Janja Garnbret Vizeuropameisterin im Bouldern...
20.08.2017
Janja Garnbret Vizeuropameisterin im Bouldern, Gold in der Kombination, Anže Peharc Dritter.
Die 18-jährige Janja Garnbret gewann am 19. August bei der Europameisterschaft 2017 im Bouldern in der Superfinale die Silbermedaille und sicherte sich damit auch Gold in der Kombination der Kontinentalmeisterschaft, während der 20-jährige Anže Peharc in München Bronze erkämpfte. Die slowenische Sportkletter-Nationalmannschaft holte zusammen mit Minas Markovičs Silber im Lead im Juli so vier Medaillen bei der diesjährigen Europameisterschaft.
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München ist ein Ort glücklichen Namens für die slowenische Sportkletter-Nationalmannschaft, die mit drei Medaillen von der Europameisterschaft im Bouldern und mindestens einer Medaille vom Weltcup nach Hause zurückkehrt. Die Hauptfigur des Boulder-Wettbewerbs der Saison ist Janja Garnbret (Šaleški AO), die nach der Dominanz in den Qualifikationen auch im Halbfinale des Weltcups – das zugleich das Finale der Europameisterschaft war – hervorragend abschnitt, im Superfinale aber der Serbin Staša Gejo, der neuen Europameisterin im Bouldern, unterlegen war. „Als ich im Halbfinale den letzten Boulder im ersten Versuch geschafft habe, war ich überglücklich über mein gutes Klettern, aber das Superfinale wartete noch auf mich. Zuerst war ich schockiert, wie das möglich ist, aber wir beide hatten als beste Europäerinnen alle vier Tops und die gleiche Anzahl an Versuchen. Dann habe ich das Klettern mit Staša mit Begeisterung angenommen, es war sehr spannend und im Superfinale entschied der Sprung, mit dem ich nicht ganz zufrieden war. Schade, dass es kein Boulder war, bei dem sich wirklich die körperliche Kraft gezeigt hätte. Zweiter Platz ist ausgezeichnet, ich bin sehr zufrieden mit der Medaille, die mir auch den Sieg in der Kombination der Europameisterschaft brachte, und abends wartet noch das Finale des Weltcups auf mich“, freute sich die 18-jährige Kärntnerin über die doppelte europäische Ehre, bereits mit Gedanken beim Finale des Abschlussweltcups. Dritte wurde die Schweizerin Petra Klingler, Vierte die Britin Shauna Coxey, bereits Gesamtsiegerin des Weltcups 2017 im Bouldern, Garnbret kletterte auf Platz zwei der Gesamtwertung im Bouldern, da ihre engste Rivalin um Platz zwei, die Japanerin Miho Nonaka, sich nicht für das abendliche Weltcup-Finale qualifizierte. In der Kombination der Europameisterschaft siegte Garnbret souverän vor der Zweiten Petra Klingler und der Dritten Staša Gejo.
Für die dritte slowenische Medaille bei der kontinentalen Boulder-Meisterschaft sorgte Anže Peharc (AO PD Kranj), ansonsten Europameister Jugend 2015 im Bouldern, der diesmal erstmals bei einem Seniorenwettkampf höchsten Ranges glänzte. „Mich auf Platz drei vorzustellen, schien vor dem Wettkampf unrealistisch. Mit meinem Klettern in Qualifikation und Halbfinale bin ich sehr zufrieden, ebenso mit dem finalen dritten Platz bei der Europameisterschaft, da dies mein bisher bester Erfolg in der Seniorenkonkurrenz ist. Es war auch mein erster Auftritt bei der Europameisterschaft, es entschied etwas Glück und meine derzeit gute Form, mein Vorteil gegenüber den anderen war auch weniger Versuche und größere Konzentration“, freute sich der 20-jährige Tržičaner, der im Weltcup-Wettbewerb Platz acht erreichte. Den europäischen Männer-Spitzenplatz holten sich Deutsche, neuer Europameister im Bouldern wurde Jan Hojer, Vize Alexander Megos.
„Ausgezeichneter Erfolg der slowenischen Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft. Janjas Gold in der Kombination, Silber bei der Boulder-Europameisterschaft, und obwohl sie abends noch das Weltcup-Finale erwartet, ist sie bereits Zweite in der Gesamtwertung des Weltcups im Bouldern. Anže Peharc hat in letzter Zeit so viel Fortschritt gemacht, dass sein guter Auftritt uns nicht überrascht hat, wir freuen uns über seinen Fortschritt und die Podiumsplatzierung, die auch die Zukunft des Männer-Boulderns bedeutet“, verbarg der Cheftrainer der Senioren-Nationalmannschaft Gorazd Hren seine Begeisterung nicht.
Direkt unter dem Podium, auf Platz vier, beendete Jernej Kruder (ŠPO PD Celje Matica) die Europameisterschaft, der 2014 in München Vizeweltmeister wurde, diesmal 29. im Männer-Weltcup und mit guter Leistung auch Fünfter in der Kombination der Europameisterschaft. „Zur Veranstaltung nach München bin ich mehr wegen des Weltcups gekommen, was mir leider nicht gelungen ist, aber ich habe die seltene Gelegenheit bekommen, mich unter die besten 20 Europäer zu qualifizieren und mein Ergebnis bei der Europameisterschaft zu verbessern. Zufrieden bin ich mit meinem Klettern, beim Weltcup hängt jedoch viel von Kleinigkeiten ab, da wir zu viele sind, um kleine Fehler zu erlauben, die mir auch das Weltcup-Finale und das Podium bei der Europameisterschaft gekostet haben“, bewertete der 26-jährige Celjan seinen Auftritt.
Den achten Platz in der europäischen und elften im Weltwettbewerb erkämpfte sich Katja Kadič (PK Škofja Loka), zufrieden sowohl mit ihrem Auftritt in Bayern als auch mit der gesamten Saison. „Sehr zufrieden bin ich mit meinem Auftritt, vielleicht mehr in den Qualifikationen. Die Halbfinal-Boulder haben mir sehr gefallen, bei zwei hat mir etwas Glück gefehlt, dann wäre das Ergebnis noch besser gewesen. Mein Hauptziel war es, entspannt zu klettern, so viele Boulder wie möglich zu schaffen, daher bin ich mit Platz 8 bei der Europameisterschaft bzw. 11 beim Weltcup zufrieden. Das Publikum war super, in München finde ich es immer am lautesten, was dir extra Energie gibt, um den Top zu versuchen. Ansonsten bin ich mit der gesamten Saison zufrieden“, fasste die 22-jährige aus Ljubljana ihre Eindrücke zusammen.
Im Halbfinale trat auch Jernejs Schwester Julija Kruder (ŠPO PD Celje Matica) an, 17. bei der Europameisterschaft und 18. beim Weltcup: „Ich bin wirklich froh, ins Halbfinale gekommen zu sein, denn der Wettbewerb war wirklich hart, ebenso die Bedingungen in den Qualifikationen. Die Folgen zeigten sich im Halbfinale, ich war müde, aber habe alles gegeben. Ich habe einige Fehler gemacht, ich weiß, dass ich besser klettern hätte können, aber ich bin zufrieden“, sagte die 19-jährige Sportkletterin.
Mit ihrem Boulder-Auftritt in Deutschland sicherte sich Mina Markovič (ŠPK Plus), aktuelle Vizeeuropameisterin im Lead, insgesamt Platz sieben in der Kombination der Europameisterschaft, diesmal 53. in der europäischen und 83. in der EP-Konkurrenz. In den Qualifikationen traten noch Gregor Vezonik (AK Ravne), 29. in der europäischen und 41. in der Weltwertung, Urška Repušič (ŠPO APD Kozjak Maribor), 35. in der europäischen und 47. in der Weltwertung sowie Lana Skušek (AO PD Črnuče), 56. unter den Europäerinnen und 80. unter allen Teilnehmerinnen an.