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Neuigkeiten / 6. Tag der Alpenkonvention

6. Tag der Alpenkonvention

26.05.2015
6. Tag der Alpenkonvention für umweltfreundlicheres Besuchen des alpinen Raums

Vor dem 6. Tag der Alpenkonvention, der unter dem Slogan Per Alpentäler mit Fahrrad und zu Fuß – von Mojstrana nach Krma, Vrata und Radovna! vom 29. bis 31. Mai 2015 stattfinden wird, haben das Ministerium für Umwelt und Raumordnung der RS, der Triglav-Nationalpark und der Alpenverein Slowenien auf die Sensibilität der Alpen hingewiesen und gemeinsame Bemühungen für nachhaltige Entwicklung und umweltfreundliches Besuchen des alpinen Raums vorgestellt. Vor der Pressekonferenz haben sie im Tuš-Zentrum Ljubljana BTC die Ausstellung Aljažev tur – Diese Blechdose hat eine Seele! eröffnet und den Fonds zur Erhaltung des natürlichen und kulturellen Erbes vorgestellt.

Der Hauptzweck des Tags der Alpenkonvention ist es, auf den empfindlichen alpinen Raum aufmerksam zu machen, die Bedeutung der Alpenkonvention und nachhaltige Entwicklung des alpinen Raums vorzustellen, die Bedeutung des Erhalts von Natur und kulturellem Erbe zu betonen und Besucher dazu anzuregen, alpentäler auf umweltfreundliche Weise zu besuchen. „Die Alpenkonvention in Slowenien umfasst das Gebiet von 62 Gemeinden von Nova Gorica im Westen bis Maribor im Nordosten. Die Prinzipien und Leitlinien der Alpenkonvention für nachhaltige Entwicklung des alpinen Raums basieren auf Entwicklungsherausforderungen, mit denen solche Gebiete konfrontiert sind und die auch in anderen bergigen und hügeligen Gebieten ähnlich sind. Schlüssel sind Fragen der Bevölkerungserhaltung, Erreichbarkeit öffentlicher Dienstleistungen, Beschäftigung, teilweise, insbesondere in Tälern, auch Suburbanisierung usw. Der Tag der Alpenkonvention spricht mit seinen Botschaften zur nachhaltigen Entwicklungsorientierung und Förderung nachhaltiger Mobilität auch andere Teile des slowenischen Raums an, da ein großer Teil des Landes bergig bzw. hügelig ist, wo wir mit ähnlichen Herausforderungen konfrontiert sind“, sagte Blanka Bartol, Vertreterin des Ministeriums für Umwelt und Raumordnung, Kontaktstelle für die Alpenkonvention, zur Rolle des Tags der Alpenkonvention im slowenischen Raum.

„Im Rahmen des 6. Tags der Alpenkonvention möchten wir die Frage der demografischen Entwicklung bergiger Gebiete in Slowenien und Maßnahmen zur Milderung der Folgen, die Klimawandel, soziale und wirtschaftliche Veränderungen mit sich bringen, sowie Formen nachhaltiger Tourismusentwicklung in Berggebieten, die auf natürlichen, kulturellen und ethnologischen Gegebenheiten dieser Gebiete basieren, hervorheben“, sagte Vizepräsident des Alpenvereins Slowenien Miro Eržen und stellte das Programm des 6. Tags der Alpenkonvention vor, das am bevorstehenden Wochenende unter dem Dach umweltfreundlicher Erlebnisse und Erkenntnis natürlicher und kultureller Besonderheiten alpiner Täler nach Mojstrana zu einem Symposium, geführten Alpinwanderungen, Freizeitradfahren und einem reichen Begleitprogramm einlädt.

6. Tag der Alpenkonvention – per Rad und zu Fuß durch Alpentäler

29.–31. Mai 2015

Per Alpentäler mit Fahrrad und zu Fuß – von Mojstrana nach Krma, Vrata und Radovna

Freitag, 29. 5. 2015, Slowenisches Alpenmuseum in Mojstrana von 9.00 bis 16.00 Uhr: Symposium zum Thema Herausforderungen bergiger und grenznaher Gebiete mit Vorstellung des 5. Berichts über den Zustand der Alpen zum Thema demografischer Veränderungen sowie Vorstellung von Möglichkeiten für die Umsetzung des Pilotprojekts Bergdörfer in Slowenien.

