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Neuigkeiten / Schneelage 11.1.2016

Schneelage 11.1.2016

11.01.2016
BEWERTUNG DER LAWINENGEFAHR



Die Lawinengefahr ist im Hochgebirge der Julischen Alpen oberhalb ca. 2000 m derzeit erheblich, 3. Stufe, anderswo oberhalb dieser Höhenlage 2. Stufe, tiefer und anderswo in unseren Bergen gering, 1. Stufe.



Die Schneedecke ist im Hochgebirge locker und schlecht verfestigt, anderswo meist stabil.



Das Risiko ist im Hochgebirge erheblich. Von steileren Hängen können sich zahlreiche kleine und auch einzelne mittelgroße Lawinen aus neuem, unverfestigtem Schnee lösen. Tiefer und im östlichen Teil unserer Berge ist zu wenig Schnee vorhanden, um das Risiko zu erhöhen.





SCHNEEVERHÄLTNISSE und AKTUELLER SCHNEEZUSTAND



In den letzten Tagen hat es im Hochgebirge gelegentlich geschneit. Bis heute mittag sind in den Julischen Alpen bis ca. 50 cm Schnee gefallen, im Bovec-Gebiet sogar mehr. Anderswo im Hochgebirge war deutlich weniger Neuschnee. Unter ca. 1800 m hat es meist nicht geschneit. Es schneite hauptsächlich auf trockenen Untergrund. Der Neuschnee hat sich recht gut damit verbunden, aber durch die größere Menge ist die Schneedecke bedingt instabil geworden. Der Schnee ist leicht und weich. Der Südwestwind hat ihn stark in Windfluchten aufgeweht. An windexponierten Stellen ist der Neuschnee fast vollständig bis zum Boden weggeweht.



Die Schneedeckenhöhe ist sehr ungleichmäßig. Am meisten Schnee liegt im Hochgebirge der Julischen Alpen, von 50 bis ca. 80 cm. Anderswo im Hochgebirge nur bis ca. 20 cm oder weniger, tiefer ist es frei.



ERWARTETE WETTERENTWICKLUNG



Heute Nachmittag und im ersten Teil der Nacht noch starke Niederschläge, die im zweiten Teil der Nacht nachlassen und teilweise aufklaren. Morgen teilweise klar bei wechselnder Bewölkung, noch West- bis Nordwestwind, aber deutlich schwächer als heute. Auch am Mittwoch ziemlich sonniges Wetter. Es kühlt langsam ab. Schneefallgrenze morgen zwischen 1200 und 1500 m, am Mittwoch bei ca. 1200 m.



Im ersten Teil der Nacht noch Niederschläge. Die Schneefallgrenze sinkt langsam auf ca. 1000 m, aber der Großteil der Niederschläge fällt in warmer Luft mit Schneefallgrenze oberhalb ca. 1800 m. Bis morgens können im Hochgebirge der Julischen Alpen noch bis ca. 50 cm Schnee fallen, anderswo viel weniger. Starker Südwestwind transportiert ihn in Verwehungen und baut Giebel. Morgen und Mittwoch lässt der Wind deutlich nach.







TENDENZ DER SCHNEEVERHÄLTNISSE



Im Hochgebirge verdichtet sich die Schneedecke über Nacht noch etwas, und auch etwas tiefer fällt etwas Schnee. Morgen und Mittwoch setzt sich der Neuschnee ab und beginnt umzuwandeln. West- und Nordwestwind weht Schnee an windexponierten Stellen in Verwehungen. Zunächst lösen sich von steileren Hängen noch Lawinen aus unverfestigtem Schnee, bis Mitte der Woche setzt sich die Schneedecke etwas ab. Sie bleibt aber potenziell instabil. Besonders gefährdet sind windbelastete Stellen und steilere Hänge.



Nächster Bericht wird am Mittwoch, 13.1.2016 herausgegeben



Quelle: ARSO
         
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