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Neuigkeiten / Forschung: Die Anzahl der Schlangen in Slowenien nimmt weiter ab...

Forschung: Die Anzahl der Schlangen in Slowenien nimmt weiter ab...

3.07.2025
Forschung: Die Anzahl der Schlangen in Slowenien nimmt weiter ab, obwohl sie geschützt sind.

Schlangen greifen den Menschen nicht an, einige Arten wehren sich nur mit einem Biss, wenn man in ihre unmittelbare Nähe greift oder sie berührt. Obwohl sie in Slowenien geschützt sind, nimmt ihre Population weiter ab, zeigt eine Untersuchung der Biotechnischen Fakultät.

Amphibien und Reptilien sind geschützt, dennoch bleiben sie bedroht, erklärte die Forscherin von der Biotechnischen Fakultät in Ljubljana Katja Konc auf einer Pressekonferenz nach einem kürzlichen Modras-Bissvorfall.

„Die Europäische Umweltagentur hat festgestellt, dass die Landwirtschaft einer der Schlüsseldrücke auf diese Tiere ist. Gleichzeitig stellen Urbanisierung, Wilderei und Verkehr Druck dar, ein großer Teil auch negative Einstellungen, die hauptsächlich aus mangelndem Wissen, Mythen und Volksüberlieferungen resultieren“, umriss sie.

An der Biotechnischen Fakultät Ljubljana wurde zwischen April und Juni 2024 eine Umfrage zu den Einstellungen von Landwirten gegenüber Reptilien und Amphibien durchgeführt, an der 462 Landwirte aus dem Pomurje und Zentralslowenien teilnahmen. Landwirte kennen nach Konc gängige und markante Arten gut. Die wichtigste Motivation für naturfreundliche Praktiken stammt aus der Tradition, auch intrinsische bzw. innere Motivation ist wichtig. 73 Prozent der Befragten bemerken einen Rückgang der Amphibien und Reptilien in der lokalen Umgebung.

Einstellung zu Schlangen ist negativ
Die Forschung zeigte auch, dass die Einstellung der Landwirte zu Schlangen viel negativer ist als zu anderen Tieren. Landwirte, die die Biologie und Ökologie von Schlangen besser kennen, haben auch leicht positivere Einstellungen zu ihnen, was nach Koncs Meinung die Bedeutung von Bildung und Aufklärung zeigt.

Im Jahr 2020 gab es in Europa etwa 60 Schlangenarten, in Slowenien leben 11 Arten, davon zwei, für die keine neueren Daten vorliegen. Slowenische Schlangen gehören zur Familie der Gože, die ungiftig sind, und zur Familie der Gade, die giftig sind, erklärte Anamarija Žagar vom Nationalinstitut für Biologie.

Schlangen wehren sich mit Biss
Schlangen sind Raubtiere, greifen aber ihre Beute und nicht den Menschen an, betonte der Leiter des Projekts Kačofon im Herpetologischen Verein Griša Planinc. Einige Arten wehren sich mit einem Biss nur, wenn der Mensch in die unmittelbare Nähe ihres Kopfes greift oder sie berührt.

In Slowenien verteidigen sich Belouška und Kobranka nie mit einem Biss. Zu den Arten, die sich mit einem Biss wehren, der für den Menschen nicht gefährlich ist, gehören Črnica, Belica, Progasti Gož, Smokulja und Mačjeoka Kača. Zu den Giftigen in Slowenien gehören hingegen Modras, Navadni Gad und Laški Gad, der in Slowenien nur an der Grenze zu Italien gefunden wird.

Wie bei Schlangenbiss vorgehen?
Bei einem Biss einer ungiftigen Schlange rät Planinc allen, die Bisswunde zu desinfizieren. Bei einem Giftbiss sich einen Meter entfernen, die Schlange fotografieren und den Notarzt rufen. Er rät dem Vergifteten, ruhig zu bleiben, damit sich das Gift langsamer im Körper ausbreitet.

Der Vergiftete soll bequem und sicher positioniert werden, da er ohnmächtig werden kann, und alles entfernen, was die Bissstelle einschnüren könnte, wie Uhr, Schmuck und Kleidung. Er empfiehlt, die Bissstelle unter Herzhöhe zu halten.

Ein Meter Sicherheitsabstand
Allen, die eine Schlange in der Natur begegnen, empfiehlt er, mindestens einen Meter Sicherheitsabstand zu wahren. Man kann sie beobachten und fotografieren für eine spätere sichere Artbestimmung. Er empfiehlt, sie zu umgehen oder zu warten, bis sie sich entfernt. „Es ist gut, angemessen beschuht zu sein, Wege zu nutzen und unter die Füße zu schauen. Nicht mit den Händen ins Unbekannte greifen, immer prüfen, wo man sich setzt oder hinlegt“, riet er.

Planinc erklärte, dass Schlangen keine Verstecke selbst bauen können, daher bestehende nutzen, die man um das Haus entfernen kann. Wenn Schlangen in menschlichen Siedlungen Unterschlupf suchen, empfiehlt er, sie in die natürliche Umwelt zurückzubringen. Unter der Nummer 040 322 449 kann man auch Kačofon für Hilfe anrufen, wo Freiwillige u.a. Informationen, Beratung und Bildung anbieten.

Quelle: https://www.rtvslo.si/okolje/narava/raziskava-stevilo-kac-v-sloveniji-se-vedno-upada-ceprav-so-zavarovane/750848
         
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