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Neuigkeiten / Im Hochgebirge noch viel Schnee, daher das Ziel sorgfältig wählen

Im Hochgebirge noch viel Schnee, daher das Ziel sorgfältig wählen

15.06.2021
Obwohl das Tal-Leben bereits fast vollständig vom Sommer durchdrungen ist, ist das Bild im Hochgebirge völlig anders. Einzelne Teile der Wege im Hochgebirge sind noch immer mit Schnee bedeckt, daher ist noch größere Vorsicht und gute Vorbereitung auf den Weg notwendig. Aufgrund epidemiologischer Maßnahmen müssen wir auf bestimmte Einschränkungen achten, die in Bergütten gelten, daher ist es vor der Abfahrt in die Berge unbedingt notwendig, die Übernachtung in der Hütte zu reservieren. In den letzten Jahren ist in den Bergen auch ein Anstieg von Tourenradfahrern zu beobachten, daher haben wir beim Slowenischen Alpenverein kurze Videobeiträge für alle vorbereitet, die sich für diese Art des Radfahrens interessieren und die Bergwelt sicherer besuchen möchten. All das waren Themen der heutigen Pressekonferenz in Kamniška Bistrica.



Die slowenischen Berge sind wunderbar, besonders in den Sommermonaten, aber aufgrund des langen Winters in diesem Jahr muss man wissen, dass einzelne Teile der Wege im Hochgebirge noch immer mit Schnee bedeckt sind. „Vorsichtig müssen wir besonders dort sein, wo Wege über Geröllhalden, an Nordseiten, in Schluchten verlaufen, wohin die Sonne selten scheint. Der Schnee ist tagsüber weich und bricht ein, gegen Abend oder frühmorgens gefroren. Für Bergwanderer stellt er eine Falle dar; im ersten Fall, dass er unter uns einbricht und wir uns dabei die Knie verletzen, im zweiten können wir darauf ausrutschen und uns schwer verletzen. Solche Schneefelder auf steilem Untergrund können nur mit geeigneter Ausrüstung (Eispickel und Steigeisen) und Wissen überquert werden. Aufgrund des Schmelzens der Schneedecke und des Nachlassens der Kälte erwarten wir mehr herabgefallene Steine, da sie bisher am Untergrund angefroren waren, und die Erosion tut ihr Übriges. Wir empfehlen die Verwendung eines Helms, der eine Konstante auf unseren Wegen im Hochgebirge sein sollte, besonders dort, wo Wege unter Wänden, über Geröllhalden verlaufen oder wo es eine große Anzahl von Besuchern gibt. Mancher Bergweg ist aufgrund des langen Winters noch beschädigt, Stahlseile können gerissen sein, oder sogar ein Teil des Weges fehlt aufgrund starker Berg-Erosion. All diese Informationen haben wir auf der Website des Slowenischen Alpenvereins gesammelt,“ betont der Fachmitarbeiter des PZS Matjaž Šerkezi.



Anstieg der Tourenradfahrer



In den letzten Jahren besuchen immer mehr Menschen die Berge mit Mountainbikes. Elektroräder haben diese Welt auch denen nähergebracht, die nicht physisch gut vorbereitet sind oder bestimmte gesundheitliche Einschränkungen hatten. Touren- und Mountainbiking ist sicherlich eine willkommene Form der Erholung, die positiv auf die Gesundheit und das Wohlbefinden der Menschen wirkt. „Man muss sich bewusst sein, dass Touren- und Mountainbiker genau wie Bergwanderer Besucher der Bergwelt sind und dass dies eine Welt ist, in der empfindliche Tier- und Pflanzenarten leben und ihnen jedes unvorhersehbare Ereignis das Leben verkürzen kann. Zudem muss man die Berg-Etikette beachten. Auf dem Rad sind wir schneller, oft auch lautlos, daher ist es umso wichtiger, dort zu fahren, wo es erlaubt ist, Bergwanderer auf unsere Präsenz aufmerksam zu machen, die Geschwindigkeit zu reduzieren oder sogar anzuhalten. Die gleichen Regeln gelten auch für Nutzer von E-Bikes, denen wir besonders empfehlen, dass obwohl das E-Bike ziemlich steile Anstiege ermöglicht, wir nicht vergessen dürfen, dass wir denselben Weg auch abfahren müssen, was nur mit der richtigen Abfahrtstechnik möglich ist. Kürzlich haben wir in Slowenien die erste Einheit von Bergrettern auf E-Bikes bekommen, was ihnen eine noch schnellere Ankunft bei Unfallopfern in den Bergen ermöglicht, die wir überhaupt nicht wollen,“ fügt Matjaž Šerkezi hinzu.



