Erklärung des PZS-Präsidenten Bojan Rotovnik
30.01.2014
Erklärung des PZS-Präsidenten Bojan Rotovnik zum Entwurf des Gesetzes über Änderungen des Naturschutzgesetzes, das das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt in die öffentliche
Beratung am Freitag, den 24. Januar 2014, gegeben hat:
In der PZS sind wir überrascht über den Vorschlag zur Ergänzung des Naturschutzgesetzes, da wir uns dafür einsetzen, dass
die Gesetzgebung zwischen Fahrten im natürlichen Umfeld mit Motorfahrzeugen und Fahrten mit Fahrrädern unterscheiden muss, da
der Einfluss von Fahrten mit Motorfahrzeugen auf die Natur wesentlich schädlicher ist. Daher unterstützen wir sehr strenge Einschränkungen
und hohe Strafen hinsichtlich Fahrten mit Motorfahrzeugen im natürlichen Umfeld. Für Fahrten mit Fahrrädern unterstützen wir mildere
Formen von Einschränkungen und setzen uns dafür ein, dass für Fahrten mit Fahrrädern auch alle unklassifizierten Straßen sowie
Forst- und Feldwege geöffnet werden, also alle Flächen, die grundsätzlich für den Fahrzeugverkehr angelegt sind.
Bergwege, die nicht entlang von Straßen verlaufen, können auch für Fahrradfahrten geöffnet werden, wenn ein solcher
Bergweg den angenommenen fachlichen Kriterien entspricht und der Pflegeverantwortliche zustimmt, der den
vorgeschriebenen Verfahren durchführen und einen solchen Weg angemessen kennzeichnen muss. In der Bergsportorganisation haben wir im Jahr 2013 den
ersten Bergweg auch für die Nutzung mit Fahrrädern geöffnet, für 2014 bereiten wir die Eröffnung neuer solcher Wege vor.
Diese Verfahren verlaufen wesentlich schneller dort, wo bei der Gestaltung und Wartung dieser Wege aktiv mitwirken
auch Radfahrer. Auf solchen Wegen gilt das Prinzip, dass der Fußgänger absolute Vorfahrt hat.
In der PZS lehnen wir jedoch alle Fahrten, auch mit Fahrrädern, auf Weglosen, auf Bergwegen oberhalb der Waldgrenze
bzw. im Hochgebirge (außer auf bestehenden Straßen), auf Bergwegen über Moore und Feuchtgebiete
sowie auf lockerem-instabilen Gelände, auf Bergwegen, die mit Massenwanderungen belastet sind,
auf Bergwegen mit eingebauten metallenen und hölzernen Sicherungen sowie in Schutzgebieten,
außer auf Wegen, die speziell für Radfahrer bestimmt sind, ab. Aus diesem Grund unterstützen wir auch nicht die allgemeine
Aufhebung des Verbots von Fahrten im natürlichen Umfeld für Radfahrer, sondern setzen uns dafür ein, dass Fahrten mit
Fahrrädern im natürlichen Umfeld nur auf Flächen möglich sind, wo dies ausdrücklich erlaubt ist.
Gleichzeitig setzen wir uns dafür ein, dass der Staat auch die Bedingungen für die Einrichtung spezieller
Sportpolygone für Mountainbiker und verschiedene Motorfahrzeuge gesetzlich regelt, da wir der Ansicht sind, dass bei
einer ausreichenden Anzahl solcher Polygone die Belastung des natürlichen Umfelds wesentlich reduziert würde.
Präsident der PZS
Bojan Rotovnik