13.05.2013
Am Wochenende, dem 11. und 12. Mai 2013, trafen sich zum dritten Mal in Folge die besten Sportkletterer auf dem Log bei Brezovica in der Gemeinde Log - Dragomer beim Boulder-Weltcup. Unter 116 Teilnehmern aus 29 Ländern der Welt starteten auch 13 slowenische Vertreter, 5 Mädchen und 8 Jungen. Ins Halbfinale kamen Jernej Kruder, Klemen Bečan und unsere beste Sportkletterin Mina Markovič, die den Sieg vom Vorjahr beim Boulder-Weltcup hier auf dem Log verteidigte und als Einzige ins Abendfinale einzog. Sie erreichte einen exzellenten 5. Platz, gewann jedoch die diesjährig ungeschlagene Österreicherin Anna Stöhr.
Nach dem Vorjahressieg beim Boulder-Weltcup hier auf dem Log kletterte Mina Markovič auch diesmal hervorragend und qualifizierte sich überzeugend für das Finale, wo sie noch entspannter und sicherer ihre exzellente Form zeigte, zwei von 4 Tops erreichte und am Ende den 5. Platz belegte. Sie besiegte alle Konkurrentinnen die diesjährig ungeschlagene Boulderin Anna Stöhr aus Österreich, Siegerin aller drei vorherigen IFSC Boulder-Weltcup-Rennen 2013.
Unter den Frauen war neben Anna Stöhr auch die Französin Melissa Le Neve hervorragend, die genau wie Anna drei Boulder schaffte, jedoch in mehr Versuchen. Dritte war hier letztes Jahr Zweite, die Britin Shauna Coxsey mit zwei geschafften Bouldern, Vierte die exzellente japanische Konkurrentin Akiyo Noguchi, Fünfte unsere Mina, ebenfalls wie Shauna mit zwei Tops, aber die Versuche in den Problems entschieden über die dritte Stufe des Podests. Sechste war eine weitere Französin, Anne-Laure Chevrier, die mit der Finalqualifikation viele überraschte.
Bei den Männern fehlte uns im Finale sicherlich der Vorjahressieger Rustam Gelmanov (Rus), der nur den 10. Platz erreichte, ebenso der Sieger des Weltcups hier 2011, der Franzose Guillaume Glairon Mondet (diesmal 12.), und der exzellente Österreicher Jakob Schubert (9.), auch Sieger des vorletzten Boulder-Weltcups in Kitzbühel, sowie Kilian Fischhuber (heute 15.), Boulder-Weltcupsieger 2008, 2009 und 2011, letztes Jahr 2. bei den Boulder-Weltmeisterschaften und 2. im Gesamtweltcup Boulder. Gewann hat diesmal der ungeschlagene Kanadier Sean McColl, Zweiter war der Deutsche Jan Hojer, Dritter der Russe Dmitrii Sharafutdinov, Boulder-Weltmeister 2012, 4. Schweizer Cedric Lachat, 5. Australier James Kassay und 6. Thomas Tauporn aus Deutschland.
Slowenische Farben bei diesem Weltcup vertraten auch Mateja Hohkraut, Julija Kruder, Jera Lenardič, Katja Kadič, Jernej Kruder, Klemen Bečan, Urban Primožič, Domen Škofic, Gregor Vezonik, Jure Bečan, Sergej Epih und Jure Raztresen. Leider musste Maja Vidmar kurz vor dem Wettkampf wegen Verletzung absagen. Neben Mina erreichten auch Jernej Kruder und Klemen Bečan das Halbfinale, ihnen fehlte aber etwas Kraft für das Finale. Jernej wurde 11., Klemen 17.
Alle Teilnehmer zeigten mit außergewöhnlicher Kampfkraft und exzellentem Klettern, dass Sportklettern, diesmal die Boulder-Disziplin, ein hochinteressanter Sport ist, der in Attraktivität mit allen anderen Spitzensportarten mithalten kann und mit der Lead-Disziplin mehr als verdient, in die olympische Sportfamilie einzutreten (Erwartungen für 2020).
