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Neuigkeiten / Schneelage 10.2.2021

Schneelage 10.2.2021

10.02.2021
Gefahr ist Stufe 4 auf der europäischen Fünf-Stufen-Skala - GROß.

Hauptproblem: Neuschnee, nasser Schnee, verharschter Schnee



Gefahrenbewertung

Lawinengefahr im Hochgebirge der Julischen Alpen oberhalb ca. 1800 m ist GROß, Stufe 4, tiefer und anderswo MAßIG, Stufe 3. Im Hochgebirge sind wegen der großen Menge Neuschnee zahlreiche Hänge mit mäßiger Neigung gefährdet, besonders Nordhänge, wohin der starke Südwind Schnee eingeweht hat. Erwartet werden mittelgroße bis große Lawinen von trockenem Schnee. Vor allem in Höhen unter 1500 m ist die Schneedecke nass und stellenweise durchgeweicht bis zum Boden, besonders auf steilen Hängen und Gräben lösen sich heute noch Nassschneelawinen und Schneebrettlawinen aus.



Schneelage

In den Bergen schneit es, die Schneefallgrenze liegt derzeit im Bereich der Gornjesavska dolina und in Bohinj bis zum Boden, anderswo meist bis ca. 1200 m, steigt aber langsam. Im Hochgebirge der Julischen Alpen fielen in den letzten 24 Stunden 20 bis 50 cm Schnee. Es schneite bei Temperaturen leicht unter dem Gefrierpunkt, daher ist der Schnee relativ feucht, oberhalb ca. 1800 m war der Schnee trocken und nicht verbunden mit dem Untergrund, der ebenfalls locker ist. Es wehte mäßiger Südwestwind, der Schnee transportierte und neue Lawinenkissen, Verwehungen und Kronen aufbaute. Die Schneedecke ist im Hochgebirge weich und locker, tief einsinkend. Unter ca. 1500 m ist der Schnee nass und durchweicht.



Erwartete Wetterentwicklung

Heute bewölkt mit Niederschlägen, die sich tagsüber nach Osten ausdehnen, dort jedoch deutlich weniger. Schneefallgrenze meist zwischen 700 und 1300 m, zunächst tiefer, tagsüber vorübergehend steigend, dann wieder fallend, in der Nacht auf Donnerstag besonders im Osten und Südosten stellenweise bis in die Ebene. Mäßiger bis starker Südwestwind. Gefrierpunkt aktuell bei ca. 1400 m, im Norden tiefer. Donnerstags Aufklarung von Norden, aufgegangener Nordwind. Starke Abkühlung. Freitag und Samstag meist klar und kalt. Meist schwacher Nordostwind.



Entwicklungstendenz der Schneelage

Heute und im ersten Teil der Nacht auf Donnerstag fallen noch 20 bis ca. 40 cm Schnee, am meisten in den Julischen Alpen sowie den westlichen und mittleren Karawanken. Unter ca. 1500 m verbindet sich der Schnee voraussichtlich gut mit dem Untergrund, höher bleibt er locker und unverbunden. Der Wind bildet neue Verwehungen, heute an Ost- und Nordseiten von Graten und Sätteln, morgen an Südseiten. Die starke Abkühlung erhält die lockere und instabile Schicht Neuschnee im Hochgebirge, tiefer unter 1500 m werden Lawinenverhältnisse etwas günstiger. Im Hochgebirge bleibt die Gefahr zunächst GROß und nimmt in den nächsten Tagen nur langsam ab. Erwartet werden spontane Abreißer trockenen, unverbundenen Schnees von ausreichend steilen Hängen, gefährlich auch Kronen, die sich selbst oder bei geringer Belastung lösen können. An sonnigen Mittelgebirgshängen entsteht durch Sonne Kruste, im Hochgebirge ist es dafür wohl zu kalt. Die Verhältnisse im Gebirge sind daher in den nächsten Tagen sehr ANSPRCHE.



Nächste Ausgabe: Samstag, 13.2.2021



Quelle: ARSO
         
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