Noch immer weiß ich nicht, wie nach vielen weglosen Pfaden, wo keine Sicherung war, ich noch hier unter euch bin. Besonders erinnere ich mich an drei, die tief in mir geblieben sind. Wie jene zwei Teenager im Zelt, haben wir systematisch alles nacheinander erobert, was wir mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichten und was uns damals geboten wurde. Vor allem war schon völlig am Limit der Aufstieg über Hanzova auf Prisojnik, wo 87l keine Sicherungen gab und wir lieber Felsen hielten als rostige, hängende und selten genutzte, rostige Drahtseile. Über Hudičev steber, über lojtra entscheide ich mich, quer über die Wand zur Ablachung zu gehen, Kollege ging über den Weg. Na die Wand gab zuerst gute, feste Griffe (ob. Teil des Bergs aus altem Gestein), später wurde die Wand immer steiler, klettertechnisch. Ein Griff bricht bei rechter Hand, Tritte schwächer, linke hält glücklicherweise noch. Allein mitten in der Wand, tief unten Fichtenwipfel. Für einen Moment ergreift mich Unbehagen, dann geistige Umkehr in die Tiefen meines Selbst - sammle dich und denk an nichts, konzentriere dich und vorsichtig, fein weiter. Freund beobachtet mich schon oben am Grat und hält sich den Kopf wegen jenem Steins, der ins Tal sauste. Gib mir Ruhe sag ich ihm! Klettere ein bisschen links, bisschen rechts um fehlende Griffe zu finden, klettere, Freund zieht mich noch mit der Hand über den Gipfelrand des Grats. Fühlte mich wie wiedergeboren. Nächster solcher, aber leichterer Fall war, als wir über Taška rechts über steile Gräser auf Kalška gora stiegen, wo wir beide wegen der Neigung trotz festem Halten am Unterwuchs wie Spinnen abwärts rutschten. Nothilfe war nur, auf allen Vieren zu beschleunigen, wie Katze auf Baum klettert wenn erschreckt, bis wir festeren Boden unter uns erreichten. Und jener Januar-Marsch auf Stol, als der Nordwind solche Kraft hatte, dass er uns trotz Liegen am Boden anhob, dass ich als 12-Jähriger einfach die Hosenbein des Vorderen packte. Interessant war auch der Abstieg von Vel. Martuljška Ponca (Zustieg leicht), wo ich als immer Erster mit Nase für Übergänge den Kollegen sicher brachte, der bergab immer etwas schwächer war als ich, bis zum oberen Schuttfeld unter der Wand. Danach bogen wir noch zur nahen Mala Ponca ab, wo wir auf 8m Felsblock und Haken mit verwittertem Seilende stießen. Genervt rieche ich Durchgang links und rechts im Graben erreichen wir Sattel 2450m hoch. Könnte noch mehr beschreiben, aber Rok auf Hribi net würde mich schon schräg anschauen. Lp-Rok