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Neuigkeiten / Nur noch tiefer gelegene Berghütten geöffnet...

Nur noch tiefer gelegene Berghütten geöffnet...

24.10.2019
Nur noch tiefer gelegene Berghütten sind geöffnet, im Herbst planen wir Touren sorgfältiger.



Die sommerliche Bergsteiger-Saison dieses Jahres war eine der besten im letzten Jahrzehnt, die allgemeine Zunahme ausländischer Besucher in Slowenien spiegelt sich auch in den Berghütten wider. Im Oktober haben die Hütten im Hochgebirge ihre Türen geschlossen, die tiefer gelegenen sind auf den Herbst-Winter-Betriebsplan umgestiegen, an den sich auch die herbstlichen Bergbesuche anzupassen haben, mit größerer Aufmerksamkeit bei der Tourenplanung. Aktuelle Daten zur Öffnungszeiten der Berghütten sind auf der PZS-Website koce.pzs.si abrufbar.







„Die Sommersaison in den Berghütten war eine der besten der letzten zehn Jahre, wozu sowohl das für Bergbesuche günstige Wetter als auch der Zuwachs ausländischer Besucher in Slowenien beigetragen haben. Das Wetter war zwar im Juli und September etwas wechselhaft, größtenteils aber stabil und geeignet für Besuche im Hochgebirge und Mittelgebirge. Die allgemeine Zunahme ausländischer Gäste in Slowenien spiegelt sich auch in den Berghütten wider. Sehr gut war die Sommersaison dieses Jahres im Hochgebirge, im zentralen Teil der Julischen Alpen verzeichnen einige Hütten Rekordbesuche. Im Mittelgebirge und in tiefer gelegenen Berghütten war der Besuch insgesamt gut, stellenweise überdurchschnittlich“, bewertet die Saison Dušan Prašnikar, fachlicher Mitarbeiter des Alpenvereins Slowenien (PZS).







Slowenien durchzieht ein Netz von mehr als zehntausend Kilometern Bergwege, die zu 178 Berghütten, Schutzhütten und Bivaks führen. Slowenische Berge werden jährlich von 1,7 Millionen Besuchern aufgesucht, unter ihnen immer mehr Ausländer, erläutert Prašnikar: „In den letzten zehn Jahren beobachten wir eine stetige Zunahme des Anteils ausländischer Gäste, die in Berghütten übernachten. Dies zeigt sich am stärksten in Perioden schlechten Wetters, wenn Ausländer dennoch die Berghütten erreichen; ihr Anteil ist auch zu Saisonbeginn im Sommer außergewöhnlich hoch, wenn Slowenen meist am Meer sind. Einige Hochgebirgshütten verzeichnen über 70 Prozent ausländische Gäste, im Durchschnitt machen Ausländer bereits die Hälfte aller Übernachtungen in slowenischen Berghütten aus. Einen Zuwachs ausländischer Gäste stellen wir auch in Mittelgebirgshütten fest. In manchen gab es vor Jahren kaum Ausländer, jetzt erkunden sie auch andere Destinationen in Slowenien. Auch die Zahl ausländischer Gäste, die den Slowenischen Bergweg gehen, steigt.“ Aufgrund des wachsenden Interesses ausländischer Besucher an Sloweniens beliebtestem Fernweg und einem der ältesten in Europa und der Welt ist der Führer Slovenian Mountain Trail im Sommer auch auf Englisch erschienen.







Der Alpenverein bemüht sich, Umweltauswirkungen bei zunehmendem Bergbesuch zu mindern, auch durch Partnerschaft im europäischen Projekt Life SustainHuts, das darauf abzielt, CO₂-Emissionen im natürlichen Umfeld durch Einführung neuer und origineller Energiesysteme auf Basis erneuerbarer Quellen zu senken. Als Demonstrationsobjekte sind Berghütten in Spanien, Italien und Slowenien einbezogen. „Im Rahmen des Projekts Life SustainHuts haben wir den Pogačnikov dom na Kriških podih mit einem neuen Stromversorgungssystem ausgestattet, das vollständig auf Solar- und Windenergie basiert. In der ersten Betriebsaison hat sich gezeigt, dass erneuerbare Energien trotz Rekordbesuch alle Strom- und Heizbedürfnisse deckten. Die Besucher hatten so denselben Komfort wie zuvor, während die Auswirkungen auf die Natur des Triglav-Nationalparks erheblich reduziert wurden“, beschreibt Prašnikar. Im Rahmen des Projekts Zentrum für die Entwicklung von Wasserstofftechnologien in Kooperation mit der Fakultät für Maschinenbau der Universität Ljubljana und dem Alpenverein Slowenien organisiert am 18. November 2019 die Veranstaltung Nachhaltige Hütten in Slowenien, auf der Optionen nachhaltiger autarker Stromversorgung von Objekten in der Bergwelt vorgestellt werden. Als eine Alternative bietet sich auch Wasserstofftechnologie an.







Hochgebirgshütten in den Julischen Alpen haben mit Ausnahme des bewirteten Doma na Komni, der ganzjährig geöffnet ist, alle Türen geschlossen; Bergsteiger können noch auf Unterschlupf und Übernachtung bei den Meteorologen im Triglavski dom na Kredarici sowie auf Zuflucht in unbewirtschafteten Winterräumen und Bivaks zählen. Dauerhaft geöffnet bleiben auch im Herbst und Winter der Planinski dom Tamar in den Julijci, der Domžalski dom na Mali planini in den Kamnik-Savinja-Alpen, der Valvasorjev dom pod Stolom in den Karawanken sowie zahlreiche tiefer gelegene Hütten in Slowenien, während die übrigen auf Herbst-Winter-Betrieb umgestellt haben und Bergsteiger nur am Wochenende und Feiertagen offen willkommen heißen. Wegen Renovierungsarbeiten sind im November die Blejska koča na Lipanci und die Erjavčeva koča na Vršiču geschlossen, die sonst im Winter auch werktags geöffnet sind. Aktuelle Daten zur Öffnungszeiten der Berghütten sind auf der PZS-Website koce.pzs.si abrufbar.







Bei geschlossenen Hütten ist auch der Sicherheitsaspekt beim Herbst-Bergbesuch zu beachten und noch mehr Aufmerksamkeit der Tourenplanung zu widmen. „Viele Hütten bieten uns im Herbst und Winter keine warmen Mahlzeiten, keine Möglichkeit zur Nachfüllung von Flüssigkeiten, kein sicheres Dach über dem Kopf... Das bedeutet, dass wir im Rucksack neben der grundlegenden Bergausrüstung zusätzliche warme Kleidung, Wetterschutz gegen Wind und Regen, Alufolie oder einen großen schwarzen Sack zur Verhütung von Unterkühlung sowie mehr warme alkoholfreie Getränke und Nahrung haben müssen. Im Herbst sind die Tage kürzer, Dunkelheit überrascht uns schon zwischen 17 und 18 Uhr. Kopflampe ist Pflicht, sorgt auch für volle Batterien“, rät Bergretter und fachlicher Mitarbeiter PZS Matjaž Šerkezi.







Im Herbst darf uns kein plötzlich stürmisches Wetterverschlechterung überraschen, das im Berggebiet bei niedrigen Temperaturen Schneefälle bedeutet. „Ein paar Zentimeter Schnee verändern nicht nur das Landschaftsbild vollständig, sondern erfordern zusätzliche technische Ausrüstung – Eispickel und Steigeisen – sowie ein gutes Maß an Wissen und Erfahrung für den Gang in Winterbedingungen. Durch erhöhte Feuchtigkeit sind Bergwege nass, das Gehen darauf erschwert und erfordert mehr Aufmerksamkeit. Schon ein kleiner Schritt oder Unachtsamkeit kann zu einem Abrutscher führen, der im Schlimmsten mit schweren Verletzungen oder bei Sturz über einen Felsenabbruch mit Tod endet“, warnt Šerkezi, der auch auf die höhere Nebelgefahr hinweist: „Nebel ist ein häufiger Begleiter unserer Berge im Herbst. In jedem Rucksack sollten Bergkarte und Kompass sein, wir empfehlen auch Kenntnisse der App Locus Maps auf dem Smartphone, wo auch Karten des Alpenvereins Slowenien zu finden sind. Wenn ihr euch auf dem Weg verirrt oder durch dichten Nebel nicht weiterkommt, bleibt ruhig und versucht sicher zum letzten bekannten Punkt zurückzukehren, z. B. Schilder, Markierung oder bekanntem Wegabschnitt. Lauft nicht ziellos umher, da ihr bei schlechter Sicht auf nassem Hang abrutschen könnt. Seht ihr keine Lösung oder seid verletzt, ruft 112 an.“
         
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