Berge.info
Berge.info
Anmeldung
Anmeldung
Benutzername:
Passwort:
Anmeldung
Noch nicht registriert? Registrierung.
Passwort vergessen?
Neuigkeiten / Nach einer der besseren Sommermountaineering-Saisons verantwortungsvoll in die Berge im Herbst...

Nach einer der besseren Sommermountaineering-Saisons verantwortungsvoll in die Berge im Herbst...

26.10.2023
Nach einer der besseren Sommermountaineering-Saisons verantwortungsvoll in die Berge im Herbst.

Die Sommerhochsaison dieses Jahres in den Alpenhütten war wieder eine der besseren und übertrifft dank ausländischer Gäste sogar die des Vorjahres an Übernachtungen. Die meisten Alpenhütten, die im Sommer wegen Wetterkatastrophen geschlossen waren, sind wieder über Bergwege zugänglich. Hochgelegene Hütten sind bereits geschlossen, niedrigere trotz wechselhafter Wettervorhersagen für die Kartoffelferienzeit öffnen die Türen für Besucher, die sich für einen sichereren Herbstbesuch der Berge verantwortungsvoll vorbereiten und angemessen ausrüsten müssen.

Die Sommerhochsaison dieses Jahres in den Alpenhütten war wieder eine der besseren, bei Übernachtungen sogar leicht höher als im Vorjahr. „Der Trend zu mehr ausländischen Gästen zeigt sich immer deutlicher. Bis Ende September (statistisch verfügbar) übernachteten so 62 Prozent Ausländer und 38 Prozent einheimische Gäste in Alpenhütten. Dies spürt man am stärksten in den Hütten des zentralen Teils der Julischen Alpen, die – auch durch Promotionsaktivitäten Sloweniens – den größten Magneten des Bergtourismus in Slowenien darstellen. Aufgrund der bereits spürbaren Überlastung wäre eine Umleitung der Promotion auf andere Berggebiete Sloweniens sinnvoll“, betont Dušan Prašnikar, fachlicher Mitarbeiter des Alpenvereins Slowenien (PZS).

Der Sommer war zugleich stark von Gewittern und Überschwemmungen geprägt, die Besuche von Bergen und Hütten stellenweise verhinderten. Glücklicherweise gab es keine Schäden an Alpenhütten, wohl aber beschädigte Zufahrten und verhinderten Besuche. Die schlimmsten Verhältnisse herrschten im Gebiet des oberen Savinjatal und im Großteil Kärntens, Gewitter tobten aber auch anderswo in Slowenien. Der Großteil der Bergwege ist geprüft und normal begehbar, einige bleiben aus Sicherheitsgründen weiterhin gesperrt. Die meisten Alpenhütten, die wegen sommerlicher Wetterkatastrophen geschlossen waren, sind wieder über Bergwege zugänglich. Einen Überblick über gesperrte Bergwege finden Sie auf der PZS-Website oder maPZS.

Hochgelegene Alpenhütten sind bereits geschlossen, niedrigere laden trotz wechselhafter Wettervorhersagen für die Kartoffelferienzeit Besucher ein. Die Öffnungszeiten variieren, viele sind nur am Wochenende geöffnet, besonders ab November, wenn auch einige höher gelegene Hütten schließen, die im Oktober noch samstags-sonntags durchhalten. „Von den Hochalpenhütten ist auf der Kredarica jederzeit Notversorgung und Übernachtung in ungeheizten Räumen möglich dank permanenter Präsenz von Wetterwarten, der Dom na Komni ist täglich geöffnet außer im November und in der ersten Dezemberhälfte. Der Planinski dom Tamar ist ganzjährig täglich geöffnet, nur wegen der Mittwochskatastrophe ist der Weg derzeit unpassierbar, für sicheren Besuch ab Wochenende Status per Anruf in der Hütte prüfen. Für Hochgebirgs-Feeling an schönen Wochenenden sorgt die Kamniška koča na Kamniškem sedlu, besondere Einladung nach Kärnten, wo Hütten auch im Herbst-Winter hauptsächlich geöffnet sind“, erläutert Prašnikar. Mehr Infos zu Hüttenöffnungen auf pzs.si/koce. Der Alpenverein Slowenien empfiehlt, geplante Übernachtungen oder Gruppenbesuche vorab anzumelden. So können die Hüttenwirte rechtzeitig geheizte Zimmer und ausreichend Verpflegung vorbereiten.

Viele Hütten können bei ungünstigem Wetter geschlossen sein, besonders wenn schlechtes Wetter, tiefer Schnee oder hohe Lawinenwarnstufe normalen und sicheren Zutritt verhindern. „In den Bergen ist bereits vielerorts der erste Schnee gefallen, der wie jedes Jahr Erfahrung und Kenntnisse im Umgang mit der richtigen Ausrüstung erfordert, also Steigeisen, Eispickel und Helm. Gefallenes Laub, das nasse Wurzeln und Felsen bedeckt, kann zu Verstauchungen, Brüchen und Stürzen mit Kopf- und Wirbelsäulenverletzungen führen. Alpenhütten schließen ihre Türen. Einige Wege sind durch Katastrophen und starke Erosion beschädigt. Ein Herbstbesuch der Berge kann unvergesslich sein, wenn man vorbereitet ist, passende Ausrüstung hat und sie beherrscht. Mit Einhaltung aller unten genannten Empfehlungen sorgen Sie für einen sichereren Bergausflug und bereiten sich verantwortungsvoll vor“, legt den Bergbesuchern PZS-Mitarbeiter und Bergretter Matjaž Šerkezi ans Herz.

Empfehlungen für sichereren Bergbesuch im Herbst von Matjaž Šerkezi

Planung und Vorbereitung
- Wettervorhersage: Vor dem Aufbruch Wettervorhersage prüfen und auf schnelle Wetterwechsel vorbereitet sein.
- Früh starten: Wanderung frühmorgens beginnen, um den Tageslicht nutzen, da Herbsttage kürzer sind.
- Bergkarten und Apps: Immer neueste Bergkarte dabei, auf Smartphone nur zuverlässige Apps nutzen. Empfohlen: maPZS und LocusMap. Daten kritisch betrachten.

Ausrüstung
- Warme Kleidung: Mehrschichtensystem (Zwiebelprinzip) tragen, inklusive wetterfester Jacke gegen Feuchtigkeit und Wind. Mütze und Handschuhe nicht vergessen.
- Bergschuhe: Bequeme, wasserdichte Bergschuhe mit gutem Grip wählen.
- Grundausstattung: Rucksack mit Basics wie Erste-Hilfe, Karten, Stirnlampe, Energieriegel und alkoholfreie Getränke.

Sicherheit
- Wegkenntnis: Über Wegzustand via maPZS informieren und nur markierte Wege gehen.
- Wetterbeobachtung: Wetter kann rasch umschlagen, auf Gewitterzeichen achten und rechtzeitig umkehren.
- Kommunikation: Geladenes Handy mitnehmen, Pläne mitteilen. Bei Not 112 wählen.

Respekt vor der Natur
- Keine Spuren hinterlassen: Müll mitnehmen und Natur schützen, Heimat empfindlicher Tierarten. Auch Bananenschalen gehören ins Tal in den Abfall.
- Wild- und Weidetiere, Blumen, Pilze: Abstand halten, nicht füttern. Blumen stehen lassen. Un geschützte Heilkräuter nur sparsam für Hausgebrauch sammeln. Gleiches gilt für Pilze.

Genießen
- Fotografie und Beobachten: Herbst mit Farbpalette ideal zum Fotografieren und Wildbeobachten. Aber nicht riskieren, kein Foto-Jagd-Unfall.

Wie Dušan Prašnikar ergänzt, fanden in diesem Jahr Sanierungsarbeiten an weiteren Alpenhütten statt, die Fördermittel aus dem 2021er Ausschreibung des damaligen Ministeriums für Wirtschaftsentwicklung und Technologie (MGRT) für energetische und ökologische Sanierung erhielten. Der Dom na Smrekovcu (PD Črna na Koroškem) ist nun wärmedämmend, mit natürlichen Energien beheizt, heimelige Holzeinrichtung gast- und betriebsfreundlicher. Die Koča na Kokoši (PD Sežana) erreichte Ausschreibungsziele durch Sanierung großer Teile (Dämmung, Fenster, Wärmepumpe, Solaranlage, LED-Beleuchtung, wassersparende Ausstattung, Regenwassersammler, Kläranlage) bei Reduktion von Energie- und Materialverbrauch sowie Steigerung erneuerbarer Energien. Die Vojkova koča na Nanosu (PD Postojna) ist nach Sanierung fast ganz neu, da umfassendere Arbeiten nötig waren; energetisch und optisch erneuert.

Im Sommer öffnete die Mozirska koča na Golteh (PD Mozirje) ihre neuen Türen, nach Brand komplett neu gebaut, aber ähnliches Konzept und Aussehen behalten; derzeit wegen Suche nach neuem Pächter geschlossen. Auch Empfänger der Förderung ist der Frischaufov dom na Okrešlju (PD Celje Matica). Mittel reichten nur für Teile der Investition, dieses Jahr weniger als geplant wegen Zwischenschließung durch Überschwemmungen. Eigentümer plant Eröffnung 2025.
         
Copyright © 2026 Berge.info, Nutzungsbedingungen, Datenschutz und Cookies