Aus Aludosen werden Biwakschachteln hergestellt, die in slowenischen Bergen aufgestellt werden.
Zum Welttag der Erde wurde mit der Unterzeichnung einer Partnerschaftserklärung das Projekt „Berg-Biwakschachteln für weiße Gipfel“ offiziell gestartet. Es handelt sich um ein Projekt, im Rahmen dessen weggeworfene Dosen in speziellen Behältern an 14 Standorten der meistfrequentierten Wanderabstiege in Slowenien gesammelt werden. Die gesammelten Dosen werden dann in verwendbares Aluminium umgewandelt, aus dem Biwakschachteln hergestellt und anschließend im slowenischen Hochgebirge aufgestellt werden.
Die Erklärung „Berg-Biwakschachteln für weiße Gipfel“ wurde heute von den Partnern Planinska zveza Slovenije (PZS), Pivovarna Laško Union, SloPak, Talum, Impol und KOV unterzeichnet. Die Unterzeichnung markiert den Beginn eines Aufklärungsprojekts zur Bedeutung der Pflege einer sauberen Umwelt mit Schwerpunkt auf slowenischen Bergen, im Rahmen dessen drei Berg-Biwakschachteln aus Aludosen in slowenischen Bergen aufgestellt werden. Damit schließt sich der Kreis von der weggeworfenen Dose zur nützlichen neuen Biwakschachtel.
Das Projekt ist in drei Phasen unterteilt. Die erste Phase umfasste Vorbereitungen zum Projekt und Abstimmungen zwischen zahlreichen Partnern. Nun folgt die Sammlung der Dosen, wofür an 14 Standorten im Land, an den meistfrequentierten Wanderabstiegen, spezielle gelbe Behälter aufgestellt werden. Die gesammelten Dosen werden in verwendbares Aluminium umgewandelt, das das Hauptmaterial für die Herstellung neuer Biwakschachteln sein wird.
Für den Aufbau von drei Biwakschachteln müssen rund 1000 Kilogramm Aluminium bzw. etwa 200.000 Dosen gesammelt werden, schätzt Urban Kramberger von der Pivovarna Laško Union, der glaubt, dass mit Hilfe der Menschen, die in die Berge gehen, eine ausreichende Menge Dosen gesammelt werden wird.
Wenn alles nach Plan läuft, werden die Biwakschachteln im Juni, August und September nächsten Jahres bereits hergestellt und ihren neuen Standort im slowenischen Hochgebirge finden. Der erste Biwak wird bei Akom in den Martuljek-Bergen oberhalb von Gozd Martuljek aufgestellt, wo bereits Bivak 3 za Akom steht. Die Standorte für die restlichen zwei geplanten Biwakschachteln sind derzeit noch nicht bekannt.
„Biwakschachteln sind wichtig für die Sicherheit in den Bergen, da sie Schutz vor ungünstigen und plötzlichen Wetterlagen bieten. Früher hatten Biwakschachteln oft zusätzliche Bedeutung, damit Alpinisten näher an den Wänden übernachten konnten aufgrund schlechterer Erreichbarkeit. Beim Sprechen über Biwakschachteln müssen wir betonen, dass es wichtig ist, sich in Biwakschachteln verantwortungsvoll zu verhalten, aufzuräumen, die Türen fest zu schließen und im Winter nicht mit Steigeisen hineinzugehen. Die Nutzung von Biwakschachteln sollte nur für Notfälle reserviert sein. Aus dieser Sicht begrüßen wir die Initiative ‚Berg-Biwakschachteln für weiße Gipfel‘, da sie nicht nur einen wichtigen Naturschutzaspekt anspricht, sondern sich für konkrete Handlungen einsetzt, die auch Spuren bei Besuchern slowenischer Berge hinterlassen werden,“ sagte Jože Rovan, Präsident der Planinska zveza Slovenije.
Der Hauptzweck des Projekts ergibt sich aus dem Wunsch, Biwakschachteln zu erneuern, die in slowenischen Bergen bereits 80 bzw. 90 Jahre stehen, erläuterte Rovan. „Mit drei Biwakschachteln decken wir die aktuellen Bedürfnisse ab, und ich werde sehr erfreut sein, wenn sich das in Zukunft wiederholt, denn es gibt einige Punkte, wo es gut wäre, neue Biwakschachteln dort aufzustellen, wo noch keine sind,“ sagte er.
Diese Partnerschaftserklärung behandelt neben Umweltproblemen auch slowenische Handwerks- und Industriellexellenz, da sich Unternehmen wie SloPak, Talum, Impol, KOV angeschlossen haben, die sich hauptsächlich um Sammlung und Verarbeitung der Dosen kümmern. „Slopak ist verpflichtet zum verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt und nimmt daher stolz am Projekt teil, das zur Verringerung der Umweltverschmutzung, insbesondere in unseren Bergen, beiträgt. Wir rufen alle Bergsteiger und Wanderer zu einer gemeinsamen Aktion zur Reduzierung von Abfall in slowenischen Bergen auf. Die Herstellung von Biwakschachteln aus Dosen ist ein praktisches Beispiel für Kreislaufwirtschaft und nachhaltiges Handeln aller Beteiligten. Damit werden globale Herausforderungen wie Erschöpfung natürlicher Ressourcen, Abfall und Umweltveränderungen angegangen,“ sagte Boštjan Aver, Direktor von Slopak.
„Alle, die auf diese oder jene Weise an der Initiative teilnehmen, werden aktiv zur Umsetzung des Konzepts der Kreislaufwirtschaft in der Praxis beitragen und mit gemeinsamer Kraft eine nachhaltigere Zukunft gestalten,“ ergänzte Nataša Vodušek Fras, Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit bei Talum.
„Wir werden unser Ingenieurwissen bündeln und in Zusammenarbeit mit Talum eine Technologie entwickeln, die die Herstellung des Biwaks unterstützt. Wir hoffen, dass das Projekt nur eines in einem Mosaik gemeinsamer Zusammenarbeit und Vernetzung der slowenischen Industrie ist,“ sagt Jakob Kraner, leitender Entwickler beim Biwak-Projekt der Impol-Gruppe.
Das Projekt ist Teil einer breiteren Umweltinitiative der Marke Laško und des Alpenvereins unter dem Konzept Kleine Schritte für weiße Gipfel, bei dem zusammen mit den Projektpartnern die Erhaltung von Berglebensräumen angestrebt wird und im Naturschutzbereich in slowenischen Alpen- und Voralpengebieten tätig wird.
Quelle:
https://www.caszazemljo.si/ekologija/iz-odpadnih-plocevink-bodo-izdelali-bivake-ki-bodo-postavljeni-v-slovenskih-gorah.html