10.01.2020
Gefahr ist 2. Stufe auf der europäischen Fünf-Stufen-Skala - MÄSSIG.
Hauptproblem: Windschnee
Gefahrenmuster: Abkühlung nach warmem Wetter / Erwärmung nach Frost
Gefahrenbewertung
Die Lawinengefahr ist derzeit im Hochgebirge oberhalb etwa 1800 m MÄSSIG, 2. Stufe, tiefer in der Regel GERING, 1. Stufe. Gefährdet sind steilere Hänge mit Windschnee, wo bei stärkerer Belastung eine Lawinenplatte ausgelöst werden kann. Unterhalb etwa 1800 m ist der Schnee deutlich weniger, daher ist dort die Lawinengefahr gering.
Schneelage
Die Schneedecke ist besonders an sonn- und windexponierten Stellen krustig und hart. Schnee auf Gipfeln und Graten ist stark windverfrachtet, oft bis auf den vereisten Untergrund. Oberhalb 2200 m und in schattigeren Bereichen gibt es noch Bereiche mit schlecht umgewandeltem Schnee. Es gibt auch erheblichen Windschnee in Form von Ablagerungen und Platten.
Erwartete Wettersituation
Es herrscht sonniges Wetter vor. In Höhenlagen kühlt es morgen ab, die Temperaturumkehr lässt vorübergehend nach. Am Sonntag tagsüber wird es wieder etwas wärmer, aber nicht so warm wie in den Vortagen. Heute weht Westwind, im Nordosten Nordostwind, morgen Nordwest- bis Nordostwind, am Sonntag Nordostwind.
Entwicklungstendenz der Schneelage
Die Schneedecke wandelt sich weiter langsam um. Die Kruste verstärkt sich. Die Lawinenlage ändert sich kaum, nur bei Abkühlung bleibt der Schnee auch an Südhängen tagsüber gefroren.
Nächste Mitteilung: Montag, 13.1.2020
Quelle: ARSO