Samstag, 30. 5. 2015: Freizeitradtour nach Krma, Wanderung zum Pocarjeva Gehöft im Radovna-Tal oder entlang des Triglavska Bistrica-Wegs im Vrata-Tal mit reichem Begleitprogramm beim Slowenischen Alpenmuseum von 10.00 bis 16.30 Uhr.

Wanderer und Radfahrer versammeln sich um 10.00 Uhr vor dem Slowenischen Alpenmuseum in Mojstrana. Radfahrer können sich bereits in Jesenice (Abfahrt vom Bahnhof um 8.30 Uhr) oder in Kranjska Gora (Parkplatz vor TIC Kranjska Gora um 9.00 Uhr) anschließen.

Vor dem Slowenischen Alpenmuseum in Mojstrana: verschiedene Präsentationen an Ständen, Auftritt eines Blasmusikorchesters und Folklorgruppe, Workshops für Kinder, Möglichkeit zum Klettern am Kletterturm und Demonstration einer Bergrettungsaktion der Bergretter des Vereins GRS Mojstrana.

Es wird ein kostenloser Bus von Bohinj und Bled nach Mojstrana organisiert mit Abfahrten: um 8.30 Uhr Bohinj Jezero, 8.40 Uhr Bohinjska Bistrica und 9.00 Uhr Hauptbahnhof Bled. Rückfahrt des Busses von Mojstrana nach Bled und Bohinj um 15.30 Uhr.

Sonntag, 31. 5. 2015: Alpinwanderung zur Dovška Baba. Treffpunkt um 8.00 Uhr vor der Aljažev Kapelle in Dovje.

Organisatoren: Alpenverein Dovje-Mojstrana, Gemeinde Kranjska Gora, LTO Kranjska Gora, Triglav-Nationalpark, Alpenverein Slowenien, Slowenisches Alpenmuseum und Obersavski Museum Jesenice, in Kooperation mit dem Ministerium für Umwelt und Raumordnung sowie dem Ständigen Sekretariat der Alpenkonvention.

Die Veranstaltungen sind kostenlos. Bei schlechtem Wetter wird das Programm angepasst.

Auf die Bedeutung umweltfreundlicherer Mobilität im alpinen Raum wies der Leiter des Informationszentrums TNP Dom Trenta Marko Pretner hin: „Wenn wir früher dachten, dass Verkehrsregelung nur Sache großer Städte ist, hat der Trend individueller und kurzer Urlaube einen unvorhergesehen großen Druck durch fahrende und abgestellte Fahrzeuge auch auf die entlegensten Teile der Julischen Alpen verursacht. So ist Verkehrsberuhigung und -regelung längst nicht mehr nur Problem weniger stark frequentierter Touristenattraktionen, sondern Alltagsrealität jedes Besuchers, Bewohners oder Raum Nutzers. Jede solche Problematik stellt eine eigene Herausforderung dar. Zweifellos liegt es an allen Verwaltern und Nutzern des Raums, ganzheitliche Lösungen zu suchen, die alles andere als einfach und günstig sind. Neben der Gestaltung geeigneter Infrastruktur zeigen sie sich vor allem in der Entwicklung und zunehmenden Nutzung des bestehenden öffentlichen Verkehrs.“ Anschließend stellte er gemeinsame Bemühungen, Beispiele guter Praxis und Neuerungen im Bereich nachhaltigen Tourismus/Verkehrs vor.

Am 30. Mai 2015 erscheint das Heft Fahrpläne in den Alpen, das von Cipra Slowenien, Verein zum Schutz der Alpen, gemeinsam mit 21 Partnern vorbereitet wird. Seit sieben Jahren verbünden sich Stakeholder, die nachhaltige Mobilität als Lösung für den Verkehr im empfindlichen alpinen Raum erkennen, auf eigene Initiative. Mit dem handlichen Heft, das in slowenischer und englischer Version erscheint, fördern sie die Nutzung des öffentlichen Personenverkehrs, der sowohl für Touristen als auch Einheimische geeignet ist. Es enthält einen Überblick über Fahrpläne aller Bus- und Bahnlinien, Seilbahnen und Schiff auf dem Gebiet der slowenischen Alpen und Teilen Österreichs. Neu in dieser Ausgabe ist eine Tabelle zur Fahrradverleih, mit der sie die Bedeutung des Radfahrens im Verkehr betonen wollen.

