karte gezeichnete Spur sollte von 950m sanft talwärts, Nachtgehen kein Problem. Dann Schock. In Rinne ca. 180m von Strmi graben hat Felssturz ca. 30m Weg weggerissen/erz, Geländeform, Schutt auf steilen Platten und Abraum unterweg praktisch kein sicheres Überqueren. Schnell klar was kommt. Stoisch Stirnlampe an, 180° drehen und schicksalsergeben gegenläufig im Dunkel marschieren. Noch unerwartete 5km Lauf, 200Hm Aufstieg und heldenlos zum Start zerren auf Variante von vor 2 Jahren. Und zum Schluss bescheidene Stats: 19km in 10,5Std, 1685Hm Aufstieg, zum Würzen Hausarbeiten genau 36 Zecken zu Hause entfernt. Ach ja, Trost spendeten mind. 3 kapital Steinpilze am Weg und heute auf Teller.

Also allen Abenteurern, Offtrail-Fans, Zufalls Wanderern, Erforschern unnützen Welten u.ä. die diesen Weg planen, raten wir dringend ab. Trotz aller Pannen ehrlich genossen Ž&M nasmeh
Unser Umherirren1
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Auf dem Gipfel3
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Kresišče5
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ločanka16. 10. 2023 06:00:49
Bild 11 siegtnasmeh. Auf welchem Teil des Weges entstand das Foto?
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suhy16. 10. 2023 10:13:18
Aufnahme entstand etwas vor der Gabelung, wo Steig abzweigt vorbei Fajferca (1572m) zum Vretov vrh (1628m). Auf beigefügter Kartenbild ca. Position mit blauer Linie markiert. Wahrheitsgemäß muss man zugeben, dass Bild 11 etwas in Photoshop frisiert ist, Wolken und Sonnenstrahlen betont. Fotografie ist leider nicht mehr was sie in analoger Vorgeschichte war - Abbild der Realitätnasmeh
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Kafetarca16. 10. 2023 18:47:55
36 Zecken im Oktober... Brrrr
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palček plezalček16. 10. 2023 20:33:53
Wenn vor Strmi Graben auf dem Weg, der ihn leicht aufwärts kreuzt, könnte man zum Gratweg stoßen, auf dem ihr morgens aufgestiegen seid.
Der auf maPZS fast horizontal eingezeichnete ist mir unbekannt, der aufwärts war in der Natur nicht existent oder hier und da als Trampel sichtbar, hat mir aber keine übermäßigen Probleme gemacht. Auf diesem Abschnitt (blau auf beigefügtem Bild markiert) halfen mir einst gesägte Bäume, deren hohe Stümpfe wie Männchen wirkten. nasmeh

Danke für Hinweis auf Zeckenmassen. Wollte morgen dorthin, warte aber lieber noch etwas.
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suhy17. 10. 2023 12:36:39
Plezalček, voll thx für Info. Als uns Samstag die Graben aufgehalten hat und wir nicht weiterkonnten, haben wir auch an diese Variante zum Gratenweg gedacht, aber dann neben 200 Höhenmetern noch +240m Aufstieg, was nach neun Stunden Berglaufen und obendrein stockdunkel nicht lockte. Im Dunkeln zu riskant. Dazu nicht ganz sicher, ob die nach Karten steile Variante überhaupt gangbar ist, nie dran gewesen. Jetzt wissen wir, sie ist für erfahrene Steigführer, nächstes Mal in diesen schönen wilden Ecken. Dann natürlich dick mit Zeckenmittelnasmeh
(+1)gefällt mir
palček plezalček17. 10. 2023 12:58:38
Suhy, denke ihr habt sehr klug entschieden. Nicht geeignet für Suchen im Dunkeln, da Aufstiegs- oder Abstiegsrichtung (ich bin hier abgestiegen) nicht ganz evident. Obwohl Variante logisch wirkt tj. Grat, nicht ganz. Braucht Gefühl und etwas Glück bei besten Übergängen und wie du sagst, blauer Teil ziemlich steil, aber nicht bös.
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