In Zusammenarbeit mit der Biologin Jana Kus vom Symbiosis-Institut ist im Rahmen der Bewaltigungsaktivitäten eine neue Publikation mit dem Titel „Invasive fremde Pflanzen im Triglav-Nationalpark“ erschienen.
Die Publikation beleuchtet das Problem der Ausbreitung fremder Pflanzen im alpinen Raum sowie die Bedeutung früher Erkennung und Maßnahmen zum Schutz der Natur. Sie ist im Rahmen von Aktivitäten zur Bewältigung invasiver fremder Arten erschienen, die aus zweckgebundenen Mitteln für fremde Arten des Ministeriums für natürliche Ressourcen und Raumordnung sowie des Fonds für Klimawandel finanziert werden.
Die Auswirkungen des Klimawandels sind im alpinen Raum immer deutlicher spürbar, da sich die Temperaturen allmählich erhöhen. Zu den bedeutenderen Belastungen der Natur gehören auch fremde Arten – Pflanzen und Tiere, die aus anderen Teilen der Welt stammen und im neuen Umfeld einheimische Arten verdrängen und die natürlichen Bedingungen verändern können.
Die Ansiedlung oder Kultivierung fremder wild lebender Arten ist im Gebiet des Triglav-Nationalparks verboten. Dennoch wurden einige Arten bereits vor der Errichtung des Schutzgebiets in die Natur eingebracht. Fremde Arten werden oft wegen ihres Nutzwerts, ihrer Schönheit oder aus Neugier eingeführt – die meisten Feldkulturpflanzen und zahlreiche Zierpflanzen in Gärten stammen tatsächlich aus dem Ausland.
Einige fremde Arten bedrohen die Biodiversität des Triglav-Nationalparks
Die meisten fremden Arten verursachen keine größeren Probleme, doch unter den zahlreichen eingeführten Arten gibt es solche, die sich gut an die neue Umwelt anpassen und sich spontan ausbreiten. Zunächst treten sie hauptsächlich in urbanen Umfeldern und auf Ruderalflächen auf, später können sie auch natürliche Gebiete erreichen. Einige fremde Pflanzen breiten sich auch im Parkgebiet aus und verändern allmählich das Aussehen der natürlichen Vegetation.
Fremde Arten, die die Biodiversität bedrohen, werden als invasive fremde Arten bezeichnet. Neben Auswirkungen auf Ökosysteme, Habitate und einheimische Arten können sie auch wirtschaftliche Schäden verursachen oder die Gesundheit der Menschen beeinträchtigen. Die Belastungen durch invasive Arten haben sich in den letzten Jahrzehnten stark verstärkt, sodass ohne rechtzeitiges Handeln ihre Ausbreitung nicht gestoppt werden kann.
Die Invasion ist oft ein langsamer Prozess. Zunächst erscheinen in der Natur nur wenige Exemplare, die lokal über Jahre oder Jahrzehnte vorhanden bleiben können. Sobald sie sich vollständig an die neue Umwelt angepasst haben, beginnen sie sich auszubreiten, wobei auch Menschen zur Ausbreitung beitragen können – etwa durch Fahrzeuge, Boden oder sogar den Transport von Samen an der Schuhsohle.
Maßgeblich ist die Bewältigung in den frühen Phasen
Invasive Arten lassen sich in den frühen Phasen am leichtesten bewältigen. Bei rechtzeitigem Handeln können sie mit gezielten Maßnahmen entfernt und eine weitere Ausbreitung verhindert werden. Verzögert man dies, werden die Maßnahmen anspruchsvoller und teurer, und oft können Arten nur noch lokal bekämpft werden.
Wichtig sind auch präventive Maßnahmen wie die Einschränkung des Imports, Verkaufs und Pflanzens bestimmter invasiver Pflanzen sowie die rechtzeitige Erkennung neuer Herde. Hier kann auch die Öffentlichkeit mitwirken. Daten zu fremden Arten werden in Slowenien seit 2017 in der Web- und Mobile-App Invazivke.si gesammelt, wo registrierte Nutzer Beobachtungen melden können.
Die App ist ein wichtiger Bestandteil des Frühwarn- und Schnellreaktionssystems, da sie eine schnelle Datenübermittlung vom Finder zu Experten ermöglicht. So kann bei Auftreten einer neuen oder seltenen invasiven Art rechtzeitig gehandelt und ihre Ausbreitung bereits in den frühen Phasen gestoppt werden.
Das Heft „Invasive fremde Pflanzen“ ist kostenlos im Infozentrum Triglavska roža Bled erhältlich, und bald können Sie es auch in anderen Infocentern des Triglav-Nationalparks und auf der Website des Triglav-Nationalparks durchblättern.
Quelle:
https://www.tnp.si/sl/javni-zavod/medijsko-sredisce/novice/novica/370/invazivne-tujerodne-rastline-v-triglavskem-narodnem-parku-.html