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Neuigkeiten / Immer mehr Ausländer in gut besuchten...

Immer mehr Ausländer in gut besuchten...

12.08.2019
Immer mehr Ausländer in gut besuchten slowenischen Hütten...



Die erste Hälfte der Sommertouristenzeit 2019 in slowenischen Hütten ist erfolgreich verlaufen, der Höhepunkt wird bis Ende August erwartet, wenn das Wetter den Bergbesuch begünstigt. Die Hüttenwarte beobachten einen zunehmenden Zustrom von Ausländern, denen bei der Routenplanung auch der neue Führer über die Slowenische Wanderweg in Englisch helfen wird. Der Alpenverein Sloweniens (PZS) ist mit Hütten in zwei europäischen Projekten involviert - Life SustainHuts führt neue und originelle Energie-Lösungen ein, die Alpe-Adria Erlebnisregion lenkt strategisch die nachhaltige touristische Entwicklung der Karawanken -, zudem hat er in diesem Jahr 28 Hütten mit speziellen laminierten Karten ausgestattet.







Slowenien durchzieht ein Netz von mehr als zehntausend Kilometern Wanderwegen, die zu 178 Hütten, Schutzhütten und Bivaks mit 7.400 Betten und mehr als 10.000 Sitzplätzen führen. Nach den neuesten Daten besuchen jährlich 1,7 Millionen Besucher die slowenischen Berge, unter ihnen immer mehr Ausländer. „Das Jahr 2018 war für die Hütten relativ erfolgreich und hat auch Maßstäbe für diese Saison gesetzt, obwohl wir keine verlässlichen statistischen Daten haben. Bei der Bewertung dieser Bergsteigersaison müssen wir uns bewusst sein, dass sie stark von August und September abhängt, und das Wetter hat großen Einfluss auf den Bergbesuch. Hütten, die seit April geöffnet sind, verzeichnen derzeit sogar etwas geringeren Besuch und schlechtere Ergebnisse als im gleichen Zeitraum 2018, während hochgelegene Hütten, die wegen verspätetem Frühlingschnee mit Verspätung geöffnet wurden, im Juli Ergebnisse auf dem Niveau von Juli 2018 erzielen. Bei geeigneten Wetterbedingungen können wir eine Bergsteigersaison auf dem Niveau von 2018 erwarten, natürlich mit möglichen Abweichungen zwischen einzelnen Hütten, vor allem tiefer gelegenen“, erklärt Vizepräsident des Alpenvereins Sloweniens Miro Eržen.







Der Alpenverein ist derzeit Partner in zwei EU-Projekten, in die auch Hütten einbezogen sind. Das Projekt Life SustainHuts zielt auf die Senkung von CO2-Emissionen in der natürlichen Umwelt durch Einführung neuer und origineller Energie-Lösungen auf Basis erneuerbarer Quellen ab, das Ziel des Projekts Alpe Adria Erlebnisregion ist es, die nachhaltige touristische Entwicklung der Karawanken auf beiden Seiten der Grenze strategisch in ein spezialisiertes grünes touristisches Angebot zu lenken. „Als Demonstrationsobjekte für Life SustainHuts sind Hütten in Spanien, Italien und Slowenien einbezogen. Im Juli 2019 haben wir im Rahmen des Projekts ein völlig neues System der Eigenversorgung mit Strom am Pogačnikov dom na Kriških podih eingerichtet. Strom wird über Solarpaneele und eine kleine Windturbine zur Stromerzeugung gewonnen. Mit dieser Investition wird kein Generator mehr benötigt, der eine große potenzielle Umweltgefahr darstellt, was besonders für empfindliche Bergumwelten wie z. B. den Triglav-Nationalpark wichtig ist“, erläutert der Fachmitarbeiter des PZS Dušan Prašnikar und beschreibt auch die Alpe Adria Erlebnisregion: „Der Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung von Produkten für Wandern, Radfahren und weichem Wintertourismus. Im Rahmen des Projekts haben wir Investitionen in Hütten in den Karawanken durchgeführt: In der Koča na Golici ist ein Infopunkt eingerichtet, die Koča pri izviru Završnice hat neue Holzeinrichtung und Heizsystem erhalten, im Dom na Zelenici, Dom na Kofcah und Dom pod Storžičem gibt es neue Ausrüstung für die Versorgung von Wanderern und Tourenradfahrern. Wir werden den Trans-Karawanken-Radweg einrichten, der Tromeja und Jezersko verbindet, und bestimmte markierte Wanderwege in den Karawanken, die das Tal mit dem Karawankenkamm verbinden, wo der Panoramweg verläuft, renovieren.“







„Der größte Vorteil der Beteiligung am SustainHuts-Projekt für uns ist, dass wir genügend Strom zur Verfügung haben, der größte Unterschied ist, dass wir in diesem Jahr den Generator noch gar nicht gebraucht haben, früher immer bei schlechtem Wetter, und es sieht so aus, als ob wir ihn auch nicht brauchen werden. Hinsichtlich ökologischer Aspekte fördern wir die Besucher sowieso, ihr eigenes Bettzeug mitzubringen, um den Verbrauch unserer frischen Bettwäsche zu reduzieren, die wir ins Tal zurücktransportieren“, erfahren wir aus erster Hand von der Hüttenwirtin des Pogačnikov dom na Kriških podih (2050 m, PD Radovljica) Maša Stanič, die sich auch mit sehr gutem Besuch rühmt: „Juli war in unserer Hütte wahrscheinlich Rekord im Besuch, und Anfang August ist großer Trubel, alles ist ausgebucht. Jedes Jahr kommen mehr Ausländer, sie sind diejenigen, die auch bei angesagtem Regen kommen. Zu Saisonbeginn gibt es traditionell mehr Ausländer, im August erwarten wir mehr Slowenen, die eher Tagesgäste sind, während Ausländer meist übernachten. Für die ganze Saison sind es ungefähr zur Hälfte.“ Die beliebte Hütte in den Julischen Alpen wird am meisten von Belgiern, Deutschen und Niederländern besucht, immer mehr Israelern, es kommen auch Bergliebhaber aus den USA und Australien.







Guten Besuch hat auch die Češka koča na Spodnjih Ravneh (1542 m, PD Jezersko), die über Jezersko thront, dem ersten slowenischen Bergsteigerort, in dessen internationale Familie im September auch Luče eintreten. „Die Saison fühlt sich sehr gut an, 70 Prozent der Gäste sind Ausländer, die auch unter der Woche kommen, die große Mehrheit sind Tschechen, deren Zahl sich noch erhöht. Seit 1990 arbeiten wir mit dem großen Promoter Ladislav Jirasek zusammen, daher besuchen uns immer mehr Tschechen, die stolz darauf sind, diese Hütte gebaut zu haben, viele auch Österreicher, da die Češka koča dort sehr bekannt ist, und in Slowenien ist sie etwas Besonderes, da sie seit der Errichtung 1900 gleich geblieben ist, nur mit ein paar Schönheitskorrekturen. Viele auch Wanderer auf dem Slowenischen Wanderweg, überraschend ist in diesem Jahr eine starke Zunahme von Amerikanern auf dem SPP“, sagt die Hüttenwirtin Karmen Karničar und fügt hinzu: „Aus meiner Erfahrung kann ich über tschechische Touristen sagen, dass sie gute Gäste sind, freundlich, höflich, bezüglich Berg-Erfahrung variiert es, genau wie bei slowenischen Bergsteigern. In den Bergen werden immer mehr Leute, denen ich zuerst einen Kurs für sicheres Gehen empfehlen würde, da sie sich oft überschätzen.“







Traditionell sind zur Hochsaison am meisten besuchte Hütten im Triglav-Gebiet und Kamnik-Savinja-Alpen, sowie solche, die für Familien leichter erreichbar sind, darunter Hütten im Posavje-Hügelgebiet und im weiteren Pohorje-Raum. Guten Besuch kann sich auch der Dom na Uršlji gori (1680 m, PD Prevalje) in Kärnten rühmen, der beide Zertifikate hat - familien- und umweltfreundliche Hütte. „Auf der Uršlja gora haben wir höheren Besuch als in den Vorjahren, vor allem unter der Woche, daher sind wir sehr zufrieden. Ich bin in der dritten Saison in der Hütte und kann sagen, dass wir Angebot und Besuch auf ein höheres Niveau gehoben haben - mit Freundlichkeit, Bedienung draußen, Gastlichkeit, Qualität und großer Auswahl an Essen, sowie Promotion über soziale Netzwerke“, rühmt sich die Pächterin Sonja Podbregar: „Im Sommer besuchen uns viele Familien, da die Hütte ziemlich leicht erreichbar ist und wir uns besonders um die jüngsten Gäste kümmern. Jedes Jahr auch mehr Ausländer, bei Übernachtungen schon 80 Prozent, als Tagesgäste sagen wir zehn Prozent. Slowenen überwiegen als Tagesgäste, übernachten am meisten die, die den Kärntner oder Slowenischen Wanderweg gehen. Unter Ausländern überwiegen Deutsche, Engländer, Niederländer, Belgier und Polen, die uns wegen des Slowenischen Wanderwegs besuchen, daher ist der neue Führer zur SPP auf Englisch sehr willkommen.“







Der Slowenische Wanderweg (SPP) ist der beliebteste Fernweg in Slowenien und einer der ältesten in Europa und der Welt. Der Führer Slowenischer Wanderweg von Gorazd Gorišek, Mojca Stritar Kučuk und Andraž Poljanec erschien im vergangenen Oktober, aufgrund des wachsenden Interesses von Ausländern am SPP ist im frühen August in Übersetzung von Gorazd Pipenbaher auch der englische Führer Slovenian Mountain Trail erschienen, der den gesamten Weg als Abfolge einzelner Tagesetappen darstellt, mit hinzugefügten Tipps für sichereren Bergbesuch. Im Führer sind übersichtlich angegeben kurze Wegbeschreibung, Höhenlage Start und Ziel der Etappe, Höhenunterschied, Länge und Gehzeit, Schwierigkeit des Weges, Sehenswürdigkeiten entlang des Weges, mögliche Aufstiege zu nahen Gipfeln und Möglichkeit des Notrückzugs ins Tal. Für alle Hütten am Weg sind Informationen, Beschreibungen und QR-Codes für Smartphones gesammelt, hinzugefügt sind Wegkarte der Etappe und Höhenprofil.







Der erste Schritt zu sichererem Bergbesuch ist die Routenplanung mit Alpenführer und Karte, weshalb der Alpenverein in diesem Jahr spezielle laminierte Karten für Hütten hergestellt hat, die neben der Darstellung des weiteren Hüttenumfelds wichtige Informationen für Bergbesucher enthalten. Die Karten sind in 28 Hütten in Slowenien angebracht, hauptsächlich in den besuchteren in den Julischen und Kamnik-Savinja-Alpen, und wird sie schrittweise auch in anderen Hütten ausstatten. In Hütten, beim PZS, touristischen und anderen Punkten steht Bergbesuchern auch ein Faltblatt mit Tipps für sichereren Sommer-Bergbesuch auf Slowenisch und Englisch zur Verfügung.
         
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