| bagi9. 10. 2018 11:30:33 |
Ich eröffne ein neues Thema, um Erfahrungen zu teilen und gleichzeitig jemandem eine Idee für eine neue Herausforderung zu geben. Dabei ist es nicht wichtig, wie schnell du bist und welchen Rekord du stellst. Ebenso nicht wichtig, wo du zu Hause bist. Gorenjci haben es zum Triglav ein bisschen näher, die anderen eben etwas weiter. Wichtig ist nur, dass du für deine Seele und Freude wanderst . Die ungefähren Regeln sind folgende: 1. Du machst dich vom heimischen Türschwelle zum Triglav auf und gehst den Weg komplett zu Fuß 2. Du durchquerst ihn in einem Stück, natürlich aufgeteilt in so viele Tage, wie du je nach Distanz brauchst 3. Die Route kannst du nach Belieben wählen, ohne jegliche Einschränkungen Es wäre schön, wenn du deine Erfahrung mit anderen teilst. Viele sind nicht geübt im Planen solcher Wege und jede Info kann nützlich sein. Auch GPS-Tracks sind willkommen, wenn du dich damit auskennst. Unserer steht allen zur Verfügung (per E-Mail, im Profil) Also, wie wir gewandert sind... Tag 1 … wir sind jeder von unserer eigenen Türschwelle gestartet, Slavko von Lavrica, wir beide aus Grosuplje. Wir trafen uns auf der Burg Ljubljana, wohin wir über Golovec gegangen sind. Der Deal war, Hauptstraßen so weit wie möglich zu meiden. Überall natürlich nicht sinnvoll, und die Fortsetzung nach Podutik brachte uns ganz schön Asphalt. Zum Toško čelo kamen wir über Waldabkürzung, fortgesetzt auf markiertem Weg nach Topol und ein Stück weiter nach Gonte. Hier war das Ende des ersten Tages, lang 39 km mit 1350 Hm. Übernachten kann man in Topol in der Gaststätte Na vihri oder in der nahen Koča na Govejku, hilft auch Bekanntschaft. Danke Freundin . Tag 2 … Von Gonte Richtung Tošč, Selo nad Polhovim Gradcem bis Pasja Ravna. Schönes Wetter sorgte für angenehmes Gratkraxeln in den Polhograjci, nicht zu anstrengend, nur die Kilometer häuften sich schnell. Vom einst höchsten Gipfel der Polhograjci folgte kräftiger Abstieg nach Poljane und auf der gegenüberliegenden Talseite Aufstieg nach Žetina und Blegoš. In diesen Gegenden Markierungen nicht häufig, aber Einheimische kennen eh alle offiziellen und inoffiziellen Varianten. Zeit hatten wir gerade noch für Blegoš-Besuch und Tag beendet mit Abstieg zur Unterkunft. Koča na Blegošu muss ich besonders loben. Abendessen, Unterkunft, besonders frühes Frühstück ausgezeichnet, Personal freundlich. Übernachten auch einige km vorher in Gaststätte Blegoš am Javor. An dem Tag 33 km mit 2200 Hm. Tag 3 … Der anstrengendste Tag stand bevor, daher gestartet bei erstem Licht. Von der Hütte Abstieg zur Hauptstraße im Selška-Tal und Aufstieg zum Ratitovec aus Zalega log. Die Steilheit war heftig, klar haben wir gesiegt . Koča na Ratitovcu und Umgebung voll Wanderer, Fortsetzung über Altemaver-Grat zur Soriska planina fast niemand. Diese Ecken gut markiert, ebenso Abstieg von Soriska planina nach Bohinjska Bistrica. Kurz vor Camping und Gasthaus Danica abgebogen über Sava zur Radweg und in Ruhe und Stille zügig nach Stara Fužina gestapft. Uhr unbarmherzig, Tag verabschiedete sich. Koča na Vojah noch bei Dämmerung erreicht. Freundliche Betreuerin hat uns geholfen und schon abends Frühstück für nächsten Morgen vorbereitet. Wegen angesagter Nachmittagsregen früherer Start als üblich. Übernachten auch etwas vorher im Bohinj-Hostel. An dem Tag 40 km mit 1750 Hm. Tag 4 … Von Voj wegen schlechter Wettervorhersage schon um 6 Uhr losgelaufen. Irgendwie passte es uns nicht, wenn Regen das große Finale verhinderte. Unter keinen Umständen unnötig riskieren, daher Tempo erhöht. Vorbei an Vodnikova koča, Planika und Gorjanska smer Triglavgipfel deutlich vor offiziellen Zeiten erreicht. Lohnt sich, da gleich nach Abstieg zur Koča na Kredarici Schnee anfing. Erst in der Hütte richtig durchgeatmet und mit frischem Kaffee verwöhnt. Hütte offiziell schon geschlossen und lange die einzigen Gäste. Etwas ungewöhnliches Gefühl . Etwas im Schnee, etwas Regenschauern und etwas trocken ganze Geschichte in Krma beendet. An dem Tag 22 km mit 2350 Hm. Auf ganzer Strecke 134 km und über 7600 Hm angesammelt. Alles zusammen besonderes Abenteuer, wert jeden Kilometer, Hm und Schweißtropfen … Unsere Triglav-Besuche zählen wir schon lange nicht mehr, aber diesen freuten wir uns wie den ersten . Unbezahlbar.
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