Berge.info
Berge.info
Anmeldung
Anmeldung
Benutzername:
Passwort:
Anmeldung
Noch nicht registriert? Registrierung.
Passwort vergessen?
Neuigkeiten / Neuer Sieg für Janja Garnbret

Neuer Sieg für Janja Garnbret

27.06.2022
Neuer Sieg für Janja Garnbret, Luka Potočar und Vita Lukan im Finale.

Beim Auftakt der Weltcup-Saison im Leadklettern in Innsbruck in Österreich hat Janja Garnbret gezeigt, dass sie die beste Sportkletterin bleibt. Bei der anspruchsvollen Prüfung holte sie ihren 33. Weltcup-Sieg. Garnbrets Erfolg ergänzte die zweite slowenische Finalistin Vita Lukan, die den siebten Platz belegte. Luka Potočar, der einzige slowenische Finalist bei den Männern, zeigte mit Platz vier, dass er gut für die neue Saison vorbereitet ist.

Die erfolgreichste slowenische Sportkletterin Janja Garnbret kehrte nach fast zwei Monaten Pause mit einem neuen Sieg in das Weltcup-Karussell im Sportklettern in Innsbruck zurück. Diesmal bestätigte sie den Sieg nicht mit dem Top der Route, aber mit einer Höhe von 39+ war sie bei weitem die Höchste an der Wand. „Als ich hörte, dass die Konkurrentinnen vor mir sehr schnell fielen, war ich zuerst etwas nervös, da ich nicht wusste, wo dieser problematische Teil war, aber andererseits war ich froh, weil ich wusste, dass endlich eine anspruchsvolle Route gesetzt war, was für mich die beste Herausforderung ist. Der Grund für das Lächeln war also, dass ich den Zug gemacht habe, den die anderen nicht geschafft haben. Ich wusste, dass er schwer war, und danach konnte ich entspannt weiterklettern.“

Die 23-jährige Olympiagoldmedaillengewinnerin holte auf dem österreichischen Tirol ihren 33. Weltcup-Sieg. „Obwohl ich schon alles gewonnen habe, bedeutet mir jeder neue Sieg viel. Kein Wettkampf und keinen Sieg nehme ich als selbstverständlich hin. Die Mädchen sind hervorragend vorbereitet, daher kann ich nicht im Voraus sagen, dass ich die Wettkampf sicher gewinne. Der heutige Sieg bedeutet mir nach der letztjährigen mental und physisch anstrengenden Saison umso mehr. Danach musste ich mir neue Ziele setzen. Es wird mir immer schwerer zu siegen, alle erwarten Perfektion von mir und akzeptieren nichts weniger als den Sieg. Ich weiß aber, dass ich, wenn ich mit positiven Gedanken in den Wettkampf gehe, nichts zu fürchten habe.“

Die Italienerin Laura Rogora, die als Letzte an die Wand ging, war dem Leistung der Olympiasiegerin nicht gewachsen. Sie beendete den Wettkampf mit Höhe 27+ auf Platz vier. Es handelte sich um die Höhe, die auch die Amerikanerin Brooke Raboutou und die Südkoreanerin Chaehyun Seo erreichten, aber letztere stiegen aufs Podium basierend auf bessere Zeit, Platz drei und zwei. Im Halbfinale toppte sogar eine Fünfergruppe die Route.

Auch unter Druck knickte Luka Potočar nicht ein. Entschlossen ging er an die Wand und landete in einem sehr ausgeglichenen Kampf auf Platz vier. „Das war eine Leistung, die ich als Indikator guter Vorbereitung nehme. Im Wettkampf habe ich mich gut gefühlt, leider hat es am Ende fürs Podium nicht gereicht. Platz vier ist gute Motivation für die Saisonfortsetzung und noch stärkerer Wunsch nach Medaillen.“

Sieger wurde der Amerikaner Colin Duffy mit Höhe 38+, der Japaner Ao Yurikusa und der Amerikaner Jesse Grupper holten Platz zwei und drei, beide mit Höhe 37+. Potočar erreichte Höhe 37.

Der 20-jährige aus Jesenice war der einzige slowenische Vertreter im Männerfinale, unter den Sloweninnen startete auch die 21-jährige Vita Lukan. Im Halbfinale war sie Achte, am Ende Siebte. „Die Route war schwer, ich habe einen Fehler gemacht, die Hand ist mir weggerutscht und ich bin einfach gefallen. Ich bin enttäuscht, die Route war wirklich gut und ich wollte höher klettern. Auch wenn es am Anfang heiß war und die Sonne direkt auf die Wand schien, darf das keine Ausrede sein. Athleten sind es gewohnt, in Hitze und allen unmöglichen Bedingungen zu trainieren. Trotz des leicht bitteren Nachgeschmacks weiß ich, dass der heutige Wettkampf zeigt, dass ich gut vorbereitet bin und mich in dieser Saison noch viele Finale erwarten.“

Domen Škofic, der zweite slowenische Halbfinalist, beendete das Rennen auf Platz 18. Milan Preskar verpasste das Halbfinale um einen Platz und landete auf 27., Martin Bergant war 59.

Im Halbfinale kämpften gleich sechs Sloweninnen. Lučka Rakovec und Lana Skušek teilten Platz 18, Sara Čopar und Mia Krampl landeten auf 21. Lucija Tarkuš und Tjaša Slemenšek beendeten das Rennen in den Qualifikationen, Lucija auf 55., Tjaša auf 61.

Dass der erste Lead-Wettkampf eine gute Saisonankündigung ist, stimmte auch der slowenische Nationaltrainer Gorazd Hren zu: „Ich war froh, dass das Finale schwer war, da Qualifikation und Halbfinale zu leicht waren. Im Finale hat Janja gezeigt, dass sie bei weitem die Beste ist und souverän gewonnen hat. Schade, dass Vita einen Fehler gemacht hat, die Route passte zu ihr. Sie hat gezeigt, dass sie für Finale bereit ist. Team-mäßig haben die Mädchen gute Form im Lead gezeigt, daher sind die Erwartungen hoch. Luka hat ausgezeichnet geklettert, ihm fehlte nur ein Hauch Glück und die Medaille wäre da gewesen. Die anderen Jungs sind auch in Form und ich weiß, dass sie es im Saisonverlauf zeigen werden.“

In Innsbruck endete die diesjährige Weltcup-Saison im Bouldern. Zwar qualifizierte sich keiner der slowenischen Sportkletterer unter die sechs Besten im Finale, aber Katja Debevec und Zan Lovenjak Sudar zeigten ihre besten Leistungen des Jahres.

Die 27-jährige Katja Debevec wiederholte in diesem Jahr nicht den sechsten Platz vom Vorjahr, in Innsbruck holte sie Platz 15. Weniger als letztes Jahr zeigte auch der 24-jährige Zan Lovenjak Sudar, letztes Jahr beendete er die Saison mit tollem neunten Platz bei der WM in Moskau. Seinen letzten Boulder-Auftritt in Innsbruck schloss er auf Platz 16 ab.

Ohne Halbfinale blieben Anže Peharc auf 25., Jernej Kruder auf 29. und Matic Kotar auf 47. Von drei Sloweninnen in den Qualis schaffte nur Katja Debevec das Halbfinale. Vita Lukan und Julija Kruder beendeten die Frauenquali auf 29. bzw. 59. Platz.

„Die Bouldersaison ist nicht ganz nach Plan gelaufen. Wir haben sie wirklich mit Janja Garnbrets Sieg begonnen, aber später blieben Jungs und Mädels zu oft im Halbfinale stecken. Glücklicherweise kam Salt Lake City, wo Anže Peharc sein bestes Klettern zeigte und Top-Ergebnis machte. Das war der Höhepunkt der Bouldersaison. Ich wünsche mir, dass auch die anderen vorankommen und unser Team auch im Bouldern besser wird. Wir werden viel daran arbeiten, damit die Ergebnisse nächstes Jahr noch besser sind“, fasste Trainer Hren zusammen.
         
Copyright © 2026 Berge.info, Nutzungsbedingungen, Datenschutz und Cookies