| jojoj18. 01. 2016 00:49:59 |
Wasser-Minze - Mentha aquatica Sage ich noch zwei drei Dinge über Wasser-Minze, dann gibt die alte nervige Hexe endlich Ruhe und lässt Platz für andere Themen. Das ist die zweite Pflanze, an der ich mich beim Eintreten ins Portal „hribi“ gestoßen habe, daher nenne ich einige Argumente, dass die Pflanze bei Karera, zu der ich schon eine Bemerkung gemacht habe, keine Wasser-Minze sondern etwas anderes ist. Kurze Beschreibung: Wasser-Minze - Mentha aquatica (L.) Der Kelch ist außen dicht kurzbehaart. Das Blütenstand ist endständig, mehr oder weniger einheitlich, aus stark angenäherten scheinbaren Wirbeln zusammengesetzt, deren Tragblätter gleich lang oder kürzer als die Blütenstände sind – kaum wahrnehmbar (und viel kleiner als die Stängelblätter), und ist kopfig (oben kugelig) weniger als 2x so lang wie breit. Können auch 1-2 Blütenstände aus scheinbaren Wirbeln unter dem Hauptstand in den Achseln oberer Blätter auftreten. Stängelblätter sind immer deutlich gestielt mit 15-25 mm langem Stiel kurz behaart auf beiden Seiten oder oben fast kahl. Es ist eine Pflanze 15-50 cm hoch mit Zwergenformen, die im Wasser belaubt sind und gedeiht nur auf feuchten Standorten, oft versumpft oder gelegentlich überflutet. (nicht nur feucht) Minzen aus der Gruppe M. x piperita agg. (Aggregat – Gruppe) haben z.B. Blütenstände, die 2-4 x so lang wie breit sind. Kelch außen kahl oder spärlich behaart. Blätter können kahl oder stark behaart sein, gestielt mit Stiel kürzer als 15 mm. Minzen aus der Gruppe M. spicata agg. haben endständige Blütenstände mehr als 4x so lang wie breit und können einheitlich oder mehrmals unterbrochen sein, Blätter meist sitzend nur untere kurz gestielt. Bezüglich Minzen mit länglichen kegelförmigen Blütenständen, zu denen ich mich schon geäußert habe, sage ich, dass Minzen insgesamt ein anspruchsvolles Genus zur Bestimmung sind, besonders die Gruppe M. spicata agg. mit länglichen spitzen Blütenständen. Wegen großer Variabilität innerhalb der Arten selbst und zahlreicher gegenseitiger Bastarde, die fruchtbar oder unfruchtbar sind und vegetativ vermehren können. Zur Illustration gehören dazu z.B.: M. spicata; M. longifolia, M. x rotundifolia, M. x villosa, M. suaveolens, M. microphylla („x“ im Namen bedeutet Hybrid), und noch mehr gäbe es. Die nächste Gruppe Minzen sind Minzen mit unterbrochenen Blütenständen – bestehend aus scheinbaren Wirbeln in den Achseln der Stängelblätter (Tragblätter des Blütenstandes) an den Knoten, von denen relativ leicht erkennbar der Polei (oder Poleiminze) M. pulegium ist, der Tragblätter etwa gleich groß oder nur etwas länger als der Blütenstand hat. Andere Minzen dieser Gruppe einschließlich Acker-Minze M. arvensis haben Tragblätter viel länger als die Blütenstände. Etwas herausstechend ist M. arvensis, die normal fruchtbar mit entwickelten Staubbeuteln ist und bei der die glockenförmige Kelch kaum sichtbar venig ist, andere haben verkümmelte Staubbeutel und Kelche mit stark vortretenden Rippen. Ich wiederhole die gleiche Bitte wie beim Scopolijev-Grint. Auch hier wäre es schön, wenn Moderator oder Autor den Namen bei den veröffentlichten Fotos von Mentha aquatica zu Mentha spicata agg. ändert. Alles mit dem Ziel, dass falsche Angaben sich nicht verbreiten und Verwirrung unter Naturliebhabern stiften. jojoj
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