Für sicherere Besuche in den Bergen
16.12.2016
Die nahenden schönen Tage und Feiertage sind ideal für Bergbesuche. Wir dürfen jedoch nicht vergessen, dass in der Hochgebirgsregion und teilweise im Mittelgebirge bereits Schnee liegt, vor allem auf Nordhängen und oberhalb 2000 Metern. Die GRZS-Bergunfallstatistiken und kürzliche tödliche Unfälle sollen uns mahnen, dass wir geplant, vorbereitet und verantwortungsvoll in die Berge gehen. Wir bitten alle Bergbesucher, die Empfehlungen der Experten zu beachten, da das Bewegen in den Bergen ohne geeignete Ausrüstung, Wissen und Erfahrung gefährlich ist!
In der Hochgebirgsregion und teilweise im Mittelgebirge liegt bereits Schnee, vor allem auf Nordhängen und oberhalb 2000 Metern. Die Temperaturen sinken nachts an vielen Stellen unter null und frieren somit den Boden ein - Eis verbirgt sich unter trockenem Gras und Laub. Zu dieser Zeit sind die Tage kürzer, viele Hütten geschlossen, ein zusätzlicher Faktor ist Schnee und damit verbundene Lawinen und niedrige Temperaturen.
Wir bitten alle Bergbesucher, die Empfehlungen der Experten zu beachten, da das Bewegen in den Bergen ohne geeignete Ausrüstung, Wissen und Erfahrung gefährlich ist!
Die Verwendung von Eispickel und Steigeisen im Winter (neben der obligatorischen Ausrüstung, die in jedem Rucksack sein muss), unabhängig vom Schnee in den Bergen, ist Pflicht, daher müssen sie in jedem Rucksack sein.
Sogenannte Ketten, Mikrospikes, Schneeschuhe…, die für das Gehen auf verschneiten und vereisten Forststraßen und gefrorenem Boden in urbanen Umgebungen gedacht sind, SIND KEIN GEEIGNETER Ersatz für klassische Wander-Steigeisen mit 12 Zacken und sind gefährlich, wenn sie in den Bergen oder wo das Gelände es nicht erlaubt, verwendet werden!
Wir empfehlen die Verwendung eines Helms, besonders dort:
- wo Bergwege unter Wänden verlaufen und Gefahr von herabfallenden Steinen besteht,
- auf Schuttkuppen, wo die Möglichkeit erhöht ist, dass andere Besucher Steine lostreten,
- der Helm schützt den Kopf auch bei Stürzen.
Ein fester Bestandteil der Ausrüstung ist das Lawinen-3er-Set, bestehend aus Lawinenpiepser, Sonde und Aluminiumschaufel. Die Empfehlung der internationalen Organisation IKAR ist auch, dass der Lawinenpiepser: digital, dreiantennig sein muss und einen Markiertaster für den Fall mehrerer Verschütteter hat. Bei häufigen Winter-Bergbesuchen ist es ratsam, auch einen Rucksack mit Airbag in Betracht zu ziehen.
Jetzt ist auch die Zeit, dass jeder sein Wissen über sicherere Bergbesuche im Winter auffrischt, die Batterien im Lawinenpiepser wechselt oder ihn zur Funktionsprüfung und Software-Update bringt (Informationen zu Prüfung und Update für spezifische Typen ausschließlich bei autorisierten Händlern).
Bergbesucher können Wissen und Erfahrungen für sichereres Winter-Bergehen auf Kursen und Schulungen erwerben: 21.-22. 1. 2017 auf Pokljuka: Tag Lawinenschutz (GRZS), 7. 1. 2017 auf Zelenica: Kurs Lawinenschutz (GRS Tržič), 21. 1. 2017 in Grohot pod Raduho: Lawinentag (GRS Koroške), 27.-28. 1. 2017 auf Mali planini: Kurs sichereres Berggehen (GRS Kamnik), 11.-12. 2. 2017 auf Okrešlju: Tag Lawinenschutz (GRS Celje).
Lassen Sie sich nicht von Beiträgen und schönen Fotos in sozialen Medien und Webseiten täuschen. Es handelt sich um subjektive Einschätzungen; was für mich machbar ist, muss es für Sie nicht sein, da ich nicht weiß, wer hinter dem Beitrag steht - welche Erfahrungen, Wissen... Qualitativ hochwertige und geprüfte Informationen finden Sie auf den Webseiten des Planinski Zveza Slovenije und der Gorska Reševalna Zveza Slovenije sowie in gedruckten Ausgaben (Bergführer, Bergkarten...).
Der Aufbruch in die Berge im Winter erfordert genaue Planung, Einholung von Geländemeldungen und Berücksichtigung persönlicher psychophysischer Eigenschaften, Erfahrungen und Kenntnisse aus der Bergsteigerschule. Andernfalls raten wir, mit einem Führer des Planinski Zveza Slovenije oder Bergführer zu gehen oder einem der Bergsteigervereine beizutreten, die qualifiziertes Personal für sicherere Bergbesuche haben.
Die GRZS-Bergunfallstatistiken und kürzliche tödliche Unfälle sollen uns mahnen, dass wir geplant, vorbereitet und verantwortungsvoll in die Berge gehen: GEPLANT, VORBEREITET UND VERANTWORTUNGSVOLL.