11.03.2019
Die Lawinengefahr beträgt Stufe 2 auf der europäischen Fünf-Stufen-Skala - MÄSSIG.
Hauptproblem: Windschnee, schwache Schichten
Gefahrenmuster: Abkühlung nach warmem Wetter / Erwärmung nach Frost
Gefahrenbewertung
Lawinengefahr im Hochgebirge der westlichen und zentralen Julischen Alpen ist durch Neuschnee MÄSSIG, Stufe 2, anderswo meist GERING (1), abhängig von der Schneemenge. Viel Windschnee, daher sind Nord- und Osthänge gefährlicher. Besonders an windexponierten Stellen besteht RUTSCHGEFAHR.
Schneelage
An windexponierten Stellen ist Neuschnee bis zur harten und teils vereisten Unterlage verweht. Die Schneedecke ist meist gut umgewandelt, nur im Hochgebirge gibt es Stellen mit lockerer Schneedecke. Dort sind durch Wind noch Windkissen vorhanden.
Erwartete Wetterentwicklung
Heute wechselnd bewölkt, besonders nachmittags Schneeschauer. Können einige Zentimeter Schnee fallen. Verstärkter Nordwind. Abkühlung. Gefrierhöhe nachmittags unter 1000 m ü. NN. Gipfel im Hochgebirge kurzzeitig in Wolken. Abends Aufklarung. Morgen meist klar, besonders nachmittags etwas wechselnde cirriforme Bewölkung. Einzelne Schneeschauer möglich. Mäßiger, im Hochgebirge auch starker Nordwind, nachmittags nachlassend. Mittags Temperatur auf 1500 m -2, auf 2500 m -11 °C. Mittwoch früh noch teils klar, vormittags zunehmend bewölkt, abends Beginn Niederschläge. Schneefallgrenze unter 800 m ü. NN. In größtem Teil unserer Berge 5 bis 20 cm Schnee möglich. Während Schneefall schwacher bis mäßiger Ostwind.
Tendenz der Schneelage
Heute und morgen verändert sich die Schneelage durch relativ kaltes Wetter nicht wesentlich. Einige Zentimeter frischer Schnee werden schnell vom Wind zur harten Unterlage verweht. Mäßiger bis starker Nordwind baut im Hochgebirge an Südhängen wieder Windkissen auf. An sonnigen Lagen unter 1800 m wird Schnee morgen tagsüber nur leicht weich, nachts gefriert. Noch immer im Hochgebirge an steileren Hängen gefährliche Windkissen, wo sich bei Belastung der Schneedecke Windkissenlawine lösen kann. Durch Kälte bleibt Schneeuntergrund meist gefroren und kann vereisen. Schneelage ändert sich Mittwoch nachmittag, Lawinengefahr wird zunehmen.
Nächste Mitteilung: Donnerstag, 14. 3. 2019
Quelle: ARSO