Videobeiträge für sichereres Tourenradfahren



Da Tourenradfahren eine immer beliebtere Aktivität unter Bergwanderern ist und da wir bemerken, dass viele die Grundlagen dieser Art des Radfahrens nicht kennen, haben wir beim PZS 10 kurze Filme vorbereitet, mit dem Ziel, Radliebhabern grundlegende Tipps für sichereres Fahren zu geben.

Die Filmchen werden auf der Website erreichbar sein https://migimigi.si/.



Das Coronavirus hat in den letzten 15 Monaten auch das Bergsteigen stark beeinflusst. Sowohl aus Sicht der allen bekannten Einschränkungen, die in bestimmten Perioden galten, andererseits haben auch noch mehr Menschen die Vorteile der Entspannung und Erholung in den Bergen und Hügeln erkannt, daher ist die Anzahl der Besucher gestiegen. Daher sind Tipps für einen sichereren Besuch der Berge und Almen umso wichtiger.



Grundlegende Tipps für einen sichereren Besuch der Berge:



→ Planen Sie den Weg.

→ Gehen Sie in die Berge mit einem Rucksack mit notwendiger Bergausrüstung.

→ Rufen Sie in der Berghütte an und reservieren Sie das Schlafen.

→ Für den Besuch der Berge gilt das Prinzip der Stufenweise von weniger anspruchsvoll zu anspruchsvoller; von niedriger zu höher. Die erste Bergtour soll nicht Triglav sein, sparen wir ihn für den späteren Teil des Sommers, wenn wir gut eingelaufen und besser physisch vorbereitet sind.

→ Leckeres Essen und erfrischende Getränke bekommen Sie in der Berghütte, im Rucksack nur eine Jause und etwas Flüssigkeit.

→ Ziehen Sie leichte, sommerliche Bergschuhe an. Wir empfehlen hohe, eventuell halbhohe, besonders für Füße, die nicht an das Gehen auf Bergwegen gewöhnt sind.

→ Gehen Sie früh in die Berge, um vier, fünf, und versuchen Sie auf diese Weise sommerlichen Gewittern auszuweichen, die von Blitzen begleitet werden.

→ Müll bringen Sie ins Tal und entsorgen Sie ihn in Mülltonnen.

→ Bei der Überquerung von Bergweiden beachten Sie den Lebensraum der Tiere, die dort weiden. Beobachten Sie sie aus der Ferne. Wenn Sie Hundefellchen bei sich haben, binden Sie sie an die Leine.

→ Wenn Sie zu einem gerissenen Stahlseil kommen und der Weg nicht sicher zum Überqueren ist, kehren Sie um; wenn Sie sich nicht wohl fühlen oder einen schlechten Tag haben; setzen Sie sich, atmen Sie durch, schauen Sie die Natur um sich herum an und kehren Sie mit einem Lächeln zurück; wenn Sie die Markierungen verlieren, kehren Sie auf demselben Weg zurück ...



Maßnahmen beim Besuch von Berghütten



Ähnlich wie letztes Jahr schauen wir auch dieses Jahr einerseits voller Hoffnung und zugleich mit großer Vorsicht auf die kommende Bergsaison. Vor uns liegt die hohe Sommersaison, Urlaubszeit, die viele Menschen in den Bergen und in Berghütten nutzen werden. „Auch in diesem Jahr ist es in Berghütten möglich, Touristenbons zu nutzen, zusätzlich laden wir alle Besucher ein, auch Mitglieder von Bergvereinen zu werden und so weitere Vorteile zu nutzen. Der Besuch von Berghütten und die Bedienung auf Terrassen ist für alle zugänglich. Nach den derzeit geltenden Maßnahmen gilt für die Bedienung im Inneren von Berghütten und für die Übernachtung die Bedingung PCT (überstanden, geimpft, getestet), gleich wie in den übrigen Gast- und Tourismuskapazitäten. Daher bitten wir alle Besucher, das bei der Planung von Bergausflügen zu berücksichtigen,“ sagte der Generalsekretär des PZS Damjan Omerzu. Dabei fügte er hinzu, dass Berghütten, vor allem hochgebirgige, auch eine wichtige Rolle als Schutz vor unvorhersehbaren bergigen Wettersituationen haben und aus Sicht der Sicherheit der Besucher der Bergwelt unverzichtbar sind. „Daher haben wir mit Hilfe der Touristen- und Gastgewerbekammer Vorschläge an das Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung und Technologie sowie an das Ministerium für Gesundheit gesendet, um diese Situation bei der Annahme weiterer, angepasster Maßnahmen zu berücksichtigen. Gleichermaßen sind die Betreiber hochgebirgiger Hütten in Not, da es ihnen aufgrund der Entfernung vom Tal sehr erschwert ist, wöchentliche Testungen des Personals durchzuführen, das sich nur zu diesem Zweck jede Woche zu mehrstündig zu Fuß entfernten Testpunkten zurückkehren müsste. An dieser Stelle appellieren wir erneut an die zuständigen staatlichen Institutionen, dass bezüglich dieser Fragen eine Anpassung der geltenden Maßnahmen möglich sein wird, zumindest in Form der Möglichkeit des Selbttestens für Personal in hochgebirgigen Hütten.“



