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Neuigkeiten / Besondere Anerkennungen für slowenische Alpinisten

Besondere Anerkennungen für slowenische Alpinisten

7.12.2013
Gestern, am 6. Dezember 2013, fand im Slowenischen Ethnografischen Museum eine Feierstunde zum diamantenen Jubiläum des ersten Aufstiegs auf den Mt. Everest (1953–2013) statt, bei der 8 slowenische Alpinisten, die den Gipfel des höchsten Berges der Welt von der nepalesischen Seite erstiegen haben, besondere Anerkennungen erhielten. Die festliche Veranstaltung wurde vom Generalkonsulat Nepals in Slowenien in Zusammenarbeit mit dem Alpenverein Slowenien, dem Alpenverein Nepals, dem Slowenischen Ethnografischen Museum und dem Gorenjski-Museum organisiert.



Am 29. Mai dieses Jahres waren genau 60 Jahre vergangen seit dem ersten Aufstieg auf den höchsten Berg der Welt, Mt. Everest. Die Ersten, die dort oben standen, waren der neuseeländische Alpinist Edmund Hillary und der Sherpa Tenzing Norgay. Als erste Slowenen gelangen Andrej Štremfelj und Nejc Zaplotnik dies am 13. Mai 1979. Reinhold Messner gelang als Erstem der Aufstieg auf den Gipfel des Everest ohne zusätzlichen Sauerstoff am 20. August 1980, diesen Erfolg erzielte unter den Slowenen als Erster und bisher Einziger der verstorbene Pavle Kozjek am 23. 5. 1997. Andrej und seine Frau Marija schrieben sich am 7. Oktober 1990 in die Weltgeschichte des Alpinismus ein als das erste Ehepaar auf dem Gipfel des Everest. Am 7. Oktober 2000 stellte Davo Karničar einen neuen Rekord auf, indem er die erste ununterbrochene Abfahrt auf Skiern vom Gipfel bis zum Basislager schaffte.



Seine Erfahrung mit dem Everest und dem Erstaufstieg über den Westgrat aus dem Jahr 1979 stellte Andrej Štremfelj bei der Feierstunde zum diamantenen Jubiläum des ersten Aufstiegs auf den Everest vor, er schrieb sich zusammen mit Nejc Zaplotnik in die Geschichte des slowenischen und Weltalpinismus ein.



Die heutige Feierstunde im Slowenischen Ethnografischen Museum (SEM), das „zum Haus der Freundschaft zwischen Nepal und Slowenien sowie ihren Bergen wird“, wie SEM-Direktorin Bojana Rogelj Škafar betonte, wurde von zahlreichen Alpinisten, Gästen, Bergfreunden und hohen Vertretern Nepals und Sloweniens besucht, darunter Madhu Sudan Burlakoti, gemeinsamer Sekretär des Ministeriums für Kultur, Tourismus und Zivilluftfahrt Nepals, Minister für Bildung, Wissenschaft und Sport Dr. Jernej Pikalo, Ang Tshering Sherpa, ehemaliger Präsident des Alpenvereins Nepals, Ehrenpräsident des Internationalen Verbands der Alpenvereine UIAA und ehemaliger Präsident des Asia Mountaineering Association, Ehrenkonsul Nepals in Slowenien mag. Aswin K. Shrestha, Geschäftsträger Nepals in Berlin Prakash Mani Paudel, Präsident des PZS Bojan Rotovnik, Alpinist, Himalaya-Besteiger und Leiter zahlreicher Expeditionen Tone Škarja …