Die Gemeinde Bohinj hat in den letzten Jahren mehrere Aktivitäten zur Verkehrsberuhigung sowie Förderung und Werbung alternativer Formen naturgerechter Mobilität erfolgreich umgesetzt. Die Bohinj-Gastkarte ermöglicht kostenloses Parken, kostenlose Busfahrten im Bohinj bzw. günstigere Busfahrten und Fahrten mit Zug und Autoreisezug aus Bohinj sowie weitere Rabatte. In der Hauptsaison fährt im Oberen Bohinj-Tal ein Sommerbus auf der Strecke Bahnhof Bohinjska Bistrica–Savica-Wasserfall. In diesem Jahr fährt bereits zum zweiten Sommer hintereinander samstags und sonntags ein Hop-on-Hop-off-Bus nach Pokljuka, sowohl von der Bohinj- als auch Bled-Seite. Das Projekt Parken & Natur erleben! zielt mit der ganzheitlichen Einführung umweltfreundlicher Mobilität im TNP darauf ab, die Natur zu erhalten und echtes Naturerlebnis zu ermöglichen. Im Winter organisieren sie einen Ski-Bus vom Bahnhof Bohinjska Bistrica zur Vogel-Seilbahn, Bemühungen zur Verkehrsberuhigung im Winter haben sie mit dem Projekt Bohinj-Ski-Zug ergänzt, das die Anreise zum Skifahren mit Zug oder Bus fördert. Tourismus Bohinj kooperiert seit Jahren mit den Slowenischen Eisenbahnen (im Dezember 2014 wurde auch ein Kooperationsvertrag unterzeichnet) und anderen Anbietern öffentlicher Verkehrsmittel mit dem Ziel schrittweiser Verkehrsberuhigung im Bohinj und Förderung sowie Stärkung der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel.

Seit fast zwei Jahrzehnten verkehrt im Sommer öffentlicher Verkehr zwischen Bovec und Kranjska Gora, was zu den wichtigeren touristischen Infrastrukturunterstützungen in diesem Teil der Julischen Alpen zählt. Die Gemeinden Bovec und Kranjska Gora organisieren mit Hilfe lokaler Entwicklungsgenossenschaften Parkplätze, unterstützen den öffentlichen Verkehr und regeln den Verkehr auf dem Vršič. Von Jahr zu Jahr transportieren kleinere Busse mehr Passagiere, was auf bessere Bekanntheit dieser Verbindung, höheres Bewusstsein der Parkbesucher und Sinnhaftigkeit der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel hinweist. Beide Gemeinden werden gemeinsam mit dem Triglav-Nationalpark versuchen, auf den Straßenbetreiber einzuwirken, damit die zuständigen Dienste dieser einzigen Park-Hochgebirgsstraße künftig mehr Aufmerksamkeit schenken. Der Triglav-Nationalpark lädt zu einer Wanderung auf dem Soča-Weg ein, der entlang der Soča vom Quell bis Bovec führt und ruhige, geheimnisvolle Teile der Täler Trenta und Soča verbindet. Besondere Attraktion des 25 km langen Wegs sind malerische Hängebrücken, entlang des Wegs erwarten Besucher 16 Infopunkte mit Tafeln auf

Slowenisch und Englisch. Gehen auf dem Soča-Weg und Besuch des Informationszentrums TNP Dom Trenta bieten Kenntnis und Verständnis des einzigen slowenischen Nationalparks.

Tourenradfahren wird zu einer immer beliebteren Aktivität unter Mitgliedern des Alpenvereins Slowenien. Als zusätzlichen Anreiz für seine Entwicklung bereitet die Kommission für Tourenradfahren des PZS eine Rundradroute vor, die alle wichtigsten slowenischen Berggruppen umrundet, ca. 1800 km misst und 50.000 Höhenmeter im Anstieg überwindet. Der slowenische Tourenradweg ist ein klares Beispiel für einen Beitrag zur nachhaltigen Mobilität und eines der größeren Projekte im Bereich Radfahren und Alpenwege in Slowenien, das enge Zusammenarbeit mit lokalen Alpenvereinen, lokalen Gemeinschaften sowie anderen Organisationen im Bereich Alpinismus, Tourismus und Gastgewerbe erfordert.

