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Neuigkeiten / Die letzten Eisfänger auf dem Thron des 12. Bergfilm-Festivals

Die letzten Eisfänger auf dem Thron des 12. Bergfilm-Festivals

2.03.2018
Erstmals in der Geschichte des Bergfilm-Festivals erhält den Hauptpreis der Stadt Domžale ein slowenischer Film - Die letzten Eisfänger von Rožle Bregar und dem verstorbenen Regisseur Jure Breceljnik. Neben dem Hauptpreis hat die Jury des 12. Bergfilm-Festivals auch die Besten in den Kategorien Alpinismus, Klettern, Berge, Sport und Abenteuer sowie Bergnatur und -kultur ausgezeichnet, eine Sonderpreis vergab auch das Televizija Slovenija. Die preisgekrönten Filme sind von heute bis Sonntag in Ljubljana, Domžale und Mojstrana zu sehen, Cankarjev dom beherbergt heute noch Vorträge der deutschen Alpinistin Ines Papert sowie des slowenischen Alpinisten und Festivaldirektors Silvo Karo.



Den zentralen Festivalpreis erhält der zauberhafte slowenische Film Die letzten Eisfänger von Rožle Bregar und dem verstorbenen Regisseur Jure Breceljnik, in dem wir Grönland und seine Bewohner kennenlernen, die verschwundene Inuit-Kultur, aus deren Perspektive die Geschichte erzählt wird. "Die komplexe Geschichte führt uns zu einem raffinierten und rührenden Höhepunkt, weshalb wir den Hauptpreis der Stadt Domžale mit großer Freude dem Film Die letzten Eisfänger verleihen. Herzlichen Glückwunsch an das Filmteam, das die Vision des verstorbenen Jure Breceljnik verwirklicht und ein wahres Meisterwerk geschaffen hat," betonte die internationale Festivaljury, bestehend aus Billy Choi, Pawel Wysoczanski und Andrej Grmovšek, die auch in diesem Jahr vor der anspruchsvollen Aufgabe stand, das Beste aus 35 qualitativ hochwertigen Filmen auszuwählen. "Mit dem Team sind wir stolz, dass wir trotz tragischer Ereignisse durch die inuitische Erzählung einen offensichtlich exzellenten Dokumentarfilm in die Welt gebracht haben. Er hat das Wesentliche getroffen, indem er den Menschen die Wärme des kalten Landes Grönlands vermittelt hat. Neben den Preisen, die wir bereits auf anderen Festivals weltweit erhalten haben, ist dies sicherlich ein weiterer Beweis dafür, dass auch slowenisches Kino mit hochbudgetierten ausländischen Filmen mithalten kann. Wenn man etwas will, ist nichts unmöglich," war der Co-Regisseur Rožle Bregar gerührt. Breceljniks Film Magnesium und Schokolade über die Top-Sportkletterin Natalija Gros, später Jures Lebenspartnerin und heute Produzentin seiner Filme, erhielt 2009 den Preis für den besten Kletterfilm und den Publikumspreis; auf dem Bergfilm-Festival wurden auch seine Filme Islandquerung, Wild und Neue Dimension gezeigt. Der Siegerfilm läuft heute um 18 Uhr im Slowenischen Bergsteigermuseum und um 20 Uhr im Domžale Stadtkino, bei beiden Vorführungen sind die Filmemacher anwesend.



Der beste Alpinismusfilm ist der US-Film Wanderer: Die Legende von Fred Beckey (Dave O Leske), der objektiv, konsequent und mit einem Hauch Humor einen der ungewöhnlichsten Top-US-Alpinisten vorstellt. Die Jury wählte für den besten Kletterfilm Kokosnische des belgischen Regisseurs und Kletterers Sean Villanueva O Driscoll, der erneut mit einem Film begeisterte, in dem entspannt, witzig und keineswegs selbstherrlich das Top-Klettern und die wilden Abenteuer seiner interessanten Gruppe entdeckt werden. Den Preis für den besten Film über Berge, Sport und Abenteuer erhält der österreichische Film Leben in vier Elementen (Natalie Halla), der aus wunderschön gefilmten Szenen, subtil ins Attraktive Gefügte, das Leben von vier Abenteurern zeigt. Der exzellente Dokumentarfilm Reinkarnation eines tibetischen Mönchs (Moon Chang-yong, Jeon Jin, Südkorea), der die wunderbare und besondere Beziehung zwischen einem jungen Mönch und seinem alten Lehrer sowie ihren unvergesslichen Weg darstellt, ist Preisträger in der Kategorie Bergnatur und -kultur. Den Preis für den kurzen Bergfilm erhält Botaniker (Maude Plante-Husaruk, Kanada), ein wunderbarer, präziser und einsichtiger Porträt eines interessanten tadschikischen Mannes.



Die Jury vergab auch Ehrungen: dem Alpinismusfilm Dhaulagiri, Aufstieg auf den weißen Berg (Guillermo Glass, Cristian Harbaruk, Argentinien), dem Kletterfilm Štrcelj (Taylor Keating, Cedar Wright, USA), dem Film Magnetische Anziehung der Berge (Steve Wakeford, Frankreich, Großbritannien) in der Kategorie Berge, Sport und Abenteuer sowie dem Bergnatur- und -kulturfilm Santoalla (Daniel Mehrer, Andrew Becker, USA).



Televizija Slovenija (die Jury bestand aus Aleša Valič, Andrej Otovčevič und Goran Misir) zeichnete ebenfalls den englisch-französischen Dokumentarfilm

Magnetische Anziehung der Berge aus, der - wie seinen Hauptprotagonisten - Ausdauer und Aufrichtigkeit bei der Suche nach der Antwort auszeichnet, ob es sich wirklich lohnt, das Leben zu riskieren.



Neben qualitativ hochwertigen Filmen geben dem slowenischen Bergfilm-Festival auch die Referenten mit ihren Geschichten den Stempel. Am Mittwoch begeisterten Nives Meroi und Roman Benet die ausverkaufte Linhart-Halle im Cankarjev dom mit ihrer Unbeugsamkeit und Einfachheit, das erste Ehepaar, das gemeinsam auf alle vierzehn Achttausender gestiegen ist. Heute präsentieren in Ljubljana ihre Geschichten aus der Senkrechten noch die Top-deutsche Alpinistin Ines Papert sowie die slowenische Alpinismus-Legende und Festivaldirektor Silvo Karo, dessen Vortrag bereits ausverkauft ist.



Das slowenische Festival beherbergte in diesem Jahr auch ein Treffen des Internationalen Bergfilm-Verbandes, zahlreiche Schaffende schlossen sich uns bei den Filmvorführungen an. Am resonantesten war das Treffen mit Ivica Kostelić und Miha Podgornik, Protagonisten des Films Gegen den Horizont; in Ljubljana und Celje begeisterten Regisseur und Produzentin des Films Magnetische Anziehung der Berge Steve Wakeford und Menna Pritchard; im Cankarjev dom sprachen wir mit dem Co-Regisseur der Letzten Eisfänger Rožle Bregar und dem zweiten Kameramann Miha Avguštin, der Regisseurin von Leben in vier Elementen Natalie Halla, der Regisseurin von Nives Meroi und Roman Benet: 14 + 1 Vido Valenčič sowie dem Regisseur und Drehbuchautor von Auf dem Pfad der Hirten und Läufer Peter Vrčkovnik und den Produzenten und konzeptionellen Leitern des Films Dušan und Mira Papež (auch Drehbuchautorin), zusammen mit den Kindern, die die kleinen Hirten spielten. Bei den Vorführungen schlossen sich uns auch die Regisseurin des Films Vielleicht Monika Novak und die Alpinisten Marko Prezelj, Urban Novak und Aleš Česen sowie der Protagonist des Films Königreich der Vulkane Darjan Andrejc an.



Vorführungen der preisgekrönten Filme des 12. Bergfilm-Festivals



CANKARJEV DOM LJUBLJANA

Freitag, 2. März

18.00, Kosovelova-Halle: Magnetische Anziehung der Berge (AUSVERKAUFT)

20.00, Kosovelova-Halle: Leben in vier Elementen (AUSVERKAUFT)



DOMŽALE STADTKINO

Freitag, 2. März

20.00: Die letzten Eisfänger (Gespräch mit dem Filmteam)

Samstag, 3. März

18.00: Magnetische Anziehung der Berge

20.00: Dhaulagiri, Aufstieg auf den weißen Berg

Sonntag, 4. März

20.00: Reinkarnation eines tibetischen Mönchs



SLOVENISCHES BERGSTEIGERMUSEUM, MOJSTRANA

Freitag, 2. März

18.00: Die letzten Eisfänger (Gespräch mit dem Co-Regisseur)

Samstag, 3. März

18.00: Wanderer: Die Legende von Fred Beckey

Sonntag, 4. März

18.00: Magnetische Anziehung der Berge
         
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