Besondere Anerkennungen – Diamantmedaillen – erhielten 8 slowenische Alpinisten, die den Gipfel des Everest oder, wie die Nepalesen sagen, Sagarmatha, von der nepalesischen Seite erstiegen haben, und zwar: Andrej Štremfelj – zusammen mit Nejc Zaplotnik waren sie 1979 die ersten Slowenen auf dem Dach der Welt über die Erstbegehungsroute des Westgrats (Andrej ist der einzige Slowene mit zwei Gipfelbesteigungen des Everest); Andrejs Frau Marija Štremfelj (mit ihrem Mann Andrej standen sie als erstes Ehepaar der Welt auf dem Everest, Aufstieg über die Normalroute), und auch über die Normalroute Viki Grošelj, Davo Karničar, Tadej Golob, Matej Flis, Gregor Lačen und Tomaž Jakofčič, der den ersten slowenischen Führungsaufstieg auf den Gipfel des Everest absolviert hat. Bei der Feierstunde waren anwesend Andrej und Marija Štremfelj, Viki Grošelj, Davo Karničar und Tadej Golob. Die Anerkennungen überreichten Sekretär Madhu Sudan Burlakoti, ehemaliger Präsident des Alpenvereins Nepals Ang Tshering Sherpa in Begleitung des Ehrenkonsuls Nepals in Slowenien mag. Aswin K. Shrestha. Von der nepalesischen Seite haben sich noch weitere unserer Alpinisten auf den Gipfel des Everest hinaufgekämpft, sie sind leider verstorben, wurden aber auch bei der heutigen Feierstunde gedacht.



Im Namen der Empfänger der besonderen Anerkennungen bedankte sich Marija Štremfelj. „Danke für die erwiesene Ehre. Der Wert dieser Anerkennungen liegt darin, dass wir uns an Ereignisse erinnern, die die Wurzeln und der Same aller neuen Leistungen, neuer Alpinisten waren. Jeder Einzelne, der in Nepal war, versichert mir immer wieder, dass Nepal sich, sobald man es einmal besucht hat, im Herzen verankert. Nepal ist ein Virus, das jeden infiziert, der es besucht. Ich hoffe, dass dieses Virus nie verschwindet.“



Nepal, das Land am Fuße des Himalaya, zeichnet sich durch zahlreiche Reichtümer aus – alte Kulturen, Geschichte, Sprachen, Traditionen und atemberaubende Natur mit ausgedehnten, in ewigen Eis gefangenen Bergen, die Sehnsucht und Verlangen von Alpinisten, Kletterern, Bergwanderern sind … Und alle, die dieses wunderbare Land und die höchsten Gebirge besucht haben, sind Boten und Förderer Nepals und des Himalaya. Slowenien und Nepal verbinden viele Dinge, am meisten sicher die Liebe zu den Bergen und die Landschaft selbst. Dies wurde besonders von Prakash Mani Paudel, Geschäftsträger Nepals in Berlin, hervorgehoben, Sekretär Madhu Sudan Burlakoti betonte zusätzlich die Zusammenarbeit der Alpenvereine Nepals und Sloweniens, die viel zur Promotion und zum Bergtourismus beigetragen haben.



Ehrenkonsul Nepals in Slowenien mag. Aswin K. Shrestha sowie Ang Tshering Sherpa, ehemaliger Präsident des Alpenvereins Nepals, hoben die große Hilfe der slowenischen Regierung und des Alpenvereins Slowenien für Nepal und seine Bewohner hervor, die gegenseitige Verbundenheit der Alpenvereine Sloweniens und Nepals. Besonders hoben sie den Beitrag des Alpenvereins Slowenien zur sichereren Arbeit der Einheimischen bei Expeditionen in großer Höhe hervor. Dazu trug vor allem die slowenische Bergsteigerschule in Manang bei. Dem Alpenverein Slowenien sprachen sie großen Dank aus, da er auf Initiative des Alpinisten Aleš Kunaver eine Bergsteigerschule gründete, in der seit 1979 Kurse für Bergführer abgehalten werden. Die slowenische Bergsteigerschule in Manang war die erste Bergführerschule, die in Nepal gebaut wurde, und der Alpenverein Slowenien der erste Alpenverein, der sich mit dem Alpenverein Nepals verband und durch Ausbildung den Einheimischen bessere Lebensbedingungen und möglichst wenige Unfälle bei der Arbeit auf Expeditionen ermöglichen wollte. Dem Alpenverein Slowenien und seinem Präsidenten Bojan Rotovnik überreichten sie für diese Zusammenarbeit, die Bergsteigerschule, die Promotion und alle Hilfe eine besondere Anerkennung des Alpenvereins Nepals.



