Anscheinend harmloses Stapeln von Steinskulpturen in der Natur kann schädliche Folgen haben.
Menschen bauen sie heute überall auf, doch sogenannte Steinmännchen haben historisch den richtigen Weg gezeigt.
Fischer beobachten besonders im Sommer in Flüssen und entlang davon immer mehr Steinskulpturen. Besucher bauen auch verschiedene Becken und Dämme, ohne sich bewusst zu sein, dass dies den gesamten Ökosystem beeinflussen kann. Auch der Alpenverein warnt vor ähnlichen Problemen in den Bergen.
Besonders das massenhafte Stapeln von Steinskulpturen, Becken und Dämmen beobachten Fischer bei Campingplätzen und größeren Badebereichen, auch bei denen im Gebiet des Triglav-Nationalparks. Damit wird der natürliche Anblick der Umgebung zerstört, was in manchen Fällen auch den empfindlichen Ökosystem beeinflussen kann, warnt Kaja Pliberšek, Leiterin des fachlich-forschenden Dienstes beim Institut für Fischerei Sloweniens.
„Jetzt, wo das so massenhaft auftritt, kann es einige unmittelbare größere Auswirkungen auf das Fischleben verursachen – nicht nur durch das Stapeln von Steinen und Becken, sondern auch durch das Durchwaten des Wassers und die Nutzung des gesamten Gewässersystems,“ betonte sie.
Stellvertretender Präsident des Alpenvereins Sloweniens Martin Šolar warnt, dass das Stapeln von Steinskulpturen, die an Bergsteinmännchen erinnern, in den Bergen auch gefährlich sein kann.
„Denn Steinmännchen auf unmarkierten Pfaden haben historisch gesehen einen sehr zuverlässigen Hinweis bedeutet, dass man auf dem richtigen Weg ist. Heute bauen Menschen sie überall auf, zum Spaß, um es schöner zu machen, und viele denken immer noch, dass es ein Zeichen ist, wohin man gehen soll. Es haben sich schon Unfälle ereignet,“ warnte Šolar.
Daher betonen beide, dass man in der Natur keine Spuren hinterlassen sollte – auch nicht solche scheinbar harmlosen.
Quelle:
https://www.rtvslo.si/okolje/na-videz-nedolzno-postavljanje-kamnitih-skulptur-v-naravi-ima-lahko-skodljive-posledice/722572