Anspruchsvolle Rettungsaktion unter dem Triglav: Alpinisten vorgefunden erfroren und dehydriert.
In der Nacht zum heutigen Tag fand im Bereich der Nord-Triglav-Wand eine der anspruchsvolleren Rettungsaktionen der letzten Zeit statt, teilte der Alpenrettungsdienst Sloweniens mit. Zwei ausländische Alpinisten waren vom Weg abgekommen und gerieten auf sehr schwieriges Gelände, weshalb sie Hilfe rufen mussten. Retter des GRS Mojstrana machten sich zu Fuß auf den Weg zu ihnen und fanden sie erfroren, dehydriert und stark erschöpft. Nach einer Nacht in der Wand wurden sie per Hubschrauber sicher ins Tal gebracht.
Am Samstag gegen 5 Uhr morgens betraten zwei ausländische Alpinisten die Slowenische Route zum Triglav. Während des Aufstiegs verpassten sie bei etwa 2.300 Metern Höhe den Ausstieg aus der Route und gerieten auf sehr anspruchsvolles Gelände, das in den aktuellen Winterbedingungen nicht für sicheres Vorankommen geeignet ist. Die Dunkelheit holte sie ein, und als sie merkten, dass sie den Weg nicht mehr fortsetzen konnten, riefen sie um 22:30 Uhr Hilfe.
Gefangen in der Nordwand
Wie auf der Facebook-Seite des Alpenrettungsdienstes Sloweniens vermerkt, konnte wegen der späten Abendstunde kein Hubschrauber mehr starten, daher machte sich das Team des GRS Mojstrana zu Fuß auf zu ihnen. In extrem schwierigen Winterbedingungen erreichten sie sie kurz vor 7 Uhr morgens.
Die erfrorenen, dehydrierten und stark erschöpften Alpinisten wurden von den Rettern versorgt, gesichert und an einen geeigneteren Ort verbracht, von wo aus der Hubschrauber der Slowenischen Armee mit einem kombinierten Team des Alpenrettungsdienstes (GRZS) und dem Team des Hubschrauber-Notarztflugdienstes (HNMP) alle sicher ins Tal brachte. Die Alpinisten erlitten leichte Erfrierungen und Folgen der Dehydration.
Anspruchsvolle Bedingungen im Hochgebirge
Die Bergretter warnen, dass die Bedingungen im Hochgebirge derzeit äußerst anspruchsvoll sind. „Der Schneeuntergrund ist instabil – stellenweise ist der Schnee hart und vereist, anderswo weich und durchbrechend. Solche Bedingungen erfordern viel Erfahrung, geeignete Ausrüstung und richtige Beurteilung,“ schrieben sie.
Sie bitten die Bergbesucher, Touren sehr durchdacht zu planen, die Bedingungen zu beobachten und im Zweifelsfall lieber ein sichereres Ziel oder die Rückkehr zu wählen. „Die Berge warten,“ sagen die Retter noch.
Quelle:
https://siol.net/novice/slovenija/zahtevna-resevalna-akcija-pod-triglavom-alpinista-nasli-premrazena-in-dehidrirana-foto-689654