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Neuigkeiten / Mähen der buckeligen Wiese in Zgornja Radovna im...

Mähen der buckeligen Wiese in Zgornja Radovna im...

30.07.2024
Mähen der buckeligen Wiese in
Zgornja Radovna im Triglav-Nationalpark.

Mitarbeiter des öffentlichen Instituts Triglav-Nationalpark (JZ TNP) haben sich heute zusammen mit Schülern,
Studierenden und Freiwilligen einer anspruchsvollen Aufgabe angenommen – der Mäharbeit an der buckeligen
Wiese in Zgornja Radovna (Gemeinde Kranjska Gora), die für die
Erhaltung der Biodiversität darauf unerlässlich ist.

Eine Wiese mit Buckeln und Senken zu mähen ist eine anspruchsvolle Aufgabe, unabhängig davon, dass sich
die Mitarbeiter des Öffentlichen Instituts Triglav-Nationalpark heute mit modernen
Geräten daran gemacht haben. Ihnen zur Hilfe kamen Studierende und Schüler, die im JZ TNP im Praktikum oder Ferienjob sind, sowie Biologiestudenten, die im von der
Društvo za opazovanje in proučevanje ptic Slovenije (DOPPS) organisierten Camp in Bled.
Buckelige Wiesen sind eine Rarität
Im JZ TNP kümmern wir uns um zwei buckelige Wiesen in Zgornja Radovna mit einer Gesamtfläche von 3,5
Hektar im Rahmen des Projekts Erhaltung priorisierter Wiesenhabitattypen in Slowenien durch Einrichtung einer Samenbank und In-situ-Restauration, LIFE FOR SEEDS, an dem unser
Institut als Projektpartner beteiligt ist. Eine der Aufgaben des Projekts ist die Sanierung trockener
Orchideenwiesen (Natura-2000-Habitattyp bzw. europaweit bedeutsamer Habitattyp, der in günstigem Zustand erhalten werden muss), die entweder zuwachsen oder
intensiviert werden. Solche Wiesen sind im Gebiet der Julischen Alpen auf Buckeln häufig. „Aus
Gründen der einfacheren Pflege wurden diese Wiesen früher eingeebnet. Die wenigen, die verblieben sind,
verwildern durch Auslassen der Mahd. JZ TNP hat im Rahmen des Projekts zwei Wiesen in Radovna langfristig gepachtet, um diesen wichtigen Habitattyp zu erhalten“, erläutert
mag. Tanja Menegalija aus der Abteilung Naturschutz im JZ TNP.

Buckelige Wiesen haben ihren Namen von den Buckeln, die der Gletscher hinterlassen hat.
Sie entstanden aus dem feinsten Gletschermaterial, das das Wasser zusammen mit chemischen
Prozessen langsam zu Buckeln geformt hat. Diese sind etwa einen Meter hoch und bis zu drei Meter breit.
Die Besonderheit buckeliger Wiesen liegt nicht nur in ihrem Aussehen, sondern auch in der Vielfalt
pflanzlicher und tierischer Arten, die dort gedeihen und leben. „Bei botanischen Erhebungen auf dieser Wiese haben wir
sogar rund 120 Pflanzenarten erfasst, was sehr viel ist“, betont mag. Menegalija.
Warum ist die Mahd so wichtig?
Dass buckelige Wiesen zum Mähen sehr anspruchsvoll sind, haben auch die Beteiligten bestätigt. Auf
den Buckeln ist der Grassoden magerer, in den Senken sehr dicht und muss mit
etwas Geschick gemäht werden. Früher mähte man mit der Sense, heute steht mechanisches Mähen im Vordergrund.
Zur Erhaltung der Orchideen muss die Wiese einmal jährlich gemäht werden. Würde man sie frei wachsen lassen, würde sie mit Gehölzen zuwachsen und die Grasfläche würde sich langsam
in einen Wald verwandeln. Deshalb wiederholen wir die Aktion im JZ TNP seit einigen Jahren und planen, sie
auch zukünftig fortzusetzen.
Auch in diesem Jahr fand die Mahd der buckeligen Wiese im Rahmen des genannten Projekts statt
Erhaltung priorisierter Wiesenhabitattypen in Slowenien durch Einrichtung einer Samenbank und In-situ-Restauration, LIFE FOR SEEDS, an dem JZ TNP als
Projektpartner beteiligt ist. Das Projekt, das vom Društvo za opazovanje in proučevanje ptic Slovenije (DOPPS) geleitet wird, begann im September 2021 und soll Ende 2026
enden. Neben der Sanierung von Wiesen konzentriert sich das Projekt auch auf die
Einrichtung einer Samenbank mit 300 charakteristischen Arten dreier priorisierter Habitattypen auf
EU-Ebene: trockene Orchideenwiesen, Moore und temporäre Tümpel, die neben aquatischen Habitaten auch zahlreiche Typen feuchter Wiesen umfassen. Der Zustand aller drei
Habitattypen wird in Slowenien im letzten Bericht der FFH-Richtlinie für den Zeitraum
2013-2018 als unzureichend oder schlecht bewertet.
Das Projekt ist 5,35 Millionen Euro wert, wobei der finanzielle Beitrag der EU über
vier Millionen Euro beträgt. Das Projekt wird auch vom Ministerium für natürliche Ressourcen und Raumordnung,
vom Ministerium für öffentliche Verwaltung und der Sigrid Rausing Trust kofinanziert. Mehr zum Projekt finden Sie
auf der Website https://lifeforseeds.si/.
         
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