13.11.2021
Wanderer auf dem beliebten Wanderweg zwischen Kranjska Gora und Krnica wurden kurz vor 16:30 Uhr vom Geräusch eines Poltern überrascht. Es stellte sich heraus, dass ein Felssturz direkt unter dem Gipfel des Dovški Gamsovec ausgelöst wurde. Mehrere Kubikmeter Felsen, Steine und Schutt donnerten talwärts. Der letzte große Felssturz in diesem Gebiet ereignete sich vor 15 Jahren. Seine Spuren sind an der Wand noch immer sichtbar.
Wir standen gerade am Gedenkpark in Mali Tamar auf dem Weg aus dem alpinen Krnica-Tal, das ein beliebter Ausgangspunkt für den Aufstieg zu mächtigen Zweitausendern wie Škrlatica, Rakova Špica und Rogljica ist. Die Ruhe unter den Bergsteigern wurde plötzlich von einem lauten Geräusch unterbrochen. Zuerst klang es wie Donner, dann dachten wir an ein Erdbeben oder ein Flugzeug in Not, dann bemerkten wir eine Bewegung in der grauen Wand.
Unter dem 2442 Meter hohen Dovški Gamsovec löste sich ein großer Felssturz aus, der fast zwei Minuten dauerte. „Riesige Kubikmeter Material flogen talwärts, unser erster Gedanke galt der Hütte in Krnica. 2007 löste sich eine Lawine von der Zadnja glava unter dem Prisank, die in unmittelbarer Nähe der Hütte liegt. Die Folgen dieses Sturzes sind an der Wand noch immer sichtbar“, zeigen David Plahutnik und Drago Jazbec auf die hellbraune Narbe.
Und genau eine solche Spur wurde auch unter dem Dovški Gamsovec sichtbar, als der Felssturz endlich zum Stillstand kam. Wir riefen sofort in der Hütte in Krnica an, wo uns die Betreuer, das Ehepaar Milena und Marko Primc Pustotnik, mitteilten, dass bei ihnen alles in Ordnung sei, da der Sturz etwa einen Luftkilometer entfernt war. Sie kümmern sich seit fast vier Jahren um die Hütte und ihre Gäste, haben aber noch nie einen so großen Sturz erlebt: „Poltern hört man hier oft, aber es handelt sich um kleinere Steinstürze oder Schneelawinen, so etwas haben wir noch nicht erlebt“, sagten sie unserem Portal, als sie sich die Szene auf dem Hang ansahen.
Das Video des Felssturzes können Sie unten ansehen, der wilde Beginn ist jedoch nicht im Bild, da er alle in seiner Nähe überraschte.
Quelle:
https://www.24ur.com/novice/slovenija/v-objektiv-ujeli-velik-skalni-podor-nad-krnico.html