10.03.2014
Am Wochenende war sonniges und relativ warmes Wetter.
Die Schneedecke hat sich rasch umgewandelt, gesetzt und in tieferen Lagen auch abgeschmolzen, besonders schnell verschwand sie in niedrigeren Seehöhen.
Tagsüber hat sich auf sonnigen Hängen der Schnee verkrustet, es haben sich auch einzelne Südschneerutsche ausgelöst. Nachts ist der Schnee wieder gefroren.
Die Schneegrenze schwankte zwischen 1300 und 1900 m.
Die Schneedecke reicht bis in etwa 800 m Seehöhe, an sonnigen Hängen bis etwa 1200 m. Die Schneehöhe ist besonders im Hochgebirge sehr ungleichmäßig. Am meisten Schnee liegt oberhalb 1800 m in den westlichen Julischen Alpen, dort bis etwa 700 cm, sonst in den Juliern bis etwa 500 cm, in den westlichen und mittleren Karawanken sowie den Kamnik-Savinja-Alpen bis etwa 250 cm. Auf 1500 m in den Juliern und westlichen Karawanken bis etwa 320 cm, sonst 100 bis 130 cm. Die Schneedecke ist meist mit Kruste bedeckt, stellenweise morgens auch vereist und hart. Tagsüber verkrustet und weicht der Schnee an sonnigen Lagen auf. Nur stellenweise in schattigen Hochgebirge-Lagen ist der Schnee noch weich.
Viel Windschnee und Platten sind vorhanden.
Die Lawinengefahr ist meist 2. Stufe.
Die Schneedecke ist meist mäßig stabil. Eine Lawine können Sie vor allem an Stellen mit Windschnee auslösen. Auch steile Hänge sind gefährlicher. Mittags und nachmittags weicht der Schnee an Südhängen und Plateaus auf und wird instabiler, dort können Sie vor allem eine Lawine auslösen, einige können sich auch spontan lösen. Nachts und vormittags ist die Schneedecke stabiler.
Trockenes und sonniges Wetter hält an. Der Schnee setzt sich weiter und wandelt sich um. Die Oberkruste wird auch im Hochgebirge ausgeprägter. Die Schneegrenze steigt bereits bis morgen Nachmittag auf etwa 2100 m Seehöhe, Mittwoch wird es noch wärmer. Doch an klaren Nächten friert die Schneedecke trotzdem ein.
Sie stabilisiert sich allmählich, labiler wird sie vor allem an sonnigen Hängen mittags und nachmittags.
Das nächste Bulletin zum Schneedeckenzustand erscheint Mittwoch, 12.3.2014 nachmittags.
Allgemeine Lawinengefahr 2. Stufe nach europäischer Fünf-Stufen-Skala.
Quelle: ARSO