Dank an die Olympionikinnen für die beste Werbung für das Sportklettern
20.08.2021
Die beste slowenische und weltweite Sportkletterin Janja Garnbret hat Anfang August ganz Slowenien mit einer goldenen Olympiamedaille erfreut. Ebenso hat sich die andere slowenische Vertreterin Mia Krampl bei den Olympischen Spielen in Tokio hervorragend präsentiert. Wir im Alpenverein Slowenien (PZS) freuen uns über ihre Erfolge, da das slowenische Sportklettern damit einen großen historischen Meilenstein erreicht hat. Mit dem Hauptsponsor des Kletter-Teams Prva osebna zavarovalnica haben wir für die Mitglieder der olympischen Expedition einen kleinen Empfang organisiert und Janja mit einem Preis für ihre Werbung für diese Sportart gedankt.
Die Tradition des Sportkletterns begann in Slowenien in den 1980er Jahren des vorigen Jahrhunderts und im Alpenverein Slowenien haben wir bald die ersten Erfolge mit Martina Čufar und ihrem Trainer Tomo Česen erzielt. Wie PZS-Präsident Jože Rovan in seiner Eröffnungsrede betonte, wurde die Pyramide der Erfolge lange aufgebaut. „Einen klaren und fokussierten Kopf inmitten aller öffentlichen Drücke zu behalten, ist wirklich schwer. Janja ist es gelungen und deshalb sind wir sehr stolz auf sie. Mit ihrer Medaille werden wir nicht nur leichter einen neuen Sportplatz bauen, wichtiger ist, dass wir junge Sportkletterer leichter gewinnen und halten können, da sie starke Vorbilder haben. Danke den Sportlern, Trainern und ihren Eltern, denn die Medaille ist ein Teamprojekt.“
Janja und dem gesamten Team gratulierten auch der Vorstandsvorsitzende von Prva osebna zavarovalnica Janez Kranjc und Vorstandsvorsitzende Nataša Hajdinjak. Die Versicherung ist seit 2018 Hauptsponsor des slowenischen Sportkletter-Teams.
Leiter der PZS-Sportkletterkommission Aleš Pirc, der die Kommission seit acht Jahren leitet, lobte die exzellente Zusammenarbeit mit dem Sportteam und dankte Janja, dass sie das Versprechen des Ljubljana-Bürgermeisters für den Bau eines nationalen Kletterzentrums erfüllt hat.
PZS-Experte Tomo Česen, als Person, die die Geschichte des Sportkletterns in Slowenien am besten kennt, erwähnte, dass die Geschichte der Olympiamedaille bereits 1988 begann, als in Slowenien die erste nationale Meisterschaft im Sportklettern organisiert wurde. „Damals sagte ich mir, wenn alle Nachbarländer nationale Meisterschaften organisieren können, warum nicht wir. Vor 25 Jahren sagte ich, wenn alle einen Weltcup organisieren können, warum nicht in Slowenien. Als ich vor 20 Jahren Trainer von Martina Čufar war, sagte ich, wenn Weltmeister aus allen Ländern kommen können, warum nicht aus unserem. 2001 wurde Martina so Weltmeisterin. Als die slowenische Delegation zu den Olympischen Spielen nach Japan aufbrach, dachte ich, warum nicht auch eine Olympiamedaille gewinnen, da Janja die Beste der Welt ist. Aber ich hatte keinen großen Einfluss mehr, außer stark die Daumen zu drücken. Ich kenne diesen psychischen Druck und weiß, wie sie kämpfen musste, um diese Medaille zu gewinnen. Gratulation an sie, ihren Trainer und das gesamte Team.“
Olympisches Team
Bei der Zusammenkunft teilten die Mitglieder des slowenischen olympischen Sportkletter-Teams ihre Empfindungen. In Tokio waren: die Olympionikinnen Mia Krampl und Janja Garnbret, Janja Garnbrets Trainer Roman Krajnik, Mia Krampls Trainer Anže Štremfelj, der Selektor des slowenischen Sportkletter-Teams Gorazd Hren, sein Assistent Luka Fonda, Physiotherapeut Peter Hribar und Reserve unter den Wettkämpfern Jernej Kruder.
„Die Vorbereitungen auf die Olympischen Spiele begannen bereits 2020, als wir die Trainingspläne erstellten. Es gab viel Unsicherheit und eine Woche vor der Abreise änderten die Organisatoren unser Hotel wegen der Covid-19-Situation. Das Wettkampf brauchte so viele geregelte Papiere, dass ich vor der Abreise einen Panikanfall hatte, ob wir wirklich alles dabeihatten. Auch wenn ich in Japan dem Mädchen sagte, dass es wie jeder andere Wettkampf sei, merkten wir schnell, dass dieser Wettkampf völlig anders war. Der Druck war viel größer und ich weiß, dass es für Janja nicht leicht war. Aber Janja hat bewiesen, dass sie auf das oberste Podest gehört. Schade, dass Mia in den Qualifikationen ihren Tag nicht hatte, denn sonst wäre sie ins Finale gekommen,“ fasste Teamselektor Gorazd Hren zusammen.
Dass ein olympischer Wettkampf etwas anderes ist, spürte Mia Krampl schnell, da unter den Wettkämpfern eine andere Spannung herrschte. „Man sah mehr Stress bei den Wettkämpfern. Bei den letzten zwei Trainingseinheiten waren wir weniger gesprächig, was verständlich ist. Jeder war geistig auf den Wettkampf fokussiert. Mein Ziel habe ich mit der Qualifikation für die Olympischen Spiele erreicht, aber ich hoffte, mehr zu zeigen.“
Janja Garnbret widmete die letzten zwei Jahre nur einem Ergebnis: der goldenen Olympiamedaille. „Mit Roman Krajnik haben wir nicht über Pläne gesprochen, weil wir genau wussten, welche Medaille wir wollten. Die zwei Jahre waren dem Training gewidmet, drei Einheiten pro Tag. Wir wussten, wofür wir trainierten. Ich bin dankbar, dass er bei mir war, auch wenn es nicht gut lief. Auch wenn es scheint, als hätte ich mit der goldenen Olympiamedaille alles erreicht, was ich konnte, fühle ich mich noch nicht ziellos,“ schloss die goldene Olympionikin.
Der Alpenverein Slowenien und Prva osebna zavarovalnica überreichten Janja Garnbret auch einen Preis in Höhe von 10.000 Euro.
Janja Garnbret und Mia Krampl können live verfolgt und angefeuert werden beim Weltcup im Sportklettern in Kranj, vom 3. bis 4. September 2021.
Herzlich eingeladen!