Auf dem Log war die Stimmung im Finale phänomenal, für die sorgten 2000 Fans unter Anfeuerung der Musiker, Siddharta-Bassist Jani Hacet, seines Musikfreundes Sergej Ranđelovič sowie der Kommentatoren Mojca Breskvar und des Radio- und TV-Ankündigers, Journalisten Sašo Hribar. Am Wettkampf nahmen 116 Teilnehmer (51 Mädchen und 65 Jungen) aus 29 Ländern teil, auch aus Mexiko, Australien, Korea, Indien, Hongkong, Ukraine, Polen, Slowakei, erstmals aus Israel..., und natürlich Deutschland, Österreich, Großbritannien, USA, Russland, Italien, Schweiz, Finnland, Japan, Niederlande, Frankreich, Tschechien, Serbien, Spanien, Belgien, Kanada, Ungarn, Schweden und natürlich Slowenien.
AUSSAGEN:
Mina Markovič, unsere beste Sportkletterin und Vorjahressiegerin beim Boulder-Weltcup hier auf dem Log, erreichte diesmal einen exzellenten fünften Platz, aber vielleicht ein Versuch weniger im ersten Boulder hätte eine viel bessere Platzierung bedeutet, vielleicht sogar Podest. Zum Ergebnis sagte sie: „Das Klettern selbst war besser, als das Ergebnis widerspiegelt. Ich habe zwei kleine Fehler gemacht, die mir einen besseren Platz und wahrscheinlich auch das Podest gekostet haben. Die Finalqualifikation und gutes Klettern haben bestätigt, dass ich gut vorbereitet bin, was das Ergebnis auch widerspiegelt. Lob auch an die Boulder-Setter, die erstklassige, schwierige und abwechslungsreiche Boulder gesetzt haben, die von den Teilnehmern alle Fähigkeiten abverlangten.“
Zur Qualifikation für Boulder-Weltcup-Finals betonte sie: „Einige Konkurrentinnen im Weltcup qualifizieren sich immer für das Finale selbst, unter den anderen herrscht Gedränge ums Finale. Zweifache Finalqualifikation bedeutet Festigung des Platzes unter den Besten. Von Rennen zu Rennen bekomme ich Bestätigung, dass ich noch höher greifen kann. Bisher habe ich in den Wintermonaten zusätzliche Kräfte gesammelt, die mir nie gefehlt haben, sowie zusätzliche Erfahrung. Bald kommen Lead-Weltcup-Rennen, zuerst folgen am 12. und 13. Juli die Europameisterschaften in Chamonix.“
Zur Wettkampf selbst sagte Mina: „Der Wettkampf auf dem Log ist erstklassig organisiert, gelobt von heimischen und ausländischen Teilnehmern. Die Konkurrenten kehren gerne hierher zurück, und wenn der Weltcup nächstes Jahr auch hier ist, sehen wir uns sicher – ich und die ausländischen Teilnehmer.“
Der Selector der slowenischen Sportkletter-Nationalmannschaft Simon Margon war beim Wettkampf auch als Routensetter tätig und die Setter haben ihre Arbeit wirklich exzellent gemacht. „Dieses Mal war das Setter-Team sehr eingespielt und ich kann sagen, dass es einer meiner leichtesten Jobs als Setter bei Weltcups und großen Wettkämpfen war. Wir drei Setter haben die ganze Woche hervorragend zusammengearbeitet, attraktive und sehr schwierige Boulder gesetzt, die sowohl Teilnehmern als auch Publikum gefielen.
