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Neuigkeiten / Lachen, Hügel, Märchen und Führer sind...

Lachen, Hügel, Märchen und Führer sind...

14.07.2020
Lachen, Hügel, Märchen und Führer sind die diesjährige Buchernte.



Der PZS-Planverlag hat vielfältige Buchneuheiten vorgestellt. Der rote Faden der diesjährigen Neuheiten sind literarische Werke der Autoren Dušan Škodič, Rafael Terpin und Anka Rudolf. Roman Tratar mit dem Führer Julische Alpen: zentraler Teil lädt in die Umgebung des Triglava ein. Damit ihr sicher wandert, hat der Verlag auch neue und überarbeitete Alpenvereinskarten herausgegeben.







Jedes Jahr bereitet der PZS-Planverlag ein buntes und vielfältiges Programm vor, das sowohl für das Angebot als auch für bessere Verkaufsmöglichkeiten notwendig ist. Das bedeutet unterschiedliche Genres, von Belletristik, Jugendliteratur bis zu Führern durch unsere und fremde Berge, Kletterführern, Führern auf Englisch. „Der rote Faden der diesjährigen Neuheiten sind literarische Werke. Der Grund ist einfach, diese Ausgaben sind in der Vorbereitung für den Druck weniger aufwendig als Führer und wir beginnen damit schon ein Jahr vor dem Erscheinen. So haben wir in diesem Jahr bisher drei Neuheiten herausgebracht, alle literarisch, der Rest ist leider liegengeblieben. Der Alpenverein hat sich entschieden, die Ausgaben zu stoppen, bis der Verkauf auf das Niveau vor der Krise kommt. Beide Autoren der literarischen Werke, Dušan Škodič und Rafael Terpin, sind routinierte Schreiber, ihre Bücher sind eine Zusammenfassung ausgewählter Artikel aus dem Planinski vestnik. Natürlich wurden alle Texte redaktionell neu bearbeitet, beide haben auch neue Vorworte. Das Heftchen von Anka Rudolf ist ihr Debüt, obwohl auch hier einige Kapitel eine Zusammenfassung bekannter Texte sind, natürlich neu redaktionell bearbeitet. Ich bin überzeugt, dass diese Editionen das Angebot an bergliterarischen Werken der letzten Dekade, die rar sind, wesentlich bereichern werden,“ sagte zu Beginn der Redakteur des PZS-Planverlags der Alpenverein Sloweniens Vladimir Habjan. Wegen Einschränkungen werden im Verlag vielleicht die Hälfte von zehn geplanten Ausgaben erscheinen. Im Herbst erscheint der Kletterführer Vertikale Slovenije der Autoren Andrej Grmovšek und Viktor Rej. Es handelt sich um einen Führer zu Sport- und modernen Routen in den slowenischen Alpen – über 230 Routen in 60 verschiedenen Wänden. Im Herbst soll auch der Führer zu den Hauptmeilensteinen der Rapallo-Grenze von Dušan Škodič und das literarische Buch von Vladimir Habjan Tipanje v neznanem erscheinen, das 16 Berggeschichten aus slowenischen Bergen enthält, ebenso von den Karnischen Alpen bis zu alpinen Vierzüspitzern und dem fernen Japan. „Der Führer zur Bohinj-Bergwanderung ist auf 2021 verschoben, ebenso die überarbeitete Ausgabe Slovenian Mountaineering. Wenn die Bedingungen günstig sind, könnte in diesem Jahr noch der Führer Höchste Gipfel europäischer Länder von Jože Drab und Andreja Tomšič Drab erscheinen,“ schloss Habjan.







Im Frühling hat die Sammlung alpiner Humoresken Smeh z gora aus der meisterhaften Feder von Dušan Škodič die Bergliebhaber erfreut. Das Buch enthält siebzehn lustige Geschichten und keine zwei sind gleich. Er hat sie dreißig Jahre gesammelt und wollte die lustigen Ereignisse mit anderen teilen. Wie er sagte, geht niemand in die Bergwelt nur weil ihm die graue Farbe der Felsen gefällt. „Für das Erleben der Ästhetik vielleicht, für Lachen und Freude reicht das sicher nicht. Das was uns bleibt, wenn wir dereinst die Berge aus dem Tal betrachten. Geschichten sind ernst oder lustig - und diese sind eine Sammlung jener, bei denen wir uns einst den Bauch gehalten haben. Da das vorige Buch Ljudje v gorah ernst war und mehr die Tragödie berührte, war Smeh z gora eine logische Folge. Dennoch wird der Leser schon bei der ersten Geschichte spüren, dass es Humor ist, der nicht dem taligen gleichkommt." Dušan Škodič hat vor Jahren mit der Sammlung historischer Geschichten Ljudje v gorah begeistert. Die lustigen Berggeschichten ergänzen Illustrationen von Milan Plužar.







