11.11.2016
Allgemeine Gefahrenstufe - Freitag, 11. 11. 2016
Gefahr ist Stufe 2 auf der europäischen 5-stufigen Skala - MÄSSIG.
Hauptproblem: Neuschnee, Windschnee
Gefahrenmuster: wn1 Früher Winter, Bodenfrost
Risikobewertung
Derzeit verschlechtern sich die Verhältnisse in den Bergen durch Schneefall allmählich. Die Gefahr ist im Hochgebirge oberhalb ca. 2000 m MÄSSIG, Stufe 2. Gefährdet sind steile Hänge, vor allem grasbewachsene oder Schutthalden. Dort kann bei stärkerer Belastung der Schneedecke eine Lawine von nicht verbundenem Schnee ausgelöst werden. Tiefer ist das Risiko derzeit noch GERING.
Schneeverhältnisse
Die Schneedecke ist weich. Erwähnenswerte Schneedecke reicht im Norden bis ca. 1000 m ü. NN, anderswo deutlich höher. Früher schneite es auf blanken Boden, weshalb der Schnee sich meist gut mit dem Untergrund verbunden hat, außer auf grasbewachsenen Hängen.
Erwartete Wetterentwicklung
Heute schneit es, die Schneefallgrenze sinkt am Abend. Zuerst sinkt sie bis in die Tieflagen im südlichen und östlichen Slowenien, in der Nacht auf Samstag auch anderswo. Morgen vormittags bewölkt und neblig, Schneefall lässt langsam nach und hört bis zum frühen Nachmittag auch im Osten auf. Insgesamt fallen oberhalb ca. 600 m ü. NN 20 bis 40 cm Schnee. Es weht starker Nord- bis Nordostwind, der Schnee in Verwehungen treibt. Gefrierhochlage zwischen 800 und 1100 m ü. NN. Sonntag überwiegend sonnig, nachmittags Bewölkung in den Hügeln der nördlichen Primorska und teils in den westlichen Juliern. Noch etwas kälter.
Tendenz der Schneeverhältnisse
Heute und bis morgen mittag verdichtet sich die Schneedecke. Vermutlich fällt am meisten Schnee in den östlichen Karawanken, auf dem Pohorje und im östlichen Teil der Kamnik-Savinja-Alpen sowie auf der Notranjska und im Osten Sloweniens. Die Schneedecke wird instabiler vor allem auf steileren grasbewachsenen und laubbedeckten Hängen sowie an Stellen mit Windschnee. DAS RISIKO STEIGT VOR ALLEM im Mittelgebirge und Hügelland des Ostslaweniens, wo viele grasbewachsene Hänge sind, sowie im Hochgebirge dort, wo schon vor dem Schneefall mehr Schnee lag. Im Hochgebirge des östlichen Teils unserer Berge vorübergehend ERHEBLICH, Stufe 3, anderswo MÄSSIG, Stufe 2. Wegen kalten Wetters setzt und stabilisiert sich die Schneedecke nur langsam. Sonntags ist der Wind schon viel schwächer, daher keine neuen Verwehungen zu erwarten.
Allgemeine Lawinengefahr ist Stufe 2 auf der europäischen 5-stufigen Skala.
Nächste Ausgabe: Montag, 14. 11. 2016
Quelle: ARSO