Wie Kinder für die Berge anbinden?
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| ursula1000757. 07. 2011 06:45:36 |
Mit den Kindern gehen wir in die Berge und mich interessiert, wie man Kinder richtig anbindet. Wir haben je einen eigenen Gurt und drei Ferrata-Sets, ein Seil und noch zwei Karabiner. In die Seilschaft würde ich mich, Mann und zwei Kinder stecken. Interessiert mich, ob ein Erwachsener - ein Kind oder alle vier in eine Seilschaft, oder Erwachsener vorne, ...?
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| JR_1127. 07. 2011 08:30:51 |
Vielleicht wären Infos zum Alter der Kinder nicht schlecht, wohin ihr geht, wie erfahren ihr beide mit Mann seid, ob jemand von euch schon am Ziel eurer Tour war oder ihr alle hingeht zum ersten Mal...?
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| Santi7. 07. 2011 09:59:19 |
Zwei Seilschaften, natürlich braucht man Grundkenntnisse im Bewegen damit, bzw. Seilführung, sonst wird's gefährlich für alle Beteiligten...
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| ursula1000757. 07. 2011 10:34:08 |
Kinder sind 10 und 11 und sehr "gehfreudig", gut bergkonditionell vorbereitet. Wir würden über Tominškova gehen. Mit Mann haben wir etwas Erfahrung in Kaminen, aber nicht mit Seil.
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| Žiga227. 07. 2011 16:22:31 |
Seilschaften eignen sich höchstens für Gletscher, und auch das nur wenn jeder Pickel und Steigeisen hat. Für Tominškova-Weg für Kinder am besten Selbstsicherung. Wenn ihr dort eingeseilt seid und jemand die Bahn runterkracht, zieht der Fallende die anderen einfach mit. Auf Gletscher wenn jemand in der Seilschaft ausrutscht, können die anderen mit Pickel und Steigeisen stoppen, so in Felsen aber bevor ihr kapiert was los ist, seid ihr alle in der Luft (Richtung - Tal :P) alle in der Seilschaft.
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| JusAvgustin7. 07. 2011 16:38:12 |
wo hast du das gelesen, dass Seilschaften höchstens für Gletscher geeignet sind? für Tominškova empfehle ich, dass die Kinder auf den gefährlichsten und exponiertesten Stellen selbst sichern, z.B. Übergang zur Wand und diese Preška, bis zur Wand ist ein gutes Stück zu laufen, also können sie ungesichert gehen. Der Sicherer soll ständig den Schritt des Kindes beobachten (dem Gesicherten zugewandt), wenn einer drüben ist, dann den anderen. Sonst hat Tominškova nur zwei oder drei Stellen, wo Sicherung nötig ist. Kinder sollen Zweiteilgurt haben, mit "Achter" einbinden, Eltern sollen Kinder nicht an sich sichern, sondern feste Stelle oder Standort suchen und mit Halbmastwurf oder Platte sichern... "Seilschaft nur für Gletscher" wo nimmst du das her Gruß
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| Zebdi7. 07. 2011 17:28:54 |
Žiga, setz dich mal. Beim Klettern in den Bergen klettert man als Regel immer in Seilschaften, außer denen, die solo klettern natürlich. Du meinst wahrscheinlich Gehen in Seilschaft ohne Sicherung am Felsstandort (d.h. fester Punkt, den JusAvgustin erwähnt). Richtig, auf flachem Gelände können die anderen grundsätzlich den Fallenden in der Gruppe stoppen, wenn er in eine Spalt fällt, umso mehr die Sicherungsknoten am Seil. Was die Seilschaft auf steilem Hang betrifft - DAV hat früher Tests gemacht, um die Möglichkeit zu prüfen, die ganze Seilschaft zu stoppen, wenn ein Mitglied abfliegt. Ergebnisse? Auf steilen Geländen besser klassisch sichern - also am Standort, oder ungesichert gehen. Sturz eines führte in den meisten Fällen (wenn nicht allen) zum Sturz der ganzen Gruppe. Für mehr Details nimm Pit Schubert - Gefahren in den Bergen 
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| Žiga227. 07. 2011 17:34:25 |
Von älteren Alpinistenkollegen. Genau das habe ich gehört, als jemand vor einiger Zeit dasselbe zu Seilschaft mit Kindern fragte. Freie Seilschaft (ohne feste Stelle) ist hier sinnlos. Auf Tominšek-Weg ist Selbstsicherung total ok. Seilschaft auch möglich, aber - wie du geschrieben hast - Sicherer an Wand befestigt (dieses "Detail" habe ich vergessen). Da sie nach Seilschaft fragen, meinen sie (zumindest wie ich verstanden habe - "alle vier in Seilschaft") dass Gesicherter und Sicherer gleichzeitig sich bewegen - auf Gletscher klappt das, hier nicht.
