10.02.2014
Von Samstagnacht bis Sonntagabend gab es in den Bergen gelegentlich Niederschläge. Häufiger und reichlicher im westlichen Teil unserer Berge und Hügel, nach Osten hin deutlich weniger. Die Schneefallgrenze lag meist zwischen 800 und 1100 m über dem Meer, die ganze Zeit schneite es tiefer in manchen geschlossenen Alpentälern, und am Sonntag tagsüber sank die Schneefallgrenze vorübergehend. Insgesamt fiel 40 bis etwa 80 cm Schnee, unter ca. 1200 m und im äußersten Osten der Berge weniger. Unter ca. 1500 m war der Schnee nass und haften relativ gut am Untergrund, höher weniger. Die meiste Zeit wehte Südwestwind, der Schnee in Verwehungen transportierte und Platten bildete. In der Nacht auf Montag klärte es auf und die Schneedecke fror ein.
Die Schneedecke reicht meist mindestens bis ca. 600 m über dem Meer. Die Schneehöhe ist besonders im Hochgebirge durch das windige Wetter der Vortage sehr unterschiedlich. Am meisten Schnee gibt es über 1800 m in den westlichen Julischen Alpen, dort ca. 600 cm, anderswo in den Juliern bis ca. 410 cm, in den westlichen und mittleren Karawanken sowie den Kamnik-Savinja-Alpen ca. 230 cm. Auf 1500 m bis ca. 350 cm in den Juliern und westlichen Karawanken, anderswo 100 bis 140 cm. Der Schnee ist meist weich und tief einsinkend, stellenweise auch mit Kruste bedeckt, die hauptsächlich durch Wind entstanden ist.
Viel Schneewechte, an windexponierten Stellen stark ausgehärtet.
Lawinengefahr im Hochgebirge meist 4, tiefer 3.
Die Schneedecke ist ziemlich instabil. Besonders von steilen Hängen im Hochgebirge können sich spontan Lawinen lösen, tiefer ist Spontanabgang selten. Eine Lawine kann auch bei geringer Zusatzbelastung schnell ausgelöst werden.
Heute treten von Westen erneut und verstärken sich Niederschläge auf, die auch morgen anhalten werden. Schneefallgrenze meist zwischen 800 und 1200 m, in der Nacht auf Dienstag stellenweise vorübergehend höher. Bis Mittwochmorgen fallen im westlichen Teil unserer Berge voraussichtlich 30 bis 70 cm Schnee, anderswo in unseren Bergen 10 bis 30 cm. Im Hochgebirge trockener Schnee. Da meist auf weichem Untergrund schneit, ist die Bindung zwischen neuem und altem Schnee nicht allzu schwach, aber stellenweise ist die Oberfläche verkrustet und dort sind die Verhältnisse schlechter.
Es weht Südwestwind, der vor allem an windexponierten Stellen neue Verwehungen und Platten bildet.
Wegen des neuen Schnees bleibt die Lawinengefahr hoch.
Das nächste Bulletin zum Schneeverhältnis wird am Mittwoch, 12.2.2014, herausgegeben.
Allgemeine Lawinengefahr 4 auf der europäischen Fünf-Stufen-Skala.
Quelle: ARSO