Lage in den Bergen 15.12.2010
15.12.2010
Es hält an trockenes und kaltes Wetter an. Die Temperaturen sind ziemlich niedrig, sodass der Schnee sich kaum umwandelt. Besonders in Frostmulden und schattigen Lagen ist die Bildung von Tiefenreif möglich.
In den Julischen Alpen sind auf 2500 m ca. 320 cm Schnee, auf 1500 m ca. 100 cm. Andereswo in unseren Bergen auf 1500 m ca. 30 cm Schnee. In 1000 m Seehöhe ist es an vielen Stellen frei, anderswo bis ca. 20 cm Schnee. Die Schneedecke ist krustig, auf der Kruste bis 15 cm Pulverschnee, der an vielen Stellen vollständig weggeweht ist. Die Kruste trägt stellenweise das Gewicht eines Menschen. Vor allem an windexponierten Stellen ist die Oberfläche vereist. In leichten Lagen oberhalb 2300 m ist der Schnee stellenweise weicher geblieben.
Die Lawinengefahr beträgt im Hochgebirge 2. Stufe, tiefer 1. Stufe. Im Hochgebirge können auf steileren Hängen und an Stellen mit gewindetem Schnee unter Zusatzbelastung kleine Lawinen aus teilweise gebundenem Schnee ausgelöst werden. Tiefer ist die Schneedecke stabil. Vor allem an windexponierten Hängen besteht durch die vereiste Oberfläche Gleitrisiko.
Es bleibt trocken und kalt. Es weht mässiger, gelegentlich starker Nordwind. Die Schneedecke bleibt meist stabil. Die Oberkruste verhärtet sich. Gleitrisiko bleibt durch harten und teils vereisten Untergrund bestehen.
Nächster Bericht wird am Freitag, 17. Dezember herausgegeben.
Allgemeine Lawinenlage mässig, d.h. 2. Stufe nach europäischer 5-stufiger Skala.
Quelle: ARSO