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| Santi8. 07. 2011 00:39:54 |
Na Žiga, laber nicht..., das hat sie gefragt: "Interessiert ob ein Erwachsener - ein Kind oder alle vier in eine Seilschaft, oder Erwachsener vorne, ...?". Kann auf Stand sichern ("kritische Stellen"), beim Bewegen beider auf kurzem Seil, aber musst das beherrschen und spüren, was der Gesicherte macht.
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| ursula1000758. 07. 2011 06:10:01 |
Ich meinte Seilschaft so, dass Kind und Erwachsener an die Wand binden, gleichzeitig Kind noch an Erwachsenen. Geht um doppelte Sicherung, weil Kinder beim Klettern vor Vergnügen vergessen können, Selbstsicherung zu verschieben, Problem entsteht bei Klinen, wo Selbstsicherung schwieriger ist. Aus oben habe ich gute genug Antwort bekommen, wie sichern auf Zügen. Interessiert noch Seillänge zwischen Gesichertem und Sicherer. Danke für Antworten.
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| JR_1128. 07. 2011 07:07:19 |
Wenn du geschrieben hast, ihr habt "drei Ferrata" (nehme an, du meintest drei Selbstsicherungs-Sets), schlage vor, noch eins zu kaufen oder auszuleihen. Dann jeder Selbstsicherung, Kinder an euch und Mann roped mehr für Sicherheitsgefühl als echte Sicherheit. (Kinder fühlen sich sicherer sicher, ihr auch... auch wenn vielleicht "nur im Kopf") Wenn wirklich sichern willst, müsstest du jeden Abschnitt vorne klettern (natürlich unter Bedingung "Führer fällt nie"), Anker bauen und dann mit Platte Kindes Aufstieg sichern - Mann gleich für anderes. Und das sinnvoll nur auf exponiertesten Stellen, wo Kinder Angst haben und kein Zug. Vielleicht findet ihr so eine gar nicht... vieles ist psychische Vorbereitung. Probiert "Seilschaft" erstmal paar Mal auf Pogačnik-Weg zur Grmada (Šmarna gora) und dann auf etwas schwerere Gradiška-Tour über Vipava. Vielleicht noch ähnlich woanders, aber das fällt mir zuerst ein. Kinder bekommen Gefühl für Fels klettern, ihr für Sicherung, Seillänge, Zeitaufwand etc...
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| gornistvo8. 07. 2011 07:43:31 |
Verwendung der Seiltechnik im senkrechten Gelände ist sicherheitstechnisch wichtig, kann aber sehr gefährlich sein, wenn sie von jemandem ohne passendes Wissen ausgeführt wird, der Knoten und Manöver nicht kennt, sich der Gefahren einzelner Situationen oder Folgen falscher Manöver nicht bewusst ist. Gleiches gilt für Führen auf kurzem Seil - Führerart der Seilschaftbewegung. Was ihr wollt ist eine gute und sinnvolle Idee. Grundsätzlich ist solches Sichern nicht allzu anspruchsvoll, wenn es von jemandem gemacht wird, der weiß wie. Schlage vor, nehmt einen Bergführer passender Kategorie mit, oder besser einen Alpinisten, der dafür sorgt, dass alles verantwortungsvoll und sicher gemacht wird. Viel Erfolg! P.S. warum passieren Unfälle? Sicher nicht wegen Wissen und Überlegtheit.
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