Besonderen historischen und ethnologischen Wert hat die Sammlung von achtzehn Märchen, Erzählungen und Geschichten in dem Buch Čez drn in strn. Anka Rudolf hat mit Hilfe der Geschichten das breitere Gebiet des Idrijca inhaltlich dargestellt, seine Bewohner und ihren Lebensstil von den frühesten Zeiten bis heute. Inhaltlich sehr vielfältige Geschichten voller Fantasie und Beschreibungen vielfältiger menschlicher Naturen. „Mit Geschichten begegne ich im Alltag und auf meinen Streifzügen. Ereignisse, Dinge, Erzählungen, Erwähnungen von Kleinigkeiten wecken meinen Forschungsdrang. Ich frage mich, wie es wirklich war, versuche in jene Welt einzutreten und mein großer Wunsch ist, diese Konstrukte mit den wundervollen Worten der slowenischen Sprache dem Leser zu malen,“ beschrieb die Autorin, wie sie die Welt der Geschichten verzaubert hat. „Geschichten sammeln sich in mir mein ganzes Leben. Eine große Sorge hat mir ein Freund genommen, der mir einmal sagte, dass für eine gute Geschichte kein großes Ereignis nötig ist.“ Ihre Jugend war noch eine Zeit, als Eltern alte Geschichten, Legenden, Aberglauben, Glaubenssätze, unerklärliche Ereignisse und natürlich Märchen erzählten, die gerade zur Erziehung und Kontrolle von Kindern entstanden. In ihrer Vielfalt berührt die Autorin zuerst die Fantasie, die sie leitet, dann Perioden der Entdeckung von Quecksilbererz, der Kunst der Spitzenherstellung in ganz Europa, der Entwicklung der idrijischer Küche und des Lebens einer Bergarbeiterfamilie sowie schicksalhafter Erdbeben und Lawinen, die viele Mitglieder der Dorfgemeinschaften trafen. Sie ist sich der menschlichen Fähigkeit bewusst, dass Menschen, die inmitten des Krieges in fast lächerlichen Umständen landen, trotz aller Unterschiede zusammenarbeiten können. Das Buch bereichern Illustrationen des Idrijčaners, des Akademiemalers Jurij Pfeifer.







Das Buch Griči ist das Werk von Rafael Terpin, Akademiemaler, Sammler idrijischer Anekdoten und Geschichten sowie Mitarbeiter des Planinski vestnik seit vier Jahrzehnten. Der Autor hat unter versteckten Ecken der vipavischen, tolminischen und škofjelošischen Höhen Geschichten der letzten Bewohner aufgesogen, den Verfall alter Gehöfte begleitet und alles in Geschichten gesammelt, die eine Huldigung an die Welt, das Leben und die Landschaft sind, die verschwinden und nur noch auf seinem Papier bleiben. Das Buch ist nicht nur eine Sammlung seiner Gedanken, sondern auch seiner Bilder. „Als Gymnasiast habe ich die ersten Bilder gemalt, natürlich war es Landschaft. Gleichzeitig habe ich die Welt um den Heimatort erforscht. Die Gabe des Malens hat mich an die Kunstakademie geführt, wo im Programm kein besonderer Schwerpunkt auf Landschaft lag, aber ich wusste, dass ich ihr mit dem Herzen verbunden bin. Schreiben war mir immer nah, damit hatte ich in allen Jahren der Ausbildung keine Probleme. Der erste ernstere Text war über Gačnik. Er hat uns - forschende Freunde - völlig gefesselt. Mein allererster Artikel darüber wurde im Planinski vestnik veröffentlicht.“ Zuerst hat ihn die Landschaft von Porezen bis Javornik gefesselt, die er schon mit den Eltern durchwandert hat und der er sich später als selbstständiger Wanderer immer genauer gewidmet hat. „Ich habe ihre Malerhaftigkeit getrunken, ihren Relief bewundert, das von Wässern geformt wird, die Gräben aushöhlen und Täler schaffen. Ich suchte und genoss Aussichtspunkte, die breite Blicke auf all diese Malerhaftigkeit und Vielfalt bieten. Die Kenntnis der Landschaft ging immer Hand in Hand mit der des bäuerlichen Welts. Ich respektiere den Scharfsinn, mit dem unsere Vorfahren sie einst schufen, und ihr Verlassenwerden und Verschwinden hat mich immer bewegt. Ich traf und sprach noch mit ihren letzten Bewohnern. Ihretwegen habe ich geschrieben, es schien mir richtig, dass wenigstens für einige von ihnen ein geschriebenes Wort bleibt,“ fügte der Wortkünstler Rafael Terpin hinzu, wie ihn Dr. Igor Dakskobler nannte. „Er stellt sich bescheiden als Akademiemaler, rovtarski Landschafter vor, ist aber viel mehr als das.“