Aus Sicht des Selectors bewerte ich Minas Finalleistung als sehr erfolgreich, besonders sehe ich eine große Veränderung in ihrem Kletterstil. Natürlich können wir kleine Fehler in einzelnen Bouldern suchen, aber diesmal hat sie viel mehr aus sich herausgeholt als bei vorherigen Rennen. Wenn sie das noch etwas ausbaut, zeichnet sich eine sehr schöne Saisonfortsetzung ab.“
Simon gab auch eine Bewertung unserer anderen Teilnehmer beim Weltcup auf dem Log: „Kruder ist unter Druck schon im ersten Boulder nachgelassen, ansonsten mit exzellentem Klettern fortgefahren, aber leider reichte es nicht fürs Finale. Klemen hatte etwas Mühe bei der Wahl der richtigen Bewegungskombination und in zwei Bouldern ging ihm praktisch unter dem Top die Zeit aus. Die meisten anderen haben wie erwartet performt, vielleicht hebe ich noch Domen und Urban hervor, die zweifellos zu viel mehr fähig sind, aber ihr Ansatz über die gesamten Qualifikationen war etwas verfehlt. Beiden ist Lead-Priorität, daher bedeutete dieser Wettkampf für sie vor allem Erfahrungssammlung.“
Veranstalter des Boulder-Weltcups Slowenien Log 2013 ist die Sportkletterkommission des Alpenvereins Slowenien im Rahmen der Internationalen Sportkletterföderation IFSC, Organisator das Športno plezalno društvo Korenjak, das den Boulder-Weltcup bereits zum dritten Mal in Folge mehr als erfolgreich ausrichtete.
ENDLICHE OFFIZIELLE ERGEBNISSE Boulder-Weltcup Log 2013:
FRAUEN (Quelle: IFSC):
1. Anna Stöhr (AUT)
2. Melissa Le Neve (FRA)
3. Shauna Coxsey (GBR)
4. Akiyo Noguchi (JPN)
5. Mina Markovič (SLO)
6. Anne-Laure Chevrier (FRA)
...
25. Mateja Hohkraut (SLO)
39. Julija Kruder (SLO)
44. Jera Lenardič
45. Katja Kadič
Gesamt teilgenommen: 51 Teilnehmerinnen.
MÄNNER (Quelle: IFSC):
1. Sean McColl (CAN).
2. Jan Hojer (GER)
3. Dmitrii Sharafutdinov (RUS)
4. Cedric Lachat (SUI)
5. James Kassay (AUS)
6. Thomas Tauporn (GER)
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11. Jernej Kruder (SLO)
17. Klemen Bečan (SLO)
27. Urban Primožič (SLO)
27. Domen Škofic (SLO)
33. Gregor Vezonik (SLO)
45. Jure Bečan (SLO)
57. Sergej Epih (SLO)
57. Jure Raztresen (SLO)
Gesamt teilgenommen: 65 Teilnehmer.
Unter 29 Nationen erreichte Österreich Platz 1, Frankreich 2, Deutschland 3 und Slowenien 7.
Die Wettkampfbeobachtung war während des Events allen live auch über die Website der Internationalen Sportkletterföderation IFSC möglich.
Im Vorjahr gewann beim Boulder-Weltcup auf dem Log Mina Markovič, bei den Männern der Russe Rustam Gelmanov, der diesmal außerhalb des Finales auf Platz 10 blieb. Die Sieger des Boulder-Weltcups auf dem Log 2011 waren die Österreicherin Anna Stöhr und der Franzose Guillaume Glairon Mondet.
Bei den anderen Boulder-Weltcup-Rennen 2013 erzielten unsere Teilnehmer folgende Ergebnisse: 1. Rennen in Chongqing (China) Jernej Kruder 10. und Mina Markovič 12. Platz; 2. Rennen in Millau (Frankreich): Mina Markovič 18., Klemen Bečan 20. und Jernej Kruder 32. Platz. Beim 3. Rennen in Kitzbühel erreichten unsere Teilnehmer erstmals in dieser Saison das Finale, Mina Markovič 5. und Jernej Kruder 6. Platz, sowie Klemen Bečan 10., Jure Bečan 17., Urban Primožič 18. und Maja Vidmar 35. Platz.
Das nächste IFSC Boulder-Weltcup-Rennen 2013 findet bereits dieses Wochenende, 17. und 18. Mai 2013, im österreichischen Innsbruck statt, wo unsere drei Asse antreten, die auch hier das Meiste gezeigt haben: Mina Markovič, Jernej Kruder und Klemen Bečan.