Der Kopiščar-Weg zum Prisojnik ist am 6.8.2014 gesperrt
6.08.2014
Wir informieren Sie, dass aufgrund eines aktiven Steinschlags unter dem Prednje prisojnikovo okno der Kopiščarjeva pot, auch bekannt als Weg durch das Prednje okno, vollständig gesperrt ist. Wir raten auch vom Gebrauch der Verbindung zwischen Hanzova- und Kopiščarjeva-Weg ab, da der Steinschlag am unteren Rand des Prednje okna aktiv ist und einen sicheren Durchgang unmöglich macht. Schon der Einstieg von der Verbindung in den Kopiščarjeva-Weg ist gefährlich wegen der großen Menge fallender Steine.
Der Kopiščarjeva pot verläuft vom Poštarski dom bzw. Erjavčeva koča pod Sovno glavo, quert die Nordwand des Prisojnik und schließt sich durch das Prednje okno dem markierten Gratkamm-Wanderweg an, auch »über Gladki rob« genannt.
Markierer der Alpenvereine Jesenice und Kranjska Gora werden in Zusammenarbeit mit den umliegenden GRS-Stationen den Weg überprüfen und geeignete Maßnahmen in der gegebenen Situation ergreifen. Alle Informationen zur Öffnung, Sperrung oder Wiederherstellung des Kopiščarjeva pot werden laufend auf den Webseiten des Alpenvereins Slowenien veröffentlicht.
Der Steinschlag ist die Folge schmelzenden Schnees und Eises, von dem in der Nordwand des Prisojnik noch viel vorhanden ist. Schnee und Eis wirken wie ein Bindemittel zwischen dem Material. Beim Schmelzen dieser Bindungen lockern sie sich, und schlecht gebundene Teile der Wand (Steine, Blöcke...) brechen ab. Die Antwort auf die Frage, warum all dieses Gesteinsmaterial nicht schon früher, z. B. im Vorjahr, abgegangen ist, liegt darin, dass Wasser beim Einfrieren sein Volumen erhöht und dadurch Risse im Fels aufgeweitet werden. In den letzten Jahren, in denen die globale Erwärmung immer deutlicher wird, wechseln sich auch im Winter kalte und wärmere Perioden ab. Dadurch taut das Eis in den Rissen zwischen den Felsen auf und gefriert wieder, was den Fels zusätzlich schwächt.
Selbstverständlich ist dies nicht der einzige Grund für fallende Steine. Größere Steinschläge entstehen meist durch den oben beschriebenen Prozess, es gibt aber eine Reihe anderer Ursachen. Verschiedene Arten der Erosion können genannt werden: biologische, chemische, wasserbedingte, windbedingte... Am häufigsten stellen jedoch unsere Kollegen, die sich auf höheren Abschnitten der Wege bewegen, eine Gefahr für die Bergbesucher dar. Vergessen wir auch die Bergtiere nicht – Gämsen, Steinböcke und sogar weidende Viehherden können eine »Quelle« fallender Steine sein.
Daher Vorsicht unter den Wänden, der Helm soll nicht zu Hause oder im Rucksack bleiben, auch ihm gönnen wir einen »Ausblick« und setzen ihn rechtzeitig auf den Kopf.
Quelle: PZS