| JusAvgustin29. 01. 2010 20:07:16 |
Das erste Mal, als ich es auf dem Wappen des PZS sah, dachte ich „wo ist dieser wundervolle Berg?“, ich hatte keine Ahnung, dass es Jalovec ist und wo er liegt. Jahre vergingen, ich wuchs auf, wurde immer neugieriger, und die Hügel waren mir nicht mehr fremd. Erst letztes Jahr im Sommer schaffte ich es, ihn erstmals mit einem Freund zu besuchen, der wegen zu hartem Tempo das Ziel nicht erreichte und auf Kotovo sedlo wartete. Die nächste Idee war Jalovec im Winter. Lange habe ich diese Idee für mich behalten, da es mir damals unmöglich schien, besonders allein. Zufall führte dazu, dass ich über das Forum zwei kennenlernte, jetzt kann ich sagen Freunde, die sofort dafür waren. Entscheidung gefallen. Jalovec, bevor die Bedingungen schlechter werden. Die Tour war sorgfältig geplant und vorbereitet, Jalovec respektiere ich in genau dem richtigen Maße, nicht zu viel, nicht zu wenig. Gerade richtig, um den Gipfel zu erreichen und ins Tal abzusteigen. Wir starteten um 5:05 Uhr von Planica, erreichten die Tamar-Hütte in 35 Minuten, gingen am Haus vorbei den Jalovec-Markierungen folgend weiter. Gehen im Mondlicht war angenehm, gestört nur von der Lampe eines Tourenskifahrers, der hinter uns raste. Bis zum Einstieg in den Jalovec-Ozebnik verging die Zeit extrem schnell, da wir unterwegs den ersten Morgenrot und den Tanz der Schatten an den Wänden von Vevnica und Kotova špica bewunderten. Gehen durch den Ozebnik war etwas völlig anderes. Obwohl der Aufstieg kurz wirkt, war er lang wie ein Montag, aber wir erreichten den Ausstieg aus dem Ozebnik in relativ kurzer Zeit. Oben am Ozebnik gönnten wir uns eine verdiente 15-minütige Pause, dann weiter zum Gipfel von Jalovec durch den sogenannten Winterkamin. Dort steigt der Weg steil zum Gipfelgrat von Jalovec auf, der Gipfel selbst ist von dort noch 5 Minuten entfernt. Oben hielten wir nicht lange aus wegen Wind mit über 50 km/h und Temperatur -19 Grad. Gefühlte Kälte -29 Grad Celsius. Gipfel erobert, folgte der komplizierteste Teil der Tour—Abstieg. Bei Abstiegen passieren die meisten Unfälle, Konzentration auf Höchstleistung. Adrenalinreicher Abstieg über extrem exponierte Traverse und Rinne zum Einstieg oben am Ozebnik, dann Abstieg durch den Ozebnik runter. Bald kamen wir an die Stelle, wo wir morgens die Steigeisen angelegt hatten, von dort bis Tamar nur gemütliches Schlendern. Die Tour prägt sich uns für immer ein, nicht wegen Aufstiegschwierigkeit, gefährlicher Querungen, Klettern im Kamin usw., sondern einfach weil sie großartig ist. Stark empfohlen allen mit mindestens einem Funken alpinistischem Geist und die dazu fähig sind. Verhältnisse: Spur vom Hüttenhaus bis Ozebnik gemacht, Ozebnik wie gepiste (harte Basis, kein Sulz), weiter ändern sich die Verhältnisse. Im Winterkamin ideal, am normalen Winteranstieg teilweise einbrechen. Grat begangen, Traverse hart. Persönlich rate zu zwei Eispickeln und Klettersteigeisen (Winterkamin), Absicherung nicht nötig, kann solo gemacht werden. Winterkamin vereist, ohne Löcher, stellenweise eisig, kurzum super Kletterspaß. Gehzeit: Planica-Tamar 35 Minuten Tamar-Ozebnik 3 Stunden 30 Minuten Ozebnik-Jalovec Gipfel 50 Minuten Gipfel-Tamar 3 Stunden 5 Minuten Zeiten nur informativ.
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