In den letzten Jahren steht die Frage der Bevölkerung im Vordergrund der Sorgen der Staaten, da sie entscheidend die Entwicklungsmöglichkeiten verschiedener Arten von Gebieten, einschließlich bergiger, beeinflusst. Die Rolle der Bevölkerung für Entwicklung und Erhalt des materiellen und geistigen Erbes des alpinen Raums wird in der Erklärung der Alpenkonvention zur Bevölkerung und Kultur hervorgehoben. Der Bericht über demografische Veränderungen in den Alpen ist ein Instrument der Alpenkonvention, das Politikgestaltern einen Überblick über den Stand sowie Beispiele und mögliche Vorschläge für Maßnahmen bietet. „Ähnliche Prozesse wie im gesamten alpinen Raum sind auch in Slowenien vorhanden. Alterung und Rückgang der Bevölkerung in abgelegenen Gebieten alpiner Gemeinden sowie Konzentration der Bevölkerung in Alpentälern bzw. im Hinterland größerer urbaner Zentren, z. B. Maribor. Auch im Beschäftigungsbereich wiesen 25 von 62 Gemeinden im Alpenkonventionsgebiet bzw. 42 % der Gemeinden innerhalb des Alpenkonventionsgebiets eine höhere Arbeitslosenquote als den slowenischen Durchschnitt auf“, betonte Blanka Bartol, der gesamte 5. Bericht über den Zustand der Alpen wird Einführung in die Diskussion über Herausforderungen bergiger und grenznaher Gebiete sein, die am 29. Mai 2015 auf dem Symposium im Slowenischen Alpenmuseum von Vertretern von Ministerien, regionalen Entwicklungsagenturen, lokalen Gemeinschaften und Forschungseinrichtungen beleuchtet wird und einen Beitrag zur Erneuerung der Strategie der Raumplanung Sloweniens darstellt, die vom Ministerium für Umwelt und Raumordnung geleitet wird.

Im Rahmen des Symposiums werden auch Aktivitäten zum Projekt Bergdörfer in Slowenien als Beispiel für Tourismus mit hoher Verantwortung gegenüber der Natur vorgestellt. Der Alpenverein Slowenien hat das Projekt in Kooperation mit dem Österreichischen Alpenverein auf der Messe Alpe-Adria präsentiert. „Die Präsentation hat großes Interesse bei potenziellen Gebieten geweckt, weshalb wir Gespräche im Ministerium für Umwelt und Raumordnung sowie im Ministerium für Land- und Forstwirtschaft, Lebensmittel und Ernährung über Möglichkeiten der Projektentwicklung auch in Slowenien geführt haben. Gemeinsam mit Vertretern des Österreichischen Alpenvereins wurde ein informativer Besuch und Gespräch mit einem der potenziellen Kandidaten – der Gemeinde Jezersko – durchgeführt. Dies alles bildet die Grundlage für weitere Aktivitäten bei der Umsetzung des Projekts in Slowenien“, stellte Miro Eržen die Einführung des Projekts vor, das auf Alpintradition, natürlichen Gegebenheiten und umweltfreundlichen Aktivitäten im Zusammenhang mit Alpinismus und Bergsport basiert.

Im Geiste des Schutzes des Erbes des alpinen Raums haben sie vor der Pressekonferenz im Tuš-Zentrum Ljubljana BTC offiziell die wanderausstellung des Nationalmuseums Slowenien Aljažev tur – Diese Blechdose hat eine Seele! eröffnet, mit der sie zum 120. Jahrestag der Errichtung des Aljažev-Turms auf dem Triglav diesen unverwechselbaren Symbol der Slowenentum den Menschen näherbringen wollen. Die Ausstellung regt zur Reflexion über die Bedeutung dieses anfälligen Denkmals und über Pläne, es zu schützen und für künftige Generationen zu erhalten, an, wodurch das Erbe von Jakob Aljaž und die Stelle, die sein Turm in der slowenischen Geschichte und im Bewusstsein der Slowenen einnimmt, bewahrt wird. Mit der Gründung des Fonds zur Erhaltung und Wartung des Aljažev-Turms und des Weges dorthin setzen sich das Unternehmen Tuš gemeinsam mit dem Alpenverein Slowenien für den Erhalt des natürlichen und kulturellen Erbes ein.
         
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