Neues Gesicht der Kredarica: Renovierung des Klimabeobachtungspostens beginnt.
Mit der Grundsteinlegung wurde feierlich der Beginn der Renovierung des Klimabeobachtungspostens auf der Kredarica begangen, der seit 70 Jahren ununterbrochen Messungen durchführt. Diese werden nach der Renovierung weiter ausgebaut, und die Kredarica kann sich an die Seite führender Hochgebirgsobservatorien wie dem deutschen Zugspitze, dem österreichischen Sonnblick oder dem schweizerischen Jungfraujoch stellen. Die Bauarbeiten beginnen diese Woche und sollen Ende nächsten Jahres abgeschlossen sein. Das slowenische Heer wird mit Hubschraubertransports helfen, etwa 900 Tonnen Material zu befördern.
Mit der Grundsteinlegung wurde feierlich der Beginn der Renovierung des Klimabeobachtungspostens auf der Kredarica begangen.
Der Generaldirektor der Agentur der Republik Slowenien für Umwelt (Arso), Joško Knez, betonte in seiner Ansprache die Bedeutung der Kredarica als älteste und höchstgelegene meteorologische Station in Slowenien. „Der Klimabeobachtungsposten ist äußerst wichtig für die langfristige Überwachung der Wetter- und Klimabedingungen im Hochgebirge. Die Messungen, die wir dort seit 1954 ununterbrochen durchführen, stellen die längste Reihe hochgebirgischer Beobachtungen in Slowenien dar und sind eine wertvolle Datenquelle für Klimawandel-Forschung und Wettervorhersage“, sagte er.
Der Observatorium arbeitet im Rahmen der Zusammenarbeit von Arso und dem slowenischen Heer, das vor Ort gemeinsam Aufgaben der Überwachung und Berichterstattung über Wetterbedingungen erledigt. Aufgrund der Abnutzung der bestehenden Räumlichkeiten und anspruchsvoller Arbeitsbedingungen wird der Observatorium umfassend renoviert.
Laut Knez wird diese Renovierung in erster Linie die Arbeits- und Lebensbedingungen für die Teams verbessern, die aus zivilen und militärischen Wetterbeobachtern bestehen und auf der Kredarica in Zehn-Tage-Schichten arbeiten, manchmal länger. Das Gebäude wird energetisch saniert und an moderne Umweltstandards angepasst, es werden Systeme für Heizung, Wasserversorgung und -speicherung sowie für die Abwasserbewirtschaftung eingerichtet.
Mit den neuen Räumen wird auch die Fortsetzung der Messungen und die Erweiterung der Beobachtungen ermöglicht. Wie Knez darlegte, werden sie unter anderem auch Treibhausgase überwachen, wodurch sich die Station an die Seite führender Hochgebirgsobservatorien wie dem deutschen Zugspitze, dem österreichischen Sonnblick oder dem schweizerischen Jungfraujoch stellt. „Damit bleibt der Observatorium weiterhin ein Schlüsselpunkte für das Verständnis der Wetterbedingungen in den Bergen, was von außergewöhnlicher Bedeutung für Schutz und Rettung im Hochgebirge ist“, sagte er.
Die Bauarbeiten im Rahmen der Renovierung beginnen diese Woche, der Abschluss ist für Ende nächsten Jahres vorgesehen. Über eine öffentliche Ausschreibung wurde das Unternehmen Eltim als Auftragnehmer ausgewählt, der Vertragswert beträgt 1,9 Millionen Euro.
Die Investition ist Teil des umfassenderen Projekts SOVIR (System zur Warnung vor wetterbedingten außergewöhnlichen Ereignissen), das fast 29 Millionen Euro wert ist. Es wird aus dem Staatsbudget und dem Europäischen Kohäsionsfonds finanziert.
Mit der Unterzeichnung des operativen Abkommens zur Renovierung haben der Minister für Umwelt, Klima und Energie Bojan Kumer sowie der Verteidigungsminister Borut Sajovic auf der Veranstaltung die gemeinsame Zusammenarbeit beider Ressorts am Projekt bestätigt.
„Mit der Aufrüstung im Rahmen des SOVIR-Projekts werden wir unter anderem die Verarbeitung meteorologischer Daten mit Künstlicher Intelligenz und Supercomputern ermöglichen, was die Erkennung von Wetter- und Klimaveränderungen weiter verbessern wird. Angesichts der überdurchschnittlichen Belastung Sloweniens durch Klimarisiken ist jeder investierte Euro in diesem Bereich eine Investition mit hoher Rendite“, sagte Kumer.
Laut Sajovic stellt die Renovierung ein logistisch und organisatorisch anspruchsvolles Projekt dar, „das bestätigt, dass wir in Slowenien wissen, wie man Kräfte für ein gemeinsames Ziel vereint“. Die Ministerien werden die Lieferung von Baumaterialien und die Entsorgung von Abfallmaterial auf geeignete Deponien organisieren. Das slowenische Heer wird mit Hubschraubertransports helfen. Insgesamt müssen nach Sajovic etwa 900 Tonnen Material transportiert werden.
Heute haben Arso und die Verwaltung der Republik Slowenien für Schutz und Rettung einen Vertrag über die weitere Zusammenarbeit unterzeichnet. Der Vertrag regelt unter anderem den Datenaustausch, fachliche Unterstützung und gemeinsame Öffentlichkeitsinformation bei Naturkatastrophen. Gleichzeitig unterzeichneten sie ein operatives Protokoll für das Vorgehen bei Erdbeben, das Zeit, Inhalt und Art der Benachrichtigung festlegt.
Quelle:
https://www.24ur.com/novice/slovenija/nova-podoba-kredarice-prenovili-bodo-podnebni-observatorij.html