Lage in den Bergen 10.12.2010
10.12.2010
In den letzten Tagen war das Wetter in den Bergen ziemlich warm mit reichlichen Niederschlägen hauptsächlich in den Julischen Alpen und teilweise in den westlichen Karawanken. Die Schmelzgrenze ist fast auf 2500 m gestiegen, die Schneefallgrenze auf ca. 2300 m. Tiefer unten hat sich der Schnee durch Regen stark abgesetzt und geschmolzen, oberhalb der Schneefallgrenze sind seit Mitte der Woche weitere ca. 20 cm Schnee gefallen. Donnerstagnachmittag sank die Schneefallgrenze, aber etwas Schnee fiel vor allem auf dem Pohorje und in den östlichen Karawanken sowie im östlichen Teil der Steirisch-Slowenischen Alpen. Der Nordwind im Hochgebirge hat Schnee transportiert und ihn in Windhauben an den südlichen Seiten von Graten und Übergängen abgelagert.
In den Julischen Alpen sind derzeit auf 2500 m ca. 325 cm Schnee, auf 1500 m ca. 90 cm. Andereswo in unseren Bergen auf 1500 m ca. 30 cm Schnee. In 1000 m Seehöhe ist der Schnee stellenweise verschwunden. Die Schneedecke ist vereist. Die Kruste hält meist noch nicht das menschliche Gewicht. Im Hochgebirge oberhalb 2300 m ist der Schnee weich geblieben und tief einsinkend. An windexponierten Stellen hat sich Windkruste gebildet.
Die Lawinengefahr hat sich im Hochgebirge auf Stufe 2 verringert, tiefer Stufe 1. Im Hochgebirge können auf steileren Hängen und windbelasteten Stellen unter Zusatzbelastung Lawinen von teilabgebundenem Schnee ausgelöst werden. Tiefer ist die Schneedecke stabil. Stellenweise Rutschgefahr durch vereiste Kruste.
Trockenes Wetter setzt sich fort. Samstag strömt vorübergehend wärmere, aber trockene Luft zu, Schmelzgrenze steigt etwas über 1500 m.
Die Erwärmung erhöht die Lawinengefahr nicht. Sonntag tagsüber kühlt es wieder ab und nächste Woche ist es kalt in den Bergen.
Nächster Bericht erscheint Montag, 13. Dezember.
Allgemeine Lawinengefahr mäßig, d.h. Stufe 2 auf der europäischen 5-stufigen Skala.
Quelle: ARSO