Öffnung der Berghütten



Immer mehr Berghütten sind geöffnet und auf die Sommersaison vorbereitet. Im Mittelgebirge sind praktisch alle Berghütten geöffnet. Hochgebirgshütten öffnen sich aufgrund der Schneeverhältnisse schrittweise, die letzten werden Anfang Juli geöffnet. In den Karawanken und Kamnik-Savinja-Alpen sind die Hütten bereits geöffnet, außer Prešernova koča na Stolu (25.6.) und Češka koča (25.6.). Ein Teil der Hütten öffnet sich noch dieses Wochenende (Poštarski und Tičarjev dom na Vršiču, Koča na Planini pri Jezeru, Gomiščkovo zavetišče na Krnu), ein Teil am Feiertagswochenende 25.6. (Koča pod Bogatinom, Koča pri Triglavskih jezerih, Triglavski dom na Kredarici, Zasavska koča na Prehodavcih, Pogačnikov dom na Kriških podih), die letzten Hütten ab 1.7. (Vodnikov dom na Velem polju, Dom Planika pod Triglavom, Koča na Doliču, Dom Valentina Staniča pod Triglavom). Den aktuellen Stand bezüglich der Öffnung der Hütten verfolgen Sie auf https://www.pzs.si/koce.php.



Reservierungssystem



Slowenische Bergvereine verwalten 179 Berghütten, Schutzhütten und Biwaks. „In den letzten Jahren ist ein Trend zu einer erhöhten Anzahl von Übernachtungen in Berghütten zu beobachten, vor allem ausländischer Bergwanderer. Ausnahmsweise war nur das letzte Jahr, als die Gesamtzahl der Übernachtungen um 30 % im Vergleich zum Jahr 2019 abnahm, die Zahl der Ausländer sogar um 66 %,“ sagt der Fachmitarbeiter des PZS Dušan Prašnikar. Dieses Jahr erwarten wir aufgrund besserer Vorbereitung auf die epidemiologische Krise einen erneuten Anstieg ausländischer Bergwanderer. Das erfolgreiche System der Online-Reservierung von Übernachtungen in Berghütten im Ausland dringt langsam auch in Slowenien ein. In das Reservierungssystem für Berghütten haben sich im Jahr 2020 die ersten 6 Hütten aus Slowenien angeschlossen, derzeit sind bereits 14 slowenische Berghütten in das Reservierungssystem eingeschlossen, fast alle aus dem zentralen Teil der Julischen Alpen sowie 2 Hütten aus den Kamnik-Savinja-Alpen. „Die Reaktionen der Hüttenbetreiber waren sehr gut. Die Neuheit dieses Jahres ist, dass für die Durchführung der Reservierung in den meisten Hütten die Eingabe von Kreditkartendaten notwendig ist. Die Nutzung der Kreditkarte ist nur eine Sicherung und kein Zahlungsmittel für die Übernachtung in der Hütte. Die Übernachtung muss direkt in der Hütte bezahlt werden. Die Nutzung der Kreditkarte ermöglicht den Hüttenbetreibern die Abrechnung von 11 EUR im Falle des Nichterscheinens (für reservierte Liegen),“ schließt Dušan Prašnikar ab.



