| VanSims5. 09. 2013 19:30:06 |
Für einen so bekannten und überlaufenen Berg (noch schlimmer als Triglav) habe ich mich entschieden, mein eigenes Thema zu eröffnen, und es wundert mich, dass noch niemand etwas darüber geschrieben hat. Berg wie Berg, ja interessant mit vielen Wegen von normalen Wanderungen bis zur extremen Kletterei (Jubileumsgrat, D III-), aber solche gibt es einige. Na ja, dieser Berg hat das Pech, der höchste Gipfel Deutschlands zu sein. Eigentlich teilen ihn Deutschland und Österreich, bzw. nach den Schildern oben: Bayern und Tirol. Auf ihn führen von beiden Seiten Seilbahnen, und die Folge ist... ähm... Bisher habe ich die Idee einer Seilbahn z.B. wenigstens bis Kredarica nicht so verachtet... aber wenn man Zugspitze einmal sieht, kann man schnell zum erbitterten Gegner davon werden.  Zum Berg führen mehrere Wege, sowohl von deutscher als auch österreichischer Seite. Da normales Wandern nichts für mich ist, geschweige denn einfach mit Seilbahn hochfahren, habe ich den einfachsten Kletterzugang gewählt. Der ist aus dem österreichischen Ehrwald, von wo auch die Seilbahn der österreichischen Seite geht. Nach Nacht im Auto auf dem Parkplatz bei der Seilbahn wach um ca. 7 Uhr und starte erst um 8 Uhr. Da ich bergab mit Seilbahn runterfahren will, kann ich mir späten Start leisten. Start gleich hinter Seilbahn. Schild sagt ca. 3h zur Wiener-Neustädter Hütte (Kletterstart). Bin in ca. 2,5h da. Weg zur unteren Talstation erst rechts dann links und hoch über Wiese, mittendrin plötzlich links, nach 10-15 Min. quer über Schutt, der mir nicht so schlimm vorkam (Stöcke helfen, nicht Pflicht). Nach Schutt (hier erste richtige Ausblicke auf umliegende Berge) hoch in Serpentinen zu Plateau mit verlassenen Haus (vielleicht alte Hütte, alte Zwischenstation... ). Von dort kurzer Grat hoch dann unter Seilbahn quer, gleich danach erste Sicherungen, mehr für exponierte Flanke. Bald an Schild 5 Min. zur Hütte und tatsächlich bald da. Preise in Hütte für Zugspitze-Ziel moderat. Sicher niedriger als Triglav. Stärke mit Meerrettichwurst mit Brot (3,50 EUR) und Kaffee (2 EUR günstiger als Tal, da Kaffee in Österreich teuer). Zum Kletterstart noch ca. 15-20 Min. Schuttquerung dann am Einstieg Ausrüstung an und los! Ähnlich wie Alpspitze, Anfang spannend dann leichter. Erst moderat hoch dann steiler durch wahrscheinlich schwerste Stelle (B), natürlicher Kamin mit Haken. Kletterei steil noch eine Weile dann wird's flacher. Zieht sich nicht so wie Alpspitze, da abwechslungsreicher nicht nur monotone Leiter. Weg nicht komplett gesichert, interessante freie Kletterabschnitte (max. I) sogar Wanderung dann Seil, Weg wechselt. Trotzdem insgesamt 2-2,5h von Hütte zum Gipfel und konditionell anstrengend. Auf Grat denkst du schon da, aber noch 20 Min. gesicherter Gang zum Gipfelplateau. Dort Kulturschock! Wirklich mind. 10x mehr Leute als Triglav, Souvenirs, Restaurants... Kein weiter, hatte keine Zeit zum Schauen nur noch halbe Stunde bis letzter Bahn 16:30. Unten um die Zeit, in Ehrwald an Zapfsäule Bier und kein Eis also zurück nach Garmisch, dann nach Innsbruck und weiter oder nächsten Tag. 
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