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Neuigkeiten / Schneelage 11.3.2016

Schneelage 11.3.2016

11.03.2016
BEWERTUNG DER LAWINENGEFAHR



Lawinengefahr ist 3. Stufe.



Auf sonnigen Hängen im Mittelland schmilzt der Schnee tagsüber und wird weich, weshalb auf steilen, grasbewachsenen Hängen Grundlawinen möglich sind. Auf nördlichen Hängen im Hochgebirge ist der Schnee schlecht umgewandelt, sodass die oberen Schichten noch schlecht mit den unteren verbunden sind. Es gibt viele Gründungen. Auch die Verbindung der Schneedecke mit dem Untergrund ist schlecht. Bereits bei geringer zusätzlicher Belastung der Schneedecke kann auf steilen Hängen und an windbelasteten Stellen eine Lawine ausgelöst werden.





SCHNEEVERHÄLTNISSE UND AKTUELLER SCHNEEDECKENZUSTAND



Am Mittwoch tagsüber ist vor allem im westlichen Teil unserer Berge stellenweise noch bis zu 5 cm Schnee gefallen. Am Donnerstag war sonniges Wetter, die Schneefallgrenze stieg auf ca. 1500 m ü. NN. Der Schnee setzte sich und wandelte sich um. Auf sonnigen Lagen schmolz er tagsüber bis ca. 1800 m ü. NN, in schattigen Lagen etwas tiefer. Wo die Schneedecke dünner ist, hat sich auf sonnigen Hängen der Schnee bis zum Boden durchgesickert. In der Nacht auf Freitag fror es meist. Es wehte schwacher bis mäßiger Wind aus Ost bis Nordost, der auf exponierten Lagen Schnee transportierte.



In den Julischen Alpen und westlichen Karawanken beträgt die Schneehöhe auf 2500 m 350 bis ca. 420 cm, auf 1500 m 230 bis ca. 340 cm, auf 1000 m 30 bis ca. 60 cm. Sonst in unseren Bergen auf 1500 m 90 bis ca. 150 cm Schnee, weniger nach Osten. Erhebliche Schneedecke ab ca. 700 m ü. NN. Schnee ist in schattigen Mulden leicht und weich, auf sonnigen Hängen und Flachlagen meist mit Kruste bedeckt, die kein menschliches Gewicht trägt. Viele Windhäufungen und Platten. Auf windexponierten Lagen ist der Schnee stark ausgehärtet.





ERWARTETE WETTERENTWICKLUNG



Nachts und morgen bewölkt. In den Bergen keine nennenswerten Niederschläge. Meist mäßiger Nordostwind, der vor allem im Hochgebirge noch Schnee transportiert. Schneefallgrenze bei ca. 1400 m ü. NN.



Am Sonntag mäßig bis meist bewölkt. Gelegentlich leichter Schneefall möglich vor allem im östlichen Teil unserer Berge, jedoch geringe Niederschlagsmengen. Wind nimmt noch etwas zu. Schneefallgrenze bei ca. 1300 m ü. NN.





ENTWICKLUNGSTENDENZ DER SCHNEEVERHÄLTNISSE



Die Schneedecke setzt sich langsam und wandelt sich um. Durch den Wind entstehen vor allem im Hochgebirge neue Windhäufungen und Platten hauptsächlich an Süd- und Westseiten von Graten und Übergängen. Tiefer unten taut der Schnee langsam. Am Sonntag taut durch etwas mehr Sonneneinstrahlung stellenweise höher.



Die Schneedecke stabilisiert sich langsam. Spontanes Lawinenabgehen meist nicht zu erwarten, nur von steilen grasbewachsenen Hängen im Mittelland kann sich besonders Sonntag mittags eine Nassschneelawine lösen. Durch Wind verstärkt sich die Kruste. In geschützten schattigen Hochgebirgsmulden bleibt der Schnee meist trocken, weich und schlecht umgewandelt. Dort kann bei stärkerer Belastung auf steileren Hängen eine Lawine ausgelöst werden.

Nächster Bericht wird am MONTAG, 14.3.2016 vormittags herausgegeben.



Quelle: ARSO
         
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