Die Reservierung ist über einen einheitlichen Link auf der Website des Slowenischen Alpenvereins möglich. Die Hütten, die auf der Liste stehen, sind folgende: (Aljažev dom v Vratih, Cojzova koča na Kokrskem sedlu, Dom na Komni, Dom Planika, Kamniška koča na Kamniškem sedlu, Koča na Doliču, Koča na Planini pri Jezeru, Koča pod Bogatinom, Koča pri Triglavskih jezerih, Pogačnikov dom na Kriških podih, Poštarski dom na Vršiču, Triglavski dom na Kredarici, Vodnikov dom na Velem polju und Zasavska koča na Prehodavcih).



Brandschutz in den Hütten



Auf Basis trauriger Geschichten verbrannter Hütten geben wir beim PZS dem Bereich Brandschutz noch größeren Nachdruck. Eine dieser Maßnahmen war auch die Gründung des Beratungsbüros PZS. „Bei Besuchen der Hütten haben wir den Zustand des Brandschutzes überprüft und die Vereine ermutigt, gemäß gesetzlich geforderten Dokumenten in den Hütten zu handeln. Nach dem Brand auf Korošica haben wir den Brandschutz in den Rahmen der jährlichen Schulungen für Hüttenbetreiber einbezogen, sowie bei Seminaren für Wirtschaftsführer und bei jährlichen Konferenzen der Bergwirtschaft. In Gesprächen mit dem Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung und Technologie haben wir für den Aufruf für Berghütten erreicht, dass unter den berechtigten Maßnahmen dieses Aufrufs auch der Bereich Brandschutz (Sanierung von Schornsteinen, Austausch von Elektroinstallationen, Brandschutzausgänge..) einbezogen wurde. Zum ersten Termin des genannten Aufrufs haben sich 25 Projekte zur Renovierung von Berghütten beworben, wir erwarten auch eine gute Resonanz auf den zweiten Herbsttermin,“ fügt Dušan Prašnikar hinzu.



Im Rahmen der Bemühungen um sicherere und sauberere Bergwege und Stationen ist bereits das zweite Jahr in Folge Zavarovalnica Triglav unser Partner in der Sorge um größeren Brandschutz in den Bergen. „Mit dem Aufruf, den wir zusammen mit PZS durchgeführt haben, haben wir bereits letztes Jahr mehr als 50 Berghütten mit automatischen Löschampullen ausgestattet. Dieses Jahr haben wir zusammen 30 Bergstationen ausgewählt, die im Laufe des Sommers von Experten des Unternehmens Bonpet besucht werden. Bei der Überprüfung der Hütten werden sie die brandgefährdetsten Punkte bestimmen und darauf automatische Löschgeräte oder Brandschutzampullen installieren, die sich bei erhöhter Temperatur aufgrund eines anfänglichen Brandes aktivieren und so die Entwicklung zerstörerischer Brände verhindern,“ sagte Ana Cergolj Kebler, Leiterin der Aktion Reinigen wir unsere Berge bei Zavarovalnica Triglav und fügte hinzu: „Besonders freut uns, dass wir die Zusammenarbeit mit PZS im Bereich Brandschutz in der 12. Saison der Aktion noch mit der Initiative zur Organisation einer Brandschutzübung erweitert haben. Diese werden wir zusammen mit dem Slowenischen Feuerwehrverband voraussichtlich am 16. Oktober im Dom pod Storžičem durchführen.“



Mit dem Neustart des Bergsteigens und des Tourismus in den slowenischen Alpen weisen wir beim Slowenischen Alpenverein noch auf einen Sicherheitsaspekt hin, nämlich den Schutz der Bergnatur und unser Verhältnis zur Umwelt. „Wir müssen uns bewusst sein, dass Berge nicht wegen uns selbst sind. Die Natur der Bergwelt ist ein Raum, in den wir nur als ihre Gäste eintreten – respektvoll und rücksichtsvoll. Der Slowenische Alpenverein sowie sein Vorgänger SPD waren und sind durchgehend auch Naturschutzorganisationen. Anlässlich der kommenden hohen Bergsaison möchten wir an ein äußerst wichtiges Dokument oder besser an die Aktion Besuch in der Natur erinnern, die zusammen mit anderen freiwilligen Organisationen und Verbänden auch vom PZS vorbereitet und unterzeichnet wurde,“ rief zu einem freundlichen Besuchen der Berge der Vizepräsident des PZS Martin Šolar auf.



Viel Erfolg und sicher unterwegs!
         
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