Minister Dr. Jernej Pikalo hob die außergewöhnliche sportliche Vorbereitung, den eisernen Körper und das große Herz aller hervor, die auf den Everest gestiegen sind. „Wir haben große Erfolge erlebt, aber auch Niederlagen, alles verbindet ein großes Herz und starker Geist, mit dem Verlangen nach den höchsten Bergen der Welt.“



Präsident des Alpenvereins Slowenien Bojan Rotovnik betonte, dass im Jahr 2013, in dem wir das 120-jährige Jubiläum des organisierten Bergsteigens in Slowenien feiern, auch viele andere Jubiläen begangen werden und dass „wir mit der Trisul-Expedition 1960 auf den Zug des Weltalpinismus aufgesprungen sind, auf dem wir auch heute fest sitzen. In diesen Jahren seitdem gab es sage und schreibe 149 Expeditionen Slowenen – Expeditionen, an denen Slowenen teilnahmen oder rein slowenische – was für ein Volk mit 2 Millionen Einwohnern ein großer Erfolg ist. Im PZS sind wir besonders stolz, dass wir in Nepal nicht nur geklettert sind, sondern uns als Volk mit Volk getroffen und den Menschen geholfen haben. Hier ist die 35-jährige Zusammenarbeit mit Nepal und dem Alpenverein Nepals im Bereich der slowenischen Bergsteigerschule, sowie unsere Zusammenarbeit mit dem Internationalen Bergmuseum in Pokhara, wo der slowenische Alpinismus und Slowenien einen Präsentationsbereich haben. Allen Alpinisten und anderen, die auf irgendeine Weise zu diesem Mosaik aus Bergsteigen und Zusammenarbeit beigetragen haben, herzlichen Dank. Ebenso Dank an den heutigen Gastgeber mag. Aswin K. Shrestha mit dem gesamten Team und den Mitwirkenden für das wunderbare Ereignis.“



Bei diesem Anlass konnten die Besucher im Foyer des Saales auch eine Ausstellung des Gorenjski-Museums (GM) betrachten, gewidmet dem Gedenken an Nejc Zaplotnik: MOGOČNE STENE, Vrhunski uspehi slovenskih alpinistov v Himalaji. Die Ausstellung stellten GM-Direktorin Marija Ogrin und GM-Kuratorin Jelena Justin vor, die sie zusammen mit Monika Rogelj vorbereitet hat. Die Ausstellung führte uns mit einer Auswahl reichen Fotomaterials durch Expeditionen, die nicht nur die Entwicklung des slowenischen Alpinismus prägten, sondern auch einen ewigen Stempel im Weltalpinismus hinterließen und uns auf seinen Thron stellten.



Im kulturellen Programm traten Dr. Lasanthi Manaranjanie mit begleitenden Instrumentalisten, die Moderatorin und Sängerin Branka Božič, Anita Prelovšek an der Querflöte und die Vokalistin Kaja Vrokelja Ljuboja auf, die der festlichen Veranstaltung ein besonderes nepalesisch-slowenisches kulturelles Erlebnis einhauchten.



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Slowenische Alpinisten, die den Gipfel von Sagarmatha bzw. Everest erstiegen haben, wie die britischen Entdecker die höchste Berg der Welt nannten, sind:

1. Jernej Zaplotnik, auf den Everest gestiegen am 13. 5. 1979 (verstorben)

2. Andrej Štremfelj, 13. 5. 1979, zweitens 7. 10. 1990

3. Stane Belak, 15. 5. 1979 (verstorben)

4. Viki Grošelj, 10. 5. 1989

5. Marija Štremfelj, 7. 10. 1990

6. Janez Jeglič, 7. 10. 1990 (verstorben)

7. Franc Pepevnik, 22. 5. 1997 (von chinesischer Seite)

8. Pavle Kozjek, 23. 5. 1997 (verstorben)

9. Davo Karničar, 7. 10. 2000

10. Franc Oderlap, 7. 10. 2000 (verstorben)

11. Tadej Golob, 9. 10. 2000

12. Matej Flis, 9. 10. 2000

13. Gregor Lačen, 9. 10. 2000

14. Viki Mlinar, 21. 5. 2005 (von chinesischer Seite)

15. Marko Lihteneker, 21. 5. 2005 (verstorben)

16. Roman Benet (IT, geboren in Mojstrana), 17. 5. 2007 (von chinesischer Seite)

17. Tomaž Jakofčič, 19. 5. 2009 (Führungsanstieg)
         
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