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Neuigkeiten / Drei Viertel der Hütten auch im Winter geöffnet

Drei Viertel der Hütten auch im Winter geöffnet

22.12.2015
Dreiviertel der bewirteten Hütten in Slowenien sind auch in den Wintermonaten geöffnet, meist am Wochenende und an Feiertagen. Ein Drittel ist ständig geöffnet, hauptsächlich niedrigere und leichter erreichbare, einige auch im Hochgebirge, wo Besucher Unterschlupf auch in Winterräumen und Bivaks finden können. Über Besuche, aktuelle Verhältnisse und Hüttenöffnungen während der Feiertage haben wir mit einigen Hüttenwärtern gesprochen, vor der erwarteten erhöhten Bergsportaktivität in den kommenden Tagen lohnt es sich, erneut auf geeignete Ausrüstung und Tipps für sichereren Winterbesuch der Berge hinzuweisen.



Von 163 bewirteten Hütten (von insgesamt 178 Hütten, Schutzhütten und Bivaks) sind im Winter 123 geöffnet, meist am Wochenende und an Feiertagen, ständig geöffnet sind 56, davon 26 täglich im Winter, 30 täglich außer montags oder dienstags. „Die Öffnungszeiten sind unterschiedlich, Vereine passen sie selbstständig an je nach Bewirtungsmöglichkeiten, Wetterlage, Schneemenge oder Gefahren auf den Wegen an, daher sollten Bergsteiger die Hüttenöffnung bei den Bergvereinen, die einzelne Hütten betreiben, prüfen, besonders bei möglichen Schneefällen“, empfiehlt Janko Rabič, Leiter der Wirtschaftskommission des Alpenvereins Slowenien (PZS). Aktuelle Daten zur Hüttenöffnung sind auch auf der PZS-Website laufend veröffentlicht.



Hütten im Hochgebirge sind im Winter meist geschlossen, ganzjährig geöffnet bleiben zehn Hütten der I. Kategorie, darunter ständig geöffnet Dom na Komni, am Wochenende ab Freitag und an Feiertagen geöffnet Orožnova koča na Planini za Liscem und Koča na Kriški gori, am Wochenende und an Feiertagen öffnen Krekova koča na Ratitovcu, Frischaufov dom na Okrešlju, Kamniška koča na Kamniškem sedlu, Koča na Klemenči jami pod Ojstrico, Planinski dom na Kališču, Roblekov dom na Begunjščici und Koča Draga Karolina na Velikem Snežniku.



„Im Oktober und November war der Besuch gut, im Dezember unter der Woche weniger Bergsteiger, an schönen Wochenenden aber überdurchschnittlich. Die Hütte ist täglich auch an Feiertagen geöffnet, für organisiertes Silvester sind aber alle Plätze schon vergeben“, sagt Herman Uranič, Winterwärter von Dom na Komni (1520 m, PD Ljubljana-Matica), und empfiehlt für den Besuch geeignete Ausrüstung: „Schnee ist fast keiner mehr da, in schattigen Lagen aber meist vereist, daher ist es ratsam, Steigeisen dabei zu haben, um auf kurzen vereisten Abschnitten nicht auszurutschen. Auch zu umliegenden Gipfeln gut passierbar und meist trocken Richtung Triglavske jezera und über Komarča.“ Das Triglav-Gebiet mit seinen Wegen und Gipfeln lockt auch im Winter. Triglavski dom na Kredarici ist im Winter offiziell geschlossen, in un beheizten Räumen kann man aber rasten. Planinski dom Tamar ist ständig geöffnet und bewirtet. Erjavčeva koča na Vršiču ist vom 25. Dezember bis 6. Januar täglich geöffnet, danach im Winter am Wochenende, Koča na Gozdu und Mihov dom na Vršiču am Wochenende, Koča v Krnici am Wochenende bei klarem Wetter.



Koča Draga Karolina na Velikem Snežniku (1796 m, PD Snežnik Ilirska Bistrica), dem höchsten slowenischen außeralpinen Gipfel, war im November geschlossen, an Dezemberwochenenden aber trotz gutem Wetter der Besuch geringer als erwartet, wohl weil kein Schnee liegt, betont Wärter Slavko Škoberne und ergänzt: „Ich rechne mit mehr Besuch über Weihnachten und Silvester. Die Hütte ist vom 25. bis 27. Dezember nachmittags geöffnet, unter der Woche geschlossen und wieder für Silvester früh nachmittags bis Sonntag, 3. Januar. Weiter entscheiden wir je nach Lage. Derzeit ist der Weg trocken, keine besondere technische Ausrüstung nötig, mehr Vorsicht beim Abstieg rate ich wegen einiger verharschter Schneeflächen. Kleinsteigeisen sind stellenweise nützlich, bei Schneefall normale Steigeisen und Eispickel nötig.“



Geöffnet sind meist Hütten im Mittelgebirge und tiefer gelegene Hütten, die leichter erreichbar bzw. leichter zu bewirten sind. Eine der Hauptwinterstationen der Bergsteiger in den Karawanken ist Planinski dom na Zelenici (1536 m, PD Tržič), die sich mit exzellenter Bewirtschaftung rühmen kann. „Die modern ausgestattete Hütte hat freundliche Wärter und bietet u. a. kostenlose Verleih von Bergsportausrüstung. Letztes Jahr hatten wir 30 Prozent mehr Umsatz als im Vorjahr, dieses Jahr sicher ein Fünftel mehr als letztes, das zeigt unsere Arbeit und Mühe“, zufrieden Stanko Koblar, Eigentümer und Leiter des Bergsportbildungs-zentrums auf Zelenica. Herbstbesuch war gut, November überdurchschnittlich wegen bergfreundlichem Wetter, an Wochenenden auf Zelenica Winterbergsteigerkurse, Abschlüsse und Treffen alpinistischer Sektionen und Vereine, Kinderlager, auch Silvester. „Die Hütte ist ständig ab Freitagmittag bis Sonntagabend geöffnet, an Feiertagen vom 25. Dezember vormittags bis 3. Januar abends, geöffnet in Ferienzeiten, für Gruppen nach Absprache auch unter der Woche“, sagt Koblar und beschreibt die Verhältnisse: „Derzeit überall im Schatten vereist und wir warten auf Schnee. Im Mittelgebirge oder höher mindestens Kleinsteigeisen im Rucksack obligatorisch, für anspruchsvolleres Gelände große. Höher gegen Vrtača und Zelenjak trocken, für Aufstieg auf Begunjščica von Norden Steigeisen nötig, da stellenweise vereister Weg, Südhang trocken.“



Auch Velika planina ist ein beliebtes und aussichtsreiches Winterbergziel. „Besucher brauchen aktuell nur normale Bergsportausrüstung, sonst mehr Spaziergänger als Bergsteiger. Mit Wochenendbesuch zufrieden, unter der Woche kommen nur Einzelbesucher, obwohl meist sonnig und windstill. Ganzjährig täglich geöffnet, ebenso an Feiertagen, herzlich willkommen“, lädt Lojze Ovijač, Wärter von Domžalski dom na Mali planini (1534 m, PD Domžale), einer familien- und umweltfreundlichen Berg-hütte ein. Ständig geöffnet und ebenfalls mit beiden Zertifikaten – umwelt- und familienfreundliche Hütte – ausgestattet ist Mozirska koča na Golteh (1356 m, PD Mozirje). „Herbstbesuch besser als letztes Jahr, früher Schnee lockte Familien zu ersten Winterfreuden, Bergsteiger kommen eher solo. Unsere Hütte ganzjährig geöffnet, auch an Feiertagen, wer sich sonnenbadend hingeben will, ab in die Berge“, betont Wärter Filip Vrabič und fügt hinzu: „Derzeit meist trockene, aber stellenweise vereiste Wege, daher Kleinsteigeisen empfohlen. Lob aber für die ehrenamtliche Arbeit der Wegmarkierer, die nach letztem Jahr Vereisung alle Wege wieder sicher gemacht haben.“



Im Winter kann man auch in Winterräumen übernachten, die einige Berg-hütten haben, darunter Pogačnikov dom na Kriških podih, Zavetišče pod Špičkom, Zasavska koča na Prehodavcih, Planinski dom pri Krnskih jezerih, Koča pri Triglavskih jezerih und Kocbekov dom na Korošici. In Vratih ist ein Winterraum ständig in der Nähe von Aljažev dom geöffnet. Slowenien hat auch 15 Bivaks, hauptsächlich für Notunterkunft und Übernachtung, vor allem Alpinisten nach anstrengenden Klettertouren.



Winterliche Bergbesuche zeichnen sich durch niedrigere Temperaturen, kürzere Tage, nicht überall geöffnete Hütten und spezifische Schneeverhältnisse aus. „Im Mittelgebirge und Hochgebirge trocken mit vorherrschenden Herbstverhältnissen. Man darf nicht vergessen, dass Schnee stellenweise liegt und Wege bedeckt oder Wege vereist sind. Besonders gefährlich sind niedrigere Lagen, wo Eis mit Laub bedeckt ist. Neben der immer mitzuführenden Ausrüstung im Rucksack gehören obligatorisch Steigeisen und Eispickel dazu, da man nur damit vereiste Stellen sicher queren kann. Wir müssen uns bewusst sein, dass sich bei für die Zeit relativ hohen Temperaturen in den Bergen die Verhältnisse schnell ändern können. Daher sind ungeeignete Ausrüstung, Unkenntnis der Handhabung und nicht warme genug Kleidung keine Ausreden, weil derzeit wenig Schnee in den Bergen liegt oder manche Wege fast trocken sind“, warnt Bergretter und PZS-Experte Matjaž Šerkezi und rät: „Im Rucksack obligatorische Bergsportausrüstung, neben Stirnlampe, Erste Hilfe, Ersatzkleidung, Essen und warmer Getränk auch Steigeisen und Eispickel, auch wenn man sie umsonst mitschleppt. Im Hochgebirge nicht vergessen: Lawinen-Dreier, obligatorisch Handy mit voller Batterie und deaktiviertem Datenroaming. Unter der Kleidung lagern und nicht im Rucksack. In Gesellschaft aufbrechen, obligatorisch in der Talsohle Mitteilung, wohin der Weg führt.
         
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