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Neuigkeiten / Osterrettung

Osterrettung

27.09.2023
Osterrettung: erstmals soll ein Bergführer angeklagt werden.

Nach umfangreicher kriminalpolizeilicher Untersuchung haben die Polizisten aus Nova Gorica eine Strafanzeige wegen verantwortungslosem Führen in die Berge erstattet. Laut unseren Informationen haben sie wegen begründeten Verdachts auf Verursachung allgemeiner Gefahr den Alpenverein und den Bergführer angeklagt, der am Ostersonntag bei ungünstigen Wetterbedingungen eine Gruppe von sechs Wanderern zur Mala Mojstrovka führte. Eine Lawine riss die Wanderer vom meistbesuchten Gipfel in den Julischen Alpen mit sich, fünf von ihnen wurden schwer verletzt. Auch die Retter hatten wegen Nebel und Schneefall erschwertes Arbeiten.

Die Gruppe von Wanderern brach am 9. April dieses Jahres mit einem engagierten Führer zu einem Kurs für sicheres Gehen in den Bergen zur Mala Mojstrovka auf. Alle sieben wurden unmittelbar unter dem Gipfel – etwa 150 Meter tief – von einer Lawine erfasst.

Wegen schlechter Sichtbarkeit dauerte die Rettung ganze sieben Stunden. 53 Bergretter waren beteiligt, einschließlich Hubschraubern der Polizei und des Militärs. Alle sieben wurden ins Tal gebracht. Nach mehr als fünf Monaten schlossen die Kriminalisten aus Nova Gorica die Untersuchung ab und klagten erstmals in der Geschichte – inoffiziell den Führer an.

Wie von PU Nova Gorica mitgeteilt, wird auf Basis aller Feststellungen im Vorverfahren gegen eine natürliche Person beim Bezirksstaatsanwaltschaft Nova Gorica eine Strafanzeige wegen begründeten Verdachts auf Begehung der Straftat der Verursachung allgemeiner Gefahr gestellt. Ebenso wird eine Strafanzeige gegen eine juristische Person gestellt.

Die Gruppe von sechs hatte tatsächlich engagiert und bezahlt, um sicher den Gipfel zu erreichen. Die Bedingungen waren bereits auf den ersten Blick extrem schlecht. Was der Führer hätte wissen müssen, obwohl er angeblich keine entsprechende Lizenz hatte. Sicherheit wurde auch vom Verein garantiert, der den Kurs für Wanderer organisiert hat. Inoffiziell handelt es sich um den Sportverein Jeti, der neben Winterbergsteigen auch sichere Klettersteigbesuche und Tourenski anbietet.

Falls das Gericht die begründeten Vermutungen der Polizei bestätigt, drohen den Verantwortlichen bis zu maximal 10 Jahren Gefängnis.

Quelle: https://www.24ur.com/novice/slovenija/velikonocno-resevanje-prvic-doslej-naj-bi-policija-ovadila-gorskega-vodnika.html
         
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