Die Julischen Alpen mit dem zentralen Berg Triglav und reichen Natursehenswürdigkeiten ziehen die massivsten Besuche bei uns an. Hier wurde unsere Alpingeschichte geschrieben. Triglav hat eine besondere Energie und es ist kein Zufall, dass er für Slowenen zum Magneten und fast Synonym für Bergbesuche wurde. Der neue Führer Julische Alpen: zentraler Teil ist das Werk von Roman Tratar, der vielleicht Neuling unter Führerautoren ist, aber keinesfalls in den Bergen. Er hat fast alles begangen, was in den Juliern zu gehen ist. Der Alpenvereinsführer Julische Alpen: zentraler Teil stellt dem Leser den Teil der Julischen Alpen zwischen dem Vršič-Pass im Westen und Komna mit den Krn-See im Süden sowie der Sava Dolinka im Norden und der Sava Bohinjka mit dem Bohinj-See im Süden vor. „Der Führer ist praktisch für alle gedacht, die gerne in die Bergwelt ziehen. Sowohl für Anfänger, die sich erst mit dem Wandern vertraut machen, als auch für Erfahrene, die in einen weniger erforschten Winkel schauen wollen. Es handelt sich um einen enzyklopädischen Führer, der praktisch alles 'Bergsteigerische' im Gebiet der zentralen Julischen Alpen beschreibt (von leichten markierten Wegen bis zu hochalpinen Pfadlosgebieten), so findet jeder etwas Passendes,“ erläuterte der Autor den Inhalt des Führers.



Roman Tratar war als Führer in Alpenvereinsgruppen all die Jahre aktiv, die Herausforderung für ihn war die Erforschung neuer, ihm unbekannter Gipfel, er besuchte auch Berge im Ausland. Er hat viele Bekannte und Freunde für Bergbesuche begeistert und ihnen sein Wissen vermittelt, dabei die verzweigte Netz von Wegen und auch manches Pfadlose Gebiet unserer Berge genau kennengelernt. Warum ist für Bergbesuche manchmal eine Führerbegleitung nötig? „Auf Wegen bzw. Aufstiegen zu Gipfeln, die unser Bergwissen und -kenntnisse übersteigen, muss man vor allem sicheres Tun gewährleisten. Die Hilfe eines ausreichend qualifizierten Führers ist nützlich sowohl bei Orientierung als auch bei Gerätenutzung und Sicherung, und unterwegs erhalten wir viele nützliche Tipps. Also, wenn unsere Bergambitionen höher sind als erworbene Kenntnisse und Erfahrungen, besorgen wir uns für solche Tour einfach Führerbegleitung.“



Der Alpenvereinsführer Julische Alpen besteht somit aus vier Heften, enzyklopädisch gewidmet dem zentralen und südlichen Teil der Julischen Alpen, den Gruppen Mangart und Jalovec sowie den Westjulischen Alpen.







Für einen sicheren Schritt in der Bergwelt liest man vor der Tourwahl Empfehlungen für sichereres und genussvolleres Berggehen. Zu diesem Thema haben wir bei PZS zahlreiche Broschüren vorbereitet. Eine Empfehlung ist, eine Alpenvereinskarte und Führer zu besorgen und damit die Route zu planen. Der PZS-Verlag hat sich das langfristige Ziel gesetzt, alle unsere Berggebiete mit qualitativ hochwertigen Karten abzudecken. „Jede Karte muss oft aktualisiert werden, da sich die Welt ändert. Die Triglav-Karte ist nachgedruckt, im Mai haben wir die Karte Ljubljana mit Umgebung herausgegeben. Kurz vor dem Erscheinen sind Slowenische Istrien, Karst und Umgebung sowie Semič mit Umgebung,“ schloss der Kartografie-Redakteur PZS Andrej Stritar.
         
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