Die Bedeutung der Qualifikation beim Führen in den Bergen
12.04.2023
Gefahren sind in den Bergen jederzeit vorhanden und in der Planinska zveza Slovenije haben wir besonders in der Wintersaison durch zahlreiche präventive Inhalte betont, dass die Wintersaison andere Fallstricke als der Sommer birgt, dass Winterbedingungen qualifizierte und erfahrene Personen erfordern und wenn weniger erfahrene Berggänger in die Berge ziehen, dringend die Führung durch qualifizierte und lizenzierte Bergführer benötigen. Der letzte Unfall in der Mali Mojstrovki hat genau dies aufgezeigt, dass man in die Berge mit hoher Verantwortung, Kenntnissen im Umgang mit Winterausrüstung und unter der Leitung qualifizierter Bergführer mit entsprechenden Kompetenzen gehen muss.
Leider sind gefährliche Situationen in den Bergen jederzeit vorhanden, was sich bei diesem schweren Unfall erneut gezeigt hat. Auch qualifizierte Bergführer können Gefahren nicht vollständig ausschließen, aber sie können sie begrenzen. Die Planinska zveza Slovenije warnt seit Jahren vor dem Problem der Führung von Bergtouren ohne angemessene Qualifikation von Führern, die in der Bergwelt ohne passende Kenntnisse und Erfahrungen führen.
Die Planinska zveza Slovenije als nationale Fachspitzensportverband für den Sport Bergsteigen – Alpinismus bildet Sportfachkräfte aus, zu denen auch PZS-Führer und Alpinlehrer gehören, auf Basis des Sportgesetzes. Die Ausbildung ist in verschiedene Stufen und Kompetenzen unterteilt, und Führer erneuern nach abgeschlossener Ausbildung für jede Schwierigkeitsstufe alle vier Jahre ihre Lizenz durch Teilnahme an Fortbildungen, und jährlich legen sie einen Bericht für die Registrierung vor, auf dessen Basis sie auch für Haftung im Rahmen der nicht gewerblichen Führungstätigkeit versichert sind.
Für gewerbliche Führungen müssen Führer ihre Haftpflichtversicherung im Rahmen ihres rechtlichen Status regeln. Gewerblich dürfen führen Bergführer auf Basis des Bergführergesetzes oder PZS-Führer bzw. Sportfachkräfte auf Basis des Sportgesetzes. Bergführer dürfen alle Schwierigkeitsgrade von Touren führen, Sportfachkräfte jedoch entsprechend ihrer Qualifikationsstufe und Kompetenzen sowie den Einschränkungen des Bergführergesetzes.
Die Župančičeva-Route auf der Mala Mojstrovka ist ein Kletteranstieg und PZS-Führer haben keine Qualifikation für die Führung von Kletterrouten. Dafür sind Alpinlehrer qualifiziert, die nicht gewerblich unter dem Dach alpinistischer Sektionen und Vereine tätig sind. Sie können mit maximal zwei Kursteilnehmern oder Anwärtern klettern, die an das Seil eingeseilt sind. Gewerblich dürfen eine Tour dieser Schwierigkeit nur Bergführer führen.
Führung in den Bergen ohne passende Kenntnisse und Qualifikation, unangemessenes Verhältnis zwischen der Anzahl der Geführten und der Anzahl der Führer ist inakzeptabel und gefährlich und wir verurteilen es aufs Schärfste. Darauf weisen wir seit Langem in unseren präventiven Inhalten hin. Wir haben jedoch keine Befugnis, hier einzugreifen, und diese Aufgabe müssen die zuständigen Inspektionsdienste im Staat erledigen.
Ergänzende Erklärung hierzu: Laut den in den Medien veröffentlichten Daten und im Zusammenhang mit dem jüngsten Unfall ist der Verein als Organisator kein Mitglied der PZS, die Person, die die Aktivität leitete, ist kein Sportfachkraft